(openPR) Die Kündigungsschreiben an die Seeanlieger des Groß-Glienicker-Sees für deren Stege sind verteilt. In Ihrem Schreiben fordert die Leiterin des Umwelt – und Naturschutzamtes, Frau Hube, in einem sehr rüden und wir meinen unangebrachten Tonfall, die Anlagen von „ihrem“ (!) Grundstück zu entfernen.
Die Bürgerinitiative Pro-Groß-Glienicker-See e.V. steht dem gelassen gegenüber.
„Wir werden die Kündigungen natürlich zurückweisen, da auch das Land Berlin an seine Verträge gebunden ist“.
Deutlich wird, dass insbesondere die SPD und die Grünen nicht zum Wohle des Sees handeln und auf eine Beteiligung der betroffenen Bürger an Entscheidungen nicht den geringsten Wert legen:
Entgegen den Behauptungen von Frau Sommer (SPD), wurde am Runden Tisch nämlich nie über einen Uferwanderweg gesprochen. Auch wurde der Wunsch der Seeanlieger, ein für alle Seiten verträgliches Seeuferkonzept gemeinsam zu entwickeln, nicht aufgenommen.
Es ist nicht zu erklären, warum eine Zählgemeinschaft aus SPD und GAL mit allen Mitteln versucht, überholte Ideen durchzufechten und sich weiter stetig weigert, mit den betroffenen Bürgern zusammenzuarbeiten. Weiter ist es schon verwunderlich, wie sich die Grünen – sonst die Verfechter für Umweltschutz schlechthin – hier von der SPD instrumentalisieren lassen.
Mit dem Beschluss, die Voraussetzungen für einen 2. Wanderweg auf Privatgrundstücken zu schaffen, wurde dem Bezirksamt die Grundlage entzogen, mit den Seeanliegern wirkliche umweltverträgliche Uferkonzepte zu erarbeiten.
Am Ufer des Groß-Glienicker-Sees, mit seiner hervorragenden Wasserqualität, sollen nun, nach dem Willen der neuen Spandauer Regierenden, zukünftig katastrophale Zustände geschaffen werden, notfalls auch mit Enteignung.
Grün und Sozial ist das nicht!
Wir werden unser Bestes geben, um diesen Irrsinn zu verhindern.
Bürgerinitiative-Pro-Groß-Glienicker-See e.V.
Das Kündigungsschreiben finden Sie auf unserer Homepage -> Klartext
Bürgerinitiative-Pro-Groß-Glienicker-See e.V.
www.pro-gross-glienicker-see.de

Uferpromenade 27b
14089 Berlin
Tel: 030. 201 818 22
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Über das Unternehmen
Wer wir sind und was wir wollen: Die Bürgerinitiative-Pro-Groß-Glienicker-See e.V. ist eine Vereinigung der Seegrundstückseigentümer auf der Berliner Seite des Groß-Glienicker Sees und deren Unterstützern. Insgesamt hat der See auf der Berliner Seite fast 8o Seegrundstücke. Es gibt viele schmale Streifen, die lediglich einen Wasserzugang ermöglichen (z. Teil nur 2 Meter breit) aber auch breitere Grundstücke mit fester Bebauung. Die Eigentümer kommen aus allen Bevölkerungsschichten der Stadt. Manche Grundstücke sind über Generationen weitervererbt worden, manche haben erst in den letzten Jahren den Eigentümer gewechselt. Zum Schutz des Groß-Glienicker Sees und zum Erhalt der gewachsenen Strukturen in der Uferpromenade und des anliegenden Wohngebietes (Wochenendsiedlung West) erachten wir die jetzige Situation am See für erhaltenswert. Die Wasserfront auf der Berliner Seite beträgt ca. 2,1 Kilometer. Davon sind seit jeher zwei Drittel öffentlich (Badestellen und Naturschutzbereiche) Lediglich ein Drittel ist in privater Hand. Diese Aufteilung besteht seit ca. 1930. Die Badewasserqualität wird seit Jahren vom zuständigen Landesamt als hervorragend bewertet. Der See ist ökologisch intakt. Sollte die öffentliche Nutzung des Sees durch die Schaffung eines neuen Wanderweges zunehmen, sehen wir die ökologische Situation am See gefährdet (Übernutzung). Daher wollen wir die Enteignung unserer Grundstücke zu Gunsten eines zweiten öffentlichen Wanderweges, der über unser Eigentum führen würde, verhindern. Die See-Stege ermöglichen einen umweltverträglichen Zugang der Seegrundstückseigentümer zum See, da dadurch das Baden ohne Betreten des Uferbereiches möglich ist. Die schmalen Grundstücke wurden ursprünglich als Seezugang mit See-Steg an die Eigentümer der Wochenendsiedlung West verkauft und ihnen würde ohne Steg ihre ursprüngliche Bestimmung genommen. Wir, als direkte Anwohner des Sees, haben natürlich ein großes Interesse am Erhalt und der Verbesserung der ökologischen Situation am See und wollen dafür auch geeignete Maßnahmen zusammen mit Naturschutzverbänden und dem Bezirksamt ergreifen. Das ist uns eine Herzensangelegenheit, wir lieben den See!