Mit seinem international ausgerichteten Ausstellungsprogramm zählt der 1963 gegründete Bonner Kunstverein zu den bedeutendsten Institutionen, die sich der Förderung der zeitgenössischen Kunst verpflichtet haben. In Einzelpräsentationen wurden bisher unter anderem Künstler wie CHRISTIAN
BOLTANSKI, THOMAS RUFF, MARLENE DUMAS, GREGOR SCHNEIDER ODER JOHN BALDESSARI vorgestellt. Regelmäßig vermitteln zudem größere Themenausstellungen zu gesellschaftsrelevanten Fragestellungen eine gegenwartsbezogene Positionsbestimmung. Immer wieder arbeitet der Bonner Kunstverein in Kooperation, jüngste projektbezogene Partnerschaften gab es u.a. mit dem ICA London, dem Kunstmuseum Bonn, der Kunst Halle St. Gallen (Schweiz), oder der Universität Bonn. Experimentelle und junge Kunst fördernd, setzt sich der Bonner Kunstverein insbesondere auch für die Künstlerschaft vor Ort ein. Neben den Ausstellungen veranstaltet der Bonner Kunstverein Vorträge, Künstlergespräche, Symposien, Lesungen, Reisen und Konzerte als Rahmenprogramm. Auch kulturpolitische Fragestellungen finden hier einen Ort. 2008 hat der Bonner Kunstverein unter der Leitung von Christina Végh den Förderpreis der Sparda-Bank West erhalten. Ebenso konnte dank einer Landesförderung unter dem Namen KunstStück ein neuartiges, experimentelles Kinder- und Jugendvermittlungsprogramm in die Wege geleitet werden. Seit der Renovierung hat auch das KAFFEE EINSTEIN seinen Sitz im Bonner Kunstverein und bewirtet die Gäste zu Vernissagen wie auch Ausstellungszeiten. Die Ausstellungstätigkeit findet in der rund 800m² großen Ausstellungshalle statt, die seit Februar 2007 durch die Architekten Baukunst rheinflügel (Düsseldorf) neu renoviert ist. Ehemals eine Blumenmarkthalle wurden die Räume erstmals von den Architekten Haus Rucker & Co (heute: Ortner & Ortner, Wien) 1986 für Ausstellungszwecke umgebaut. Seit Februar 2004 wird der Bonner Kunstverein von Christina Végh geleitet. Ehemals als Kuratorin an der Kunsthalle Basel (Schweiz) tätig, steht der Kunstverein als Ort des Dialogs und Experiments im Vordergrund. Végh konnte mit ihrem Antritt dank des Engagements zahlreicher Künstler die Sanierung des Hauses in die Wege leiten und im Februar 2007 abschließen. Das Ausstellungsprogramm ist mit Positionen wie JOHN BALDESSARI, RITA ACKERMANN oder RYAN GANDER stark international geprägt, wobei die nationale wie lokale Künstlerschaft immer auch im Fokus bleibt, u.a. GERT UND UWE TOBIAS, GREGOR SCHNEIDER, MICHAEL BEUTLER, MATTI BRAUN oder MEUSER. Vor Christina Végh prägte Annelie Pohlen von 1987-2003 das Profil des Vereins und verhalf der Institution erstmals zu internationalem Ansehen. Von Dorothea von Stetten gegründet und später von Margarete Jochimsen geleitet, stand der Verein bei seiner Gründung zunächst ohne eigene Räume da. Ausstellungen, Vorträge, Diskussionsforen, Künstlergespräche, Atelierbesuche, Kinderprojekte, Exkursionen, Video-Programme und ein ausgeprägtes kulturpolitisches Engagement sowie interdisziplinäre Aktivitäten umschreiben ein Programmangebot, das dazu beiträgt, Kunst als wesentliches Potential zur gesellschaftlichen Gestaltung wahrzunehmen und aktiv zu verstehen. Parallel zu den Ausstellung ist im Bonner Kunstverein auch eine Artothek angesiedelt mit einer Sammlung von über 1000 Werken. Von BEUYS bis WARHOL, von ALIGHIERO E BOETTI bis ZOBERNIG sind Zeichnungen, Grafiken, Fotografien, aber auch Malerei, Videos und Editionen für Mitglieder ausleihbar.