Die Bürgerinitiative-Pro-Groß-Glienicker-See e.V. ist eine Vereinigung der Seegrundstückseigentümer auf der Berliner Seite des Groß-Glienicker Sees und deren Unterstützern. Insgesamt hat der See auf der Berliner Seite fast 80 Seegrundstücke. Es gibt viele schmale Streifen, die lediglich einen Wasserzugang ermöglichen (z. Teil nur 2 Meter breit) aber auch breitere Grundstücke mit fester Bebauung. Die Eigentümer kommen aus allen Bevölkerungsschichten der Stadt. Manche Grundstücke sind über Generationen weitervererbt worden, manche haben erst in den letzten Jahren den Eigentümer gewechselt. Zum Schutz des Groß-Glienicker Sees und zum Erhalt der gewachsenen Strukturen in der Uferpromenade und des anliegenden Wohngebietes (Wochenendsiedlung West) erachten wir die jetzige Situation am See für erhaltenswert. Die Wasserfront auf der Berliner Seite beträgt ca. 2,1 Kilometer. Davon sind seit jeher fast zwei Drittel öffentlich (Badestellen und Naturschutzbereiche) Lediglich ein Drittel ist in privater Hand. Diese Aufteilung besteht seit ca. 1930. Die Badewasserqualität wird seit Jahren vom zuständigen Landesamt als hervorragend bewertet. Der See ist ökologisch intakt. Sollte die öffentliche Nutzung des Sees durch die Schaffung eines neuen Wanderweges zunehmen, sehen wir die ökologische Situation am See gefährdet (Übernutzung). Daher wollen wir die Enteignung unserer Grundstücke zu Gunsten eines zweiten öffentlichen Wanderweges, der über unser Eigentum führen würde, verhindern. Die See-Stege ermöglichen einen umweltverträglichen Zugang der Seegrundstückseigentümer zum See, da dadurch das Baden ohne Betreten des Uferbereiches möglich ist. Die schmalen Grundstücke wurden ursprünglich als Seezugang mit See-Steg an die Eigentümer der Wochenendsiedlung West verkauft und ihnen würde ohne Steg ihre ursprüngliche Bestimmung genommen. Wir, als direkte Anwohner des Sees, haben natürlich ein großes Interesse am Erhalt und der Verbesserung der ökologischen Situation am See und wollen dafür auch geeignete Maßnahmen zusammen mit Naturschutzverbänden und dem Bezirksamt ergreifen. Das ist uns eine Herzensangelegenheit, wir lieben den See!