(openPR) Sascha Büttner, Matthias Kampmann: Coaching. Notizen. Gespräche. Reflexionen, BoD 2018
Wie verhält es sich mit dem Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit? Lebe ich noch, wenn ich zur Arbeit gehe? Was meint das eigentlich, wenn überall von Resilienz zu lesen ist, Achtsamkeit gepredigt wird, Rollen wohl definiert sein sollten oder alle Kunst dem Leben gilt? Es gibt zahllose Herangehensweisen, wie das Verhältnis von Arbeit zum Leben des einzelnen bestimmt wird. Es gibt zahlreiche Methoden, die strukturiert versuchen, Verbesserungen herbei zu führen. Das versteht man gemeinhin unter Coaching. Einen Blick hinter die Kulissen werfen Sascha Büttner und Matthias Kampmann mit ihrem unkonventiellen Buch über "Coaching".
Unkonventionell ist das Buch, denn es baut auf den aktiven und konzentrierten Leser. Die üblichen Hilfsmittel findet man nicht: "Die Struktur ist grob und schon auf dem Titel angegeben. Somit konnten wir auf ein Inhaltsverzeichnis und Seitenzahlen verzichten", erklären die 1966 geborenen Autoren. Es gibt kein Register, keinen Index, kein Glossar. "Wir wollten etwas schaffen, das intensiv und kursorisch zugleich ist und das sich selbst erschließt", kommentiert Sascha Büttner. "Daher bietet jede Seite einen potenziellen Einstiegsort", ergänzt Matthias Kampmann. Coaching ist Begleitung, und die beginnt und endet auf der Basis selbstbestimmten Entscheidens: "Der Coach begleitet seinen Coaching-Partner, bis dieser seinen Weg alleine fortsetzen kann und will. Ziel der Begleitung, des Coachings, ist immer die Autonomie des Coaching-Partners", heißt es im Buch.
Das Buch vereinigt drei Textsorten. Es gibt "Reflexionen" genannte, kurze Text, denen anekdotenhaft Begegnungen zugrunde liegen. Sascha Büttner: "Wir haben uns die Freiheit genommen, Ereignisse auf die Spitze zu treiben und ein paar literarische Charaktere zu formulieren, die spiegeln, was in den Unternehmungen an Figurationen von Führung, aber auch von Verhalten ganz allgemein in unserer Gesellschaft vorzufinden ist." In zwei "Notizbüchern" orientieren sich die Autoren an der antiken Technik des Hypomnemas, einer schriftlichen Erinnerungskultur, in der tagebuchartig eigene und unterschiedslos ohne Quellenangaben fremde Gedanken notiert werden. Den Kontext erschafft der Leser durch sein Mitdenken. In Form von "Gesprächen" thematisieren die Autoren außerdem Kernbegriffe gegenwärtigen Coachings. Fotostrecken geben nonverbalen Raum zur Reflexion.
"Wir haben versucht, einmal ganz anders auf das Coaching zu schauen", reflektiert Sascha Büttner. Dabei haben sich die Autoren von Philosophen leiten lassen. Doch nicht nur. Da ihre Laufbahnen interdisziplinär geprägt sind, erlauben sie sich Sprünge durch unterschiedliche Wissensbereiche. "Coaching lässt sich nicht als vereinzelte Wissenschaft betrachten", beschreibt Matthias Kampmann. Jeder Coaching-Partner bringe schließlich eigene Voraussetzungen mit. Büttner "Daher wollten wir auch ein Denkbuch schreiben, das Anregungen bietet und nicht mit vorgefertigten Lösungen oder Rezepten falsche Vorstellungen über das Coaching spiegelt."
Buch (Hardcover): https://buechergilde-wiesbaden.buchhandlung.de/shop/article/35500634/sascha_buettner_matthias_kampmann_coaching.html
Digital (ebook): https://www.amazon.de/Coaching-Notizen-Gespräche-Reflexionen-ebook/dp/B079Y9YQN1/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1521792855&sr=8-1&keywords=coaching+-+notizen+gespräche













