(openPR) Neue Helfer im Alltag für Kinder mit Trisomie 21
kbo-Kinderzentrum München startet Projekt „KiZ@home - Home Treatment für Kinder mit Trisomie 21“ mit Unterstützung der Robert-Vogel-Stiftung
München, 22. März 2018 – Um die Inklusion im Alltag bei Kindern mit Trisomie 21 zu verbessern, hat das kbo-Kinderzentrum München sein Beratungsangebot um den bislang neuen Bereich Home Treatment erweitert. Das Projekt KiZ@home, das im November 2017 durch die Unterstützung der Robert-Vogel-Stiftung angelaufen ist, verzeichnet bereits wenige Wochen nach Einführung eine große Akzeptanz bei den Familien und steigende Anmeldezahlen.
Emma Blum aus München ist eines der ersten Kinder, das vom Home Treatment-Projekt für Kinder mit Trisomie 21 des kbo-Kinderzentrums München profitiert. „Wir waren mit Emma zunächst in der ambulanten Trisomie 21-Sprechstunde des Kinderzentrums. Als wir dann den Anruf bekommen haben, dass das Team auch zu uns nach Hause kommen kann, war das eine große Erleichterung für uns“, erzählt Emmas Mutter, Sabine Blum. Denn die fast Vierjährige leidet unter ausgeprägten Trotzanfällen, die vor allem im häuslichen Umfeld auftreten. „Seit das Team zu uns ins Haus kommt, hat sich die Situation für die ganze Familie deutlich gebessert.“, so Sabine Blum.
Projektkoordinatorin und Kinderärztin im kbo-Kinderzentrum München, Dr. med. Aynur Damli-Huber, kann von zahlreichen weiteren Fällen berichten, bei der Mitarbeiter des Home Treatment-Teams die Erfolge aus der ambulanten oder stationären Therapie im kbo-Kinderzentrum München zu Hause festigen oder sogar verbessern konnten: „Wir wollen mit dem Angebot ein Bindeglied zwischen stationärer und ambulanter Therapie sein und die Familien im häuslichen Umfeld unterstützen.“ Dazu besucht ein eigens geschultes Team aus Sozialpädagogen, Logopäden und Montessori-Therapeuten meist in Zweierteams regelmäßig das Patientenkind und seine Familie zu Hause, im Kindergarten oder in der Schule und unterstützt und berät in ganz konkreten Alltagssituationen.
So zum Beispiel bei Familie Blum: „Wir haben direkt in der Trotzsituation Tipps bekommen, wie ein Trotzanfall vermieden werden kann und haben das dann zusammen mit den beiden Therapeutinnen intensiv erst zu Hause und dann außerhalb geübt.“, erzählt Sabine Blum. Dabei wird das ganze soziale Umfeld miteinbezogen, so zum Beispiel auch Emmas kleine Schwester Theresa. Emmas Trotzanfälle sind durch die alltagsnahe Therapie innerhalb weniger Wochen schon viel weniger geworden.
Die Nachfrage ist groß: Mehr als 20 Familien, die bereits im kbo-Kinderzentrum München in stationärer oder ambulanter Behandlung sind, haben sich bereits für das ergänzende Home Treatment-Angebot angemeldet. „Bei den Patienten handelt es sich aktuell überwiegend um Kinder mit Trisomie 21 im Kindergarten- und Grundschulalter mit Sprachentwicklungsstörungen, Verhaltensstörungen oder Interaktionsstörungen“, erläutert Dr. Damli-Huber.
Möglich gemacht werden kann das neue Angebot nur durch die Unterstützung der Robert-Vogel-Stiftung, denn die Krankenkassen bezahlen die zusätzliche Therapie zuhause bislang nicht. Stiftungsgründer Robert Vogel (1949 - 2013) hatte selbst das Down-Syndrom, daher ist die Förderung von Kindern mit Trisomie 21 der Stiftung ein besonderes Anliegen. Für die Dauer von drei Jahren finanziert die Robert-Vogel-Stiftung die Personalkosten des Projekts. Parallel findet eine wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung durch den Lehrstuhl Sozialpädiatrie der TU München unter der Leitung des Ärztlichen Direktor im Kinderzentrum, Prof. Dr. med. Volker Mall statt.
„Unser Ziel ist es, dass das Home Treatment langfristig in den Regelkatalog der Krankenkassenleistungen aufgenommen wird“, so Dr. Damli-Huber. „Denn durch die ergänzende Beratung und Therapie der Familien im häuslichen Rahmen kann der Klinikaufenthalt der Patienten unter Umständen verkürzt oder sogar vermieden werden.“
Mehr Infos unter http://www.kbo-kinderzentrum-muenchen.de/index.php?id=140











