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Anwaltskanzlei Dr. Ingo Friedrich

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Bei Gericht mußte darüber Beweis erhoben werden, ob mit der Bank vereinbart war, daß die Schecks erst dann dem Konto der Klägerin belastet werden sollten, wenn auch gegenüber der Volksbank die Kontoinhaberin Mitteilung gemacht habe, daß die Ware ordnungsgemäß eingetroffen sei. Obwohl dies letztlich beim Landgericht nicht bewiesen werden konnte, wurde die Klage der Bank auf Erstattung der € 35.000,00 abgewiesen. „Die Bank bleibt also auf dem Schaden sitzen“, erklärt der die Kontoinhaberin vertretende Babenhäuser Rechtsanwalt Dr. Ingo Friedrich, „obwohl nach den geltenden Scheckbedingungen durchaus auch ungedeckte Schecks zu Lasten der jeweiligen Kontoinhaberin eingelöst werden dürften“. Das Gericht vertrat nämlich die Ansicht, daß mit der Einlösung ungedeckter Schecks auf einem reinen Girokonto ohne irgendein Überziehungslimit zwischen den Vertragsparteien ein Überziehungskreditvertrag abgeschlossen wird. Das Angebot zur Kontoüberziehung geht dabei von der Kontoinhaberin aus. Allerdings müsse ein solches Angebot auf Abschluß eines Überziehungskreditvertrags auch von der Bank angenommen werden, woran es im Fall gemangelt habe. Der Mitarbeiter der Bank hatte nämlich intern die Einlösung der beiden aus den USA vorgelegten Schecks ausdrücklich nicht zugelassen. Da damit die Bank den Willen bekundet hat, die Schecks gerade nicht einlösen zu wollen, dies dann aber doch vollzogen hat, muß die Bank für diesen teuren Fehler selbst einstehen. Ein ohne besondere Absprache zustande gekommener Überziehungskreditvertrag sei also nicht abgeschlossen worden.

Über das Unternehmen

(c) 2006 Kanzlei Notar Friedrich & Dr. Friedrich, Rechtsanwälte, Babenhausen * www.kanzlei-friedrich.de * Tel 06073/7272-22

Aktuelle Pressemitteilungen von Anwaltskanzlei Dr. Ingo Friedrich
Bild: Teurer Fehler der BankBild: Teurer Fehler der Bank
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Teurer Fehler der Bank

Ein für Banken und deren Kunden interessantes Urteil hat das Landgericht Darmstadt gefällt. Eine mittlerweile in Südamerika wohnende Deutsche hatte im November 2004 ein Girokonto bei einer südhessischen Bank eröffnet. Eine Überziehungslinie war nicht vorgesehen. Da die Kontoinhaberin begonnen hatte, Waren aus den USA zu beziehen und diese bezahlen mußte, wurden von ihrem Mitarbeiter Schecks über insgesamt € 35.000,00 ausgestellt und in die USA versandt. Mit dem dortigen Geschäftspartner war allerdings ausgemacht, daß dieser die Schecks erst d…
06.03.2006
Bild: Drum prüfe wer sich als Vermieter (ewig) bindetBild: Drum prüfe wer sich als Vermieter (ewig) bindet
Anwaltskanzlei Dr. Ingo Friedrich

Drum prüfe wer sich als Vermieter (ewig) bindet

Jeder Vertragspartner, der mit einem anderen eine längere vertragliche Bindung eingeht, sollte sich vorher ein umfassendes Bild über sein Gegenüber machen. In der Arbeitswelt sind deshalb Vorstellungsgespräche Gang und Gäbe. Ein besonderes Interesse an der Erkundung von Seriosität und Zahlungskraft haben allerdings auch Vermieter. Vermieter verlangen von Mietinteressenten deshalb oft eine Selbstauskunft. Nicht jeder Vermieter weiß aber, welche Fragen er dem Mietinteressenten stellen darf, um sich ein Bild über die Zahlungsfähigkeit des Mieter…
03.02.2006
Gegen Spammer können Sie sich wehren
Anwaltskanzlei Dr. Ingo Friedrich

Gegen Spammer können Sie sich wehren

„Unternehmen vernachlässigen Spam-Schutz - Unerwünschte Werbe-E-Mails kosten 300 Euro je Mitarbeiter“ Unter dieser Schlagzeile brachte die F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung schon am 3. Mai 2004 einen Artikel über die negativen Auswirkungen der Spamplage. So sei der Anteil aller Spam-Emails inzwischen auf horrende 63% gestiegen. Die EU-Kommission schätzt den Schaden durch Spam auf 8 Mrd. EUR im Jahr, eine Zahl, die von Experten mit eigenen Schätzungen von 20 Mrd. Euro noch weit übertroffen wird. In Unternehmen stiegen die Verwaltungskoste…
27.01.2006
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