Aktion gute Schule e.V., eine Initiative, die sich für Verbesserungen in unserem Bildungssystem einsetzt
Eine Handvoll bildungsinteressierte Eltern gründete im Frühjahr 2012 diesen Verein, da sie es leid waren, als Hilfslehrer für ihre Kinder zu fungieren. Einige eklatante Vorfälle an der Schule der eigenen Kinder sowie ein Vortrag von LehrerInnen über deren Möglichkeiten, ihrem Auftrag unter den vorherrschenden Bedingungen überhaupt gerecht zu werden, gaben die Kraft für eine Initialzündung, die sich heute in Form eines als gemeinnützig anerkannten Vereines präsentiert.
„Wir durften viel dazulernen,“ so Thomas Becker, Vorstand und Gründungsmitglied. Inzwischen haben sich über 2.000 Unterstützer namentlich auf dem Portal der Vereinigung eingetragen. Viele Fakten, Expertenmeinungen und jede Menge Feedback über die Unzufriedenheit vieler BürgerInnen mit dem, was in unseren Schulen und Hochschulen abläuft, ist zwischenzeitlich zusammengetragen worden.
Etliche Blicke hinter die Kulissen der Strukturen unserer Bildungslandschaft, unzählige Gespräche mit Vertretern aus bestimmt allen am Erfolg und Misserfolg maßgeblich beteiligten Gruppen formatierten die fachliche Kompetenz, die die Grundlage für die Aktion gute Schule heute bildet. Hospitationen in verschiedenen Schulformen, Tagungen und die Einblicknahme in den Bildungspolitischen Ausschuss des Freistaats Bayern gehören ebenso mit dazu, wie das Engagement als Mitglied im Forum für Bildungspolitik in Bayern.
Die zentrale Forderung wird unterstrichen durch die Erkenntnis, dass es längst einige wenige gute Schulen gibt. Teils mit jahrzehntelanger Erfahrung wird dort auf Augenhöhe, ohne unnötigen Noten- oder Leistungsdruck, Sozialkompetenz und Wissen vermittelt. Selektion und Bildungsverlierer sind dort kaum anzutreffen. Wir haben kein Wissensdefizit, sondern ein Umsetzungsdefizit!
Warum ist eine gute Schule so wichtig? In der Erziehung und Ausbildung unserer Kinder legen wir die Grundsteine für die Zukunft unserer Gesellschaft - Schule macht Gesellschaft! Unser Bildungssystem nimmt da eine entscheidende Rolle ein. Wir müssen weg von der jetzigen Form der Wissensvermittlung. Diese basiert auf den Erkenntnissen des 19. Jahrhunderts. Unser Wissen hat sich seitdem x-fach vermehrt, es steht immer und überall jederzeit zum Abruf bereit. Wir können es gar nicht mehr vermitteln. Der vernünftige Umgang damit gehört erlernt. Kein Auswendiglernen einer viel zu großen Stofffülle für die nächste Prüfung... und dann wird wieder das Meiste vergessen.
Wichtige Merkmale wie Verantwortung, positive Risikobereitschaft und das Vermögen, mit Enttäuschungen umgehen zu können, kommen in der Schule entschieden zu kurz. Stattdessen erzeugen wir nach wie vor eine Ellbogengesellschaft, die mit ihrem „schneller, höher, weiter“ unverantwortlich mit den Ressourcen unseres Planeten umgeht.
Soziales Engagement und nachhaltiges Wirtschaften gelingen nur dann, wenn die Basisvoraussetzungen stimmen. Die Beteiligten müssen das selber leben, sonst droht der Vorsatz wie leere Worthülsen zu verhallen.
Damit wir zukünftig keine weiteren Rettungsschirme brauchen, muss sich das ändern; wir benötigen eine teamfähige und kompetente junge Generation.
www.guteschule.eu