1972 gegründet ist der Chor der KHG seit vielen Jahren eine feste Größe in der Aachener Chorlandschaft und hat bereits viele herausragende Werke mehrerer musikalischer Epochen zur Aufführung gebracht, so beispielsweise die Requiems Mozarts und John Rutters, Webers „Freischütz“, die „Misa Criolla“ von Ramirez, Haydns „Schöpfung“ sowie Mendelssohn-Bartholdys Oratorien „Elias“ und „Paulus“.
Dabei versuchen der Verein zunehmend, seine Projekte innovativ zu gestalten: so wurde etwa bei der Aufführung des „Messias“ von Händel mit der Ballettschule Renoldi kooperiert, deren Ensemble die Musik tänzerisch untermalt hat. Das Konzertprogramm „L’amour et la mort“ umfasste neben dem Requiem von Gabriel Fauré auch Liebeslieder aus aller Welt, unterstützt durch Gedichte aus den Heimatländern ausländischer Gaststudenten. 2009 fand das Programm „Ton in Ton“ im Rahmen einer Kunstausstellung in der Aula Carolina in Aachen statt.
Zuletzt begeisterte der Chor im Dezember 2010 mit dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns, ergänzt durch bekannte und außergewöhnliche Weihnachtslieder aus der Renaissance-Zeit – vor ausverkauftem Haus in der Citykirche St. Nikolaus in Aachen. Im Anschluss kam es zu einer Fernsehaufzeichnung des WDR, die am 23. Dezember ausgestrahlt wurde und mit der die Sendung „Lokalzeit Aachen“ feierlich ihre Weihnachtspause einläutete.
Neben den zwei Konzertprogrammen, die in der Regel jährlich präsentiert werden, wirken die Chorsänger regelmäßig an der Gestaltung der Hochschulgottesdienste mit. Des Weiteren stehen in diesem Jahr Auftritte bei Hochzeiten, der Nacht der offenen Kirchen und der Chorbiennale an, zudem ein Auftritt bei Feierlichkeiten im Krönungssaal des Aachener Rathauses.
Doch der Verein ist mehr als nur ein Chor, der gemeinsam musiziert: Er ist auch eine Gemeinschaft, eine Anlaufstelle für neue Studierende in Aachen und ein Ort, an dem man Freundschaften schließen kann. Zu jeder neuen Probenphase werden neue Sängerinnen und Sänger aufgenommen, es gibt neben den Proben auch Treffen in der Freizeit und jährlich zwei Chorwochenenden mit Probenarbeit und Stimmbildung, die durch unterschiedliche Spiele und Aktionen aufgelockert werden.
Diese Mischung aus Musik und Gemeinschaft ist erfolgreich – in den letzten Semestern ist die Zahl der aktiven Sängerinnen und Sänger auf derzeit 87 gestiegen. Fast 80 % sind jünger als 30 Jahre, etwa gleich viele sind Studenten oder Promotionsstudenten.
Seit 2002 ist der Chor ein selbständiger eingetragener Verein und als gemeinnützig anerkannt.