Die Holzskulpturen von Andrea Halm entstehen nicht aus dem, sondern fast gegen das Material. Nicht der visuelle oder haptische Kontakt mit dem Apfel-, Pappel- oder Lindenholz steht am Beginn des Entstehungsprozesses, sondern Skizzen auf Papier. Die dort entwickelte Figur wird dann mit der Kettensäge aus dem ganzen Stamm geschnitzt.
Im Grenzbereich zwischen Pflanze, Tier und Mensch entstehen bewegte und bewegende Gestalten, bei denen überbetonte Sinnesorgane, etwa wulstige Münder oder tentakelartige Augen, erheblich zur sinnlichen Ausstrahlung beitragen. Diese wird noch durch einen poppig-bunten Anstrich der geglätteten Oberflächen intensiviert.
Der individuelle Charakter der Figuren wird dann kongenial durch den Bruder der Künstlerin, Jochen Maier, konkretisiert. Die Skulpturen erhalten ihrer Individualität entsprechende Namen, die dann ihrerseits Teil einer lyrischen Visitenkarte werden.
....aus einer Rede von Markus Golser, Kunsthistoriker,



