(openPR) Unter dem Etikett „Medico“ verbergen sich 50 bereits geschlossene Immobilienfonds. Das jeweils dazugehörige Fondskonstrukt wurde jeweils als Kommanditgesellschaft ausgestaltet.
Zwar halten sich die bisherigen Negativschlagzeilen in Grenzen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die einzelnen Anleger besser beraten sein sollten, die Entwicklungen im Auge zu behalten.
Im Rahmen einer Durchsicht des jeweiligen Prospektes fallen im Hinblick auf die im Prospekt getroffenen wirtschaftlichen Prognosen einige Ungereimtheiten auf, welche eine langfristige Realisierbarkeit der prospektierten Werte zweifelhaft erscheinen lassen:
Zumeist sind die Mietansätze zu optimistisch angesetzt. Die gewählten Standorte für die Fondsobjekte lässt nicht immer den Schluss zu, dass eine Anschlussvermietung möglich sein wird. Ebenfalls sind die Vorstellungen über eine Anschlussfinanzierung von Wohlwollen getragen.
Es handelt sich eben um Kapitalanlagen mit hohem wirtschaftlichen Risiko. Unabhängig davon von der Unüberschaubarkeit der wirtschaftlichen Entwicklungen, welche sich nicht selten erst nach Jahren auflösen wird, sind mit dem Fondskonzept rechtliche Risiken verbunden, die jeder Anleger nicht bedenken sollte.
Wurde der Fondsbeitritt durch einen Treuhänder vollzogen, können etwa angesichts neuer steuerrechtlicher Regelungen im Rahmen einer Bewertung des Fondsanteils aktuelle Probleme im Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht auftauchen.
Daneben stellt sich bei jeder Kommanditgesellschaft die Frage, ob erhaltene Ausschüttungen tatsächlich eine „echte“ Rendite des Anlegers darstellen. In vielen ähnlich gelagerten Fällen hat sich herausgestellt, dass solche Ausschüttungen letztlich als Rückzahlung des Eigenkapitals zu verstehen sind.
Das Risiko jedes Anlegers, über die eigentliche Höhe seiner Einlage im Hinblick auf § 172 Abs.4 HGB hinaus zu haften, ist für viele Anleger überraschend und daher nicht bei der Anlageentscheidung berücksichtigt worden.
Es empfiehlt sich daher, die gezeichnete Beteiligung durch einen Rechtsanwalt überprüfen zu lassen.





