Von der Grundlagenforschung zur Anwendung
Das BlickLabor entstand zur Anwendung der Erkenntnisse der 30-jährigen wissenschaftlichen Erforschung von Wahrnehmung und Blicksteuerung im Gehirn. Es basiert auf Arbeiten der Arbeitsgruppe Optomotorik der Universität Freiburg und anderen Forschungsgruppen.
Das BlickLabor wurde vom Freiburger Hirnforscher Prof. Dr. B. Fischer im Jahr 1997 als eine Nonprofit Einrichtung der Universität Freiburg gegründet, um die neu entwickelten Diagnose- und Trainingsverfahren für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei werden praktische Erfahrungen gemacht, die es erlauben, die Hilfsmaßnahmen weiter zu verbessern.
Ursprung
Seit 1991 wurden in der Arbeitsgruppe Optomotorik auch die Augenbewegungen von legasthenischen Kindern und Jugendlichen untersucht, um herauszufinden, ob sie eventuell schon bei der Steuerung des Blicks von Wort zu Wort entlang der Zeile Probleme haben. Nach 6-jähriger Forschung war dabei ein routinemäßiges Verfahren entstanden, das der Öffentlichkeit dann auch zur Verfügung stehen sollte.
Mit seiner Emeritierung hat Prof. Fischer das BlickLabor im Jahr 2006 in ein privates Institut überführt.
Das BlickLabor hat sich ursprünglich aufgrund seiner Geschichte hauptsächlich um Kinder mit Legasthenie (Dyslexie) gekümmert. In den folgenden Jahren sind auch Menschen (meist Kinder im Schulalter) mit anderen Problemen gekommen, bei denen auch die Blicksteuerung und das dynamische Sehen untersucht werden sollte.
Die Forschung ist auch in den letzten Jahren weiter gegangen und die neuen Ergebnisse der Wahrnehmungsforschung sind vom BlickLabor teils selbst durchgeführt, teils aufgenommen worden. Nachdem gerade bei Legasthenie (Dyslexie) auch die Hörwahrnehmung immer bedacht werden muss, wurden auch für diesen Bereich neue Tests entwickelt, normiert und angewandt.
Ähnliches gilt für eine andere Sehleistung: die Simultanerfassung, also die Fähigkeit, die Anzahl mehrerer Dinge mit EINEM Blick zu erfassen. Diese Fähigkeit könnte beim Rechnenlernen eine Rolle spielen und eine Schwäche in diesem Bereich wäre dann eventuell bei rechenschwachen Kindern zu finden.
Angebot
Heute steht daher im BlickLabor eine ganze Batterie von Wahrnehmungstests zur Verfügung. Sie setzen alle voraus, dass die Sinnesorgane gesund sind. Sie sollten eingesetzt werden, wenn der Verdacht auf Wahrnehmungsschwächen oder -störungen vorliegt. Diese zeigen sich manchmal erst im Schulalter und werden oft als solche nicht erkannt.
Zu all diesen Untersuchungen von Sinnesfunktionen hat das BlickLabor auch das nötige Training entwickelt und erprobt.
In regelmäßigen Fortbildungen (für Therapeuten, Lehrer, Ärzte, ...) informiert Prof. Fischer über die Anwendung und die wissenschaftlichen Grundlagen unserer Test- und Trainingsverfahren.