Ursprünglich als Entwicklungshilfe-Projekt wurde die Herstellung von Rindentuch vor 20 Jahren durch das Familienunternehmen Bark Cloth gestartet. Bis in 19. Jahrhundert waren die edlen Tücher, die von der Rinde des Mutuba-Baums gewonnen werden, den Herrschern des Königreichs Buganda vorbehalten – daher der Beiname „Tuch der Könige“.
Heute verleiht das nachhaltig erzeugte Material Möbelstücken, Lampenschirmen, Vorhängen und Innenwandverkleidungen seine einzigartige Struktur. Designer, Innenarchitekten und Tischler schätzen das weiche, aber robuste Material mit seiner sinnlichen Haptik, das je nach Lichtsituation und Blickwinkel die Anmutung von Leder oder die durchscheinende Leichtigkeit eines zarten Organza-Stoffs annimmt.
2008 wurde das Herstellungsverfahren von der UNESCO zum „Kulturgut des Immateriellen Kulturerbes“ erklärt. 2014 wurde Bark Cloth von der NASA in die Top 10-Liste weltweiter Materialinnovationen aufgenommen. Dabei wurde insbesondere das Bark Cloth-Geschäftsmodell für Kleinstunternehmen gewürdigt, das Frauen stärkt und die Nahrungsversorgung kleinbäuerlicher Familien in Entwicklungsregionen sicherstellt.
Näheres dazu unter www.barktex.com