(openPR) Zum ersten Mal widmet art+form dem 1956 in Dresden geborenen und von 1980 bis 1985 an der Kunsthochschule Berlin Weißensee ausgebildeten Maler und Grafiker Wolf-Dieter Pfennig eine große Einzelausstellung mit über 50 Werken aus zwei Jahrzehnten. Die Vernissage fand am 18. März 2018 statt; die Ausstellung kann Montag bis Freitag, 10-20 Uhr sowie Samstag, 10-18 Uhr in der Ladengalerie art+form an der Bautzner Straße 11 in Dresden-Neustadt bis einschließlich 19. April 2018 besucht werden.
Passionierten Grafik- und besonders Plakatliebhabern ist dieser Name mehr als ein Begriff: er ist ein Inbegriff: eindeutige Handschrift – spontan wirkender, sicherer, kraftvoller zeichnerischer wie malerischer Gestus – große figürliche Lebendigkeit, spannende Perspektiven + Räume – knallige Farben, feinst abgestimmt – die Inhalte sind durchdrungen von einer großen erzählerischen Freude mit Hintersinn, Humor, Lebenslust, Spritzigkeit; Melancholie, Nachdenklichkeit, Illusion und Traum.
In den Titeln offenbart sich ein schier unerschöpflicher Reichtum an Bezügen zu Literatur, Theater, Philosophie sowie Lebensklugheit und eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe. Die Werke sind sinnlich und ironisch zugleich, nicht immer sofort „lesbar“, aber das Denken, Erinnern und Empfinden des Betrachters setzt beim ersten Blick ein, die Richtung ist offen.
Seit 15 Jahren hat Wolf-Dieter Pfennig eine Professur an der FH für Technik, Wirtschaft und Gestaltung in Wismar inne, seine Heimat ist und bleibt aber Potsdam, dessen kleinstädtischen Charakter er mag, Wald und Seen vor der Haustür, sein Drucker Steffen Trodler (leider vor kurzem plötzlich verstorben) in unmittelbarer Nähe und gewisse Menschen, die ihm geistig wie seelisch und künstlerisch nahe sind. Die Veränderungen von Potsdam innerhalb der letzten Jahre beobachtet er mit Neugier, Kopfschütteln, Wehmut und großer Offenheit zugleich, sich sehr wohl bewusst, dass Veränderungen Bestandteil und Basis von Neuem sind.
Mehrfach war Wolf-Dieter Pfennig Preisträger bei den „100 besten Plakaten des Jahres“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er erhielt u.a. 1995 den Toulouse-Lautrec-Preis des Plakatmuseums Essen sowie 2006 die Silbermedaille der Biennale Lahti/Finnland.













