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BMW Abgasskandal: KBA ordnet Rückruf an – Klage in den USA

06.04.201808:10 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Abgasmanipulationen hat BMW stets vehement von sich gewiesen. Dennoch droht dem Autobauer in den USA nun Ärger mit der Justiz. Eine Kanzlei hat Klage gegen BMW eingereicht. Dabei wird dem Konzern vorgeworfen, bei zehntausenden Fahrzeugen der Modelle X5 und 335d, die zwischen 2009 und 2013 verkauft wurden, die Emissionswerte manipuliert zu haben. Die zulässigen Grenzwerte in den USA würden um das bis zu 27-fache überschritten, berichte u.a. „Focus“ online unter Berufung auf die Klageschrift.





BMW ist nicht der erste Autobauer, der in den USA Ärger wegen vermeintlicher Abgasmanipulationen hat. Ähnliche Sammelklagen gab es auch schon gegen Fiat Chrysler, General Motors, Daimler und natürlich Volkswagen. Für den Wolfsburger Autohersteller wurde dies bekanntlich sehr teuer.



BMW hat sich bislang zu den Vorwürfen nicht geäußert. Grundsätzliche seien die Abgaswerte bei BMW-Fahrzeugen aber nicht manipuliert, sagte ein Sprecher. Allerdings ist BMW auch in Deutschland ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Dabei geht es um eine Software, die nach Konzernangaben nur irrtümlich auf Modelle der 5er und 7er Reihe aufgespielt wurde und ursprünglich für die großen SUVs gedacht war. Hier hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mittlerweile den Rückruf von mehr als 11.000 Fahrzeugen wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung angeordnet, die nun entfernt werden muss. Betroffen sind die Modelle BMW 750d und BMW M550d.



„Das Saubermann-Image von BMW bekommt immer tiefere Kratzer. Die unzulässige Abschalteinrichtung muss nun bei den betroffenen Modellen mit der Schadstoffklasse Euro 6 entfernt werden. Der Abgasskandal hat damit endgültig auch BMW bzw. die Käufer der betroffenen Modelle erreicht. Die müssen sich mit dem Aufspielen eines Updates nicht zufriedengeben, sondern können ihre rechtlichen Möglichkeiten auf Schadensersatz oder Rückgabe des Fahrzeugs durchsetzen“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller aus Wiesbaden, der bereits etliche VW-Kunden im Abgasskandal vertritt.



Für den erfahrenen Rechtsanwalt liegt es auf der Hand, dass die betroffenen BMW-Fahrzeuge einen Mangel aufweisen, der sich auch nicht durch ein Update aus der Welt schaffen lässt, da die Auswirkungen eines Updates auf Leistung, Verbrauch oder Lebenserwartung der Motoren noch gar nicht erwiesen sind. Diverse Gerichte haben die Schadensersatzansprüche betroffener VW-Kunden inzwischen bestätigt. Rechtsanwalt Cäsar-Preller: „Das dürfte bei BMW nun nicht anders sein.“



Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Autokäufer.



Mehr Informationen: http://www.vwklage.com/

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