Was ist ein Pawlok?
Oder die Frage nach dem künstlerischen Stil.
Was ist ein Pawlok? Drückt sich eine künstlerische Sichtweise in einer Handschrift, in einem einzigen Stil aus? In einer bestimmten, immer wiederkehrenden fotografischen Technik? Bei Werner Pawlok nicht. Er wählt die Technik, die ihm die Idee des Projekts am besten umzusetzen scheint. Und dann wird aus der Technik ein Stil.
Aber sobald er etwas zur Perfektion getrieben hat, beginnt es ihn auch schon zu langweilen. Überlässt er es anderen. Wie etwa die Transfer-Technik mit den Polaroids, die er in den achtzigern erfunden hat. Dann macht er etwas anderes, denn er hält nichts davon, sich selbst zu kopieren. Ist das nicht kontraproduktiv, so gar keine Masche zu haben, sich gar nicht festzulegen auf eine Handschrift, Technik, Widererkennbarkeit? "Besser kontraproduktiv als langweilig", meint Pawlok.
Das will er nämlich nicht, dass man ein Foto von ihm sieht und denkt: Ach ja, der Pawlok. Er will, dass man ein Foto von ihm sieht und fasziniert ist von diesem Foto und der Idee dieses Fotos und dann interessiert es einen, wer das Foto gemacht hat und dann darf man sich sagen: Klar, ein Pawlok.
Autodidakt ist Werner Pawlok, und er hört nicht auf zu lernen, Erkenntnisdrang und eine immerwährende Lust am Neuen sind seine Triebfedern. So strotzt Pawloks Bildsprache vor Dialekten, Slangs, Antonymen und bewegt sich scheinbar mühelos zwischen Glamour und Trash. Überzeugend immer durch eine starke Grundidee.
Festzulegen ist er also nicht, einzugrenzen schlecht - und genau deshalb immer wieder überraschend.
Auf diesen Works-Seiten stellen wir die wichtigsten Projekte der letzten Jahre mit einer kurzen Beschreibung des Projekts und seiner Idee vor.