(openPR) „An hellen Tagen ...“
Brahms und Madrigale in den Kurpark-Terrassen
Sommerkonzert des Aachener Studentenchores der KHG
Am Samstag, 9. Juli um 20 Uhr und am Sonntag, 10. Juli um 17 Uhr präsentiert der Aa-chener Studentenchor der Katholischen Hochschulgemeinde in den Aachener Kurpark-Terrassen (Aachen-Burtscheid) unter der Leitung von Heike Scholl-Braun ein Sommer-konzert mit frischer Renaissance-Musik und den feurigen Zigeunerliedern von Johannes Brahms. Zudem bringt Heike Scholl-Braun als Sopranistin Sololieder von Dvorak zu Ge-hör und Anton Werner (Stralsund) musiziert Klavierstücke von de Falla. Karten zu 12€ (ermäßigt 6€) sind im Vorverkauf beim Musikhaus Hogrebe, den Kurpark-Terrassen und der Katholischen Hochschulgemeinde Aachen erhältlich. Reservierungen sind unter
möglich.
Wer sich ins Repertoire europäischer Madrigale aus dem 16. Jahrhundert vertieft, sollte sich auf so manche Überraschung gefasst machen. Junge Paare sind hier anlässlich einer Bootsfahrt zu erleben und nehmen den Knaben Amor, der seine Pfeile wohl zu setzen weiß, gleich mit ins Boot. Es geht um die „hellen Tage“, in denen die Liebe, der Wein und die Musik ihren Platz haben – aber auch um Übel des damaligen Alltagslebens wie zwickende Flöhe oder die langwierige Prozedur, bis die Henne endlich ihr Ei gelegt hat und eifrig „cocococo“ singt. In seiner ganzen Fülle und Freude ist also das sommerlich freie Leben in diesen vom Studentenchor aufgeführten a-cappella-Stücken präsent.
Auch die Zigeunerlieder von Johannes Brahms kreisen um Liebe, Leid und alles, was menschliche Herzen nun einmal bewegt. Unter dem Motto „He, Zigeuner, greife in die Saiten“ geht es los – später führt ein munterer Bursche sein „blauäugig schönes Kind“ zum Tanze. Ganz zum Schluss färbt sich die Stimmung dann melancholisch, wenn „Rote Abendwolken ziehn am Firmament“. All die empfindsame Natursehnsucht des 19. Jahr-hunderts ist in diese meisterhaften Vertonungen einer idealisierenden Begeisterung für das Ungebundene und Freie hinein gelegt, einer Begeisterung, die assoziiert war mit dem wild-romantischen Ungarnbild jener Zeit.
Das Sommerkonzert des Studentenchores lebt vom reizvollen Kontrast tonaler Klarheit und Unverbrauchtheit frühneuzeitlicher Madrigalklänge mit der vielschichtigen Opulenz und kompositorischen Meisterschaft reifer Romantik. Hier wie dort – natürlich auch in den Sololiedern und den Klavierstücken – ist ein begeistertes, sich selbst präsentes Leben zu spüren. Ganz einfach das Leben strahlender Sommertage.
Aachener Studentenchor der Katholischen Hochschulgemeinde e.V.
Pontstr. 74-76
52062 Aachen
http://www.khg-chor.de
Über das Unternehmen
1972 gegründet ist der Chor der KHG seit vielen Jahren eine feste Größe in der Aachener Chorlandschaft und hat bereits viele herausragende Werke mehrerer musikalischer Epochen zur Aufführung gebracht, so beispielsweise die Requiems Mozarts und John Rutters, Webers „Freischütz“, die „Misa Criolla“ von Ramirez, Haydns „Schöpfung“ sowie Mendelssohn-Bartholdys Oratorien „Elias“ und „Paulus“.
Dabei versuchen der Verein zunehmend, seine Projekte innovativ zu gestalten: so wurde etwa bei der Aufführung des „Messias“ von Händel mit der Ballettschule Renoldi kooperiert, deren Ensemble die Musik tänzerisch untermalt hat. Das Konzertprogramm „L’amour et la mort“ umfasste neben dem Requiem von Gabriel Fauré auch Liebeslieder aus aller Welt, unterstützt durch Gedichte aus den Heimatländern ausländischer Gaststudenten. 2009 fand das Programm „Ton in Ton“ im Rahmen einer Kunstausstellung in der Aula Carolina in Aachen statt.
Zuletzt begeisterte der Chor im Dezember 2010 mit dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns, ergänzt durch bekannte und außergewöhnliche Weihnachtslieder aus der Renaissance-Zeit – vor ausverkauftem Haus in der Citykirche St. Nikolaus in Aachen. Im Anschluss kam es zu einer Fernsehaufzeichnung des WDR, die am 23. Dezember ausgestrahlt wurde und mit der die Sendung „Lokalzeit Aachen“ feierlich ihre Weihnachtspause einläutete.
Neben den zwei Konzertprogrammen, die in der Regel jährlich präsentiert werden, wirken die Chorsänger regelmäßig an der Gestaltung der Hochschulgottesdienste mit. Des Weiteren stehen in diesem Jahr Auftritte bei Hochzeiten, der Nacht der offenen Kirchen und der Chorbiennale an, zudem ein Auftritt bei Feierlichkeiten im Krönungssaal des Aachener Rathauses.
Doch der Verein ist mehr als nur ein Chor, der gemeinsam musiziert: Er ist auch eine Gemeinschaft, eine Anlaufstelle für neue Studierende in Aachen und ein Ort, an dem man Freundschaften schließen kann. Zu jeder neuen Probenphase werden neue Sängerinnen und Sänger aufgenommen, es gibt neben den Proben auch Treffen in der Freizeit und jährlich zwei Chorwochenenden mit Probenarbeit und Stimmbildung, die durch unterschiedliche Spiele und Aktionen aufgelockert werden.
Diese Mischung aus Musik und Gemeinschaft ist erfolgreich – in den letzten Semestern ist die Zahl der aktiven Sängerinnen und Sänger auf derzeit 87 gestiegen. Fast 80 % sind jünger als 30 Jahre, etwa gleich viele sind Studenten oder Promotionsstudenten.
Seit 2002 ist der Chor ein selbständiger eingetragener Verein und als gemeinnützig anerkannt.