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Handelslogistik 2018: ohne Informatik keine Automatik

06.03.201814:12 UhrLogistik & Transport

(openPR) Pünktlich zur LogiMAT: LogistikPlan stellt aktuellen Retail-Forecast vor und berichtet über neue Herausforderungen in der Lagerlogistik

Die Logistikindustrie freut sich dreifach: Dank des weiter wachsenden Internethandels wird nicht nur das weltweite Transportvolumen zunehmen, sondern auch das Kerngeschäft der Kontraktlogistiker und Lagerausrüster. Auch wenn der Handelszuwachs insgesamt eher moderat bleiben wird, treiben drei wichtige Trends den Strukturwandel der Branche voran. Zur LogiMAT stellt die LogistikPlan GmbH ihre Prognose zur Handelslogistik bis 2022 vor und berichtet über Risiken von großen Lagerprojekten.




(Dresden, 05.03.2018) Beim Online-Shopping gaben deutsche Konsumenten 2017 erstmals über 58 Mrd. Euro aus, rund 11% mehr als im Vorjahr. Nach einer aktuellen LogistikPlan-Metaanalyse gehen derzeit alle renommierten Handelsverbände und Marktforscher davon aus, dass der E-Commerce-Aufschwung anhalten wird. So sagt das Kölner Institut für Handelsforschung IFH in seiner jüngsten Prognose einen steigenden Onlineumsatz auf 70 bis 98 Mrd. Euro voraus – je nach Dynamik der künftigen Szenarien. Ähnlich rechnet der Digital Market Outlook (DMO): Die Bundesstatistiker von Statista erwarten bis 2022 für den Onlinehandel ein Marktvolumen von 81 Mrd. Euro. Das jährliche Umsatzwachstum in Deutschland läge damit bei 6,5%. Weltweit wird sich der Online-Handel im gleichen Forecast-Zeitraum sogar um 9,9% erhöhen.


Das Online-Kuchenstück wächst: Anteil am Handel wird doppelt so groß

Besonders stark legten bislang die Multichannel-Händler zu: Dank der parallelen Präsenz auf mehreren Vertriebskanälen, so der Händlerverband bevh, stieg ihr Online- und Versandumsatz im letzten Jahr um 21% auf gut 20 Mrd. Euro. Auch wenn die stationären Händler in einigen Produktsegmenten möglicherweise Marktanteile zurück gewinnen werden, bleibt der generelle Trend ungebrochen: Laut den Handelsforschern vom ibi research wird sich der E-Commerce-Anteil, der aktuell rund 9% am Einzelhandelsumsatz beträgt, bis 2023 auf 15 bis 20% erhöhen und damit zum heutigen Stand fast verdoppeln.

Neben dem B2C-Segment wird aber auch der Anteil an B2B-Sendungen im Online-Handel langfristig steigen. In seiner KEP-Studie 2017 prognostiziert der Bundesverband Paket und Expresslogistik e.V., dass das Volumen von gut 3 Mrd. bis 2021 auf 4 Mrd. Sendungen überdurchschnittlich wachsen wird. Ein Grund mehr, dass die Pakettransporteure mit neuen Konzepten für City-Logistik und letzte Meile aktiv werden.


Drei Trends im Strukturwandel: Konzentration, Automation und IT-Integration

In ihrem aktuellen Retail-Forecast verweist die auf Industrie- und Handelslogistik spezialisierte LogistikPlan darauf, dass in der Handelsbranche eine schleichende Polarisierung stattfinde. So wächst Amazon als Marktführer im E-Commerce ungebremst. Nach einer Hochrechnung des Digitalmagazins t3n dürfte der Marktanteil von Amazon am deutschen Internethandel – incl. der Dritthändler auf dem Amazon Marketplace – 2017 zwischen 53% und 64% erreicht haben. Auch andere Handelsriesen wie Metro, Zalando oder Otto investieren weiter in die Expansion ihrer Webshops und ihrer internationalen Distribution.

Während dessen ringen die rund 300.000 mittelständischen Handelsfirmen in Deutschland im Wettbewerb um jeden Kunden. Nach Einschätzung des Handelsverbandes HDE müssen sich in den nächsten Jahren mindestens 50.000 Händler um ihre Existenz sorgen. Denn nicht nur bei den Selbstkosten des Verkaufs – stationär wie online – haben sie schlechtere Karten als ihre Großkonkurrenten, sondern auch im Einkauf, in der Logistik und in der IT-Infrastruktur.


Beispiel Fashionlogistik: Transformation zu European Distribution Centers

Für LogistikPlan zeichnet sich derzeit der Handel als wichtigster Wachstumsmarkt ab – mit den Sparten Fashion, Sport, Elektronik und Technik. Die Dresdner Logistikexperten sind für namhafte Handelskonzerne ebenso wie mittelständische Filialketten, Hersteller und B2B-Händler tätig, darunter unlängst in Projekten für Carhartt, Bauerfeind, KOMSA und Bike24 sowie zusammen mit der ITG für Peek & Cloppenburg und PUMA. LogistikPlan-Chef Stefan Gärtner: „In unserem Geschäftsbereich ‚Handel und Logistik‘ ist das Auftragsvolumen der letzten zwei Jahre stark gewachsen. Planungen zur Standortzentralisierung und Bestandserweiterung sind aktuell ebenso nachgefragt wie die Automatisierung von großflächigen Lagerobjekten, die zuvor völlig manuell betrieben wurden.“

In der Textilbranche, die besonders schnelllebig und online-affin ist, wird der Wandel in der Handelslogistik besonders deutlich. Vor allem für international agierende Kunden bündelt LogistikPlan die Lager- und Versandlogistik nun zunehmend in European Distribution Centers (EDC). Während bisherige Logistikkonzepte oft durch Außenläger, Auslands-Hubs und partielles Outsourcing erschwert wurden, setzen die Fashion-Firmen nun auf:

-konsolidierte Warenbestände für Whole-Sales-, Retail- und Online-Segmente
-integrierte Qualitäts- und Retourenkonzepte
-automatisierte Lager-, Verpackungs- und Sortiertechnik
-vereinheitlichte Prozesse mit integrierter IT-Systemumgebung
-bedarfsorientierte Filialbelieferung (Click and Collect, Pull statt Push).

Neben der Senkung von Lager-, Versand- und Retourenkosten erfüllt das EDC der Zukunft zahlreiche weitere Multichannel-Anforderungen an die kundenindividuelle Bedarfserfüllung – von der Bestandstransparenz in Echtzeit über Value Added Services bis zur Expressabfertigung und Last-Mile-Auslieferung.

„Aus unserer Sicht als Logistikberater ist es dabei nicht unerheblich“, so Stefan Gärtner, „ob das Handelshaus seine Logistik selbst betreibt, wie beispielsweise New Yorker in Braunschweig, oder einem Kontraktlogistiker anvertraut, wie etwa CBR Fashion aus Celle mit der ITG in München“. Im Zeitalter von Personalmangel, Mindestlohn und Automatisierung gehe es kaum noch um Kostenvorteile, sondern viel mehr um Qualität und Flexibilität. Logistikdienstleister seien hier mit ihrer Kundenbreite und Vernetzung eher im strategischen Vorteil. „Sobald wie in diesem Jahr ein kalter Winter auf einen warmen Winter folgt, sinkt plötzlich die benötigte Stellplatzkapazität für Pullover oder Skijacken von 200 auf 50 Prozent – ein guter Grund für vorausschauendes Outsourcing.“


Digitalisierung als Herausforderung: ohne Informatik keine Automatik

Die hohen Zuwachsraten im E-Commerce motivieren Handelskonzerne wie Ebay-Verkäufer, Großhändler wie Produzenten dazu, als Ergänzung zum klassischen Vertriebskanal ihren eigenen Onlineverkauf zu professionalisieren. Zuvorderst wird dazu in Webshop, Lagergebäude und Lagertechnik investiert. Doch das ist, so die Erfahrung von LogistikPlan-Planungsingenieur Felix Kühne, nur die halbe Miete:

Der Schritt ins Internet stellt nicht nur die Logistik, sondern auch die Unternehmens-IT vor neue Aufgaben und Risiken. „Heutige Endkunden“, so der auf Handelslager spezialisierte Ingenieur, „erwarten jederzeitige Sichtbarkeit des Lagerbestands, pünktliche Lieferung am Folgetag auch bei später Bestellung und unkomplizierte Retourenabwicklung ohne Schriftkram.“ Werde die IT-Komplexität unterschätzt, entstehe in größeren Projekten nicht selten ein Inbetriebnahme-Verzug von mehreren Quartalen. Bevor ein neues Logistikzentrum errichtet und automatisiert wird, sollte deshalb eine vorausschauende Logistik- und IT-Strategie entwickelt werden. „Hersteller, Händler und Logistikdienstleister müssen ihr Logistikkonzept beim Einstieg in den E-Commerce strategisch neu positionieren und professionalisieren – trotz aller Dynamik. Genau hier beginnt der Beratungsansatz von LogistikPlan.“


Lagerautomatisierung im Vormarsch: 5 pfiffige Konzepte

Die Prüfung von Automatisierungsansätzen rückt immer öfter in den Fokus der Handels- und Logistikdienstleister. Mit klassischen und neuartigen Automatisierungskonzepten realisiert LogistikPlan spannende Perspektiven für die „Intralogistik 4.0“. Die großen, zentral gesteuerten Lagersysteme werden zunehmend durch kompakte, autonome Geräte ergänzt, zum Beispiel:

-das AutoStore von AM Automation, das als kompaktes Behälterlager die Kommissionierung durch Roboter automatisch im Hintergrund erledigt;
-die Taschensorter-Technologie von Dürkopp, die als Hängesystem das dynamische Puffern, Sortieren und Transportieren gleichzeitig von mehreren hunderttausend RFID-codierten Transporttaschen ermöglicht;
-das FTS Weasel von Schäfer, das für die Förderung von Behältern, Kartons oder Kleinteilen mit klassischer Fördertechnik kombiniert werden kann;
-der Lager-Roboter Toru von Magazino, der beim automatischen Picken in konventionellen Fachbodenanlagen rund um die Uhr mithilft;
-der innovative Handschuhscanner ProGlove, mit dem der Kommissionierer im klassischen Fachbodenlager problemlos Strichcodes und 2D-Codes scannen kann, während er beide Hände frei behält.


Keine Zukunftsmusik: integrierte Lagerlogistik im Praxisbeispiel

Als gelungenes Beispiel für die Integration von klassischer und online-getriebener Logistik beschreibt LogistikPlan die KOMSA Kommunikation Sachsen AG. Um das schnelle Zusammenspiel von Liefer-, Repair- und Versandlogistik zu sichern, ist das erst kürzlich bei Chemnitz eröffnete Logistikzentrum eng verzahnt mit dem benachbarten Haus der Dienstleistungen. Förderstrecken und Routenzüge gewährleisten eine hochvolumige Auftragsabwicklung. Auf das Ergebnis ist auch LogistikPlan als Generalplaner stolz: Zwischen Wareneingang und Nachschublager, zwischen Automatiklager und manueller Schnelldreher-Kommissionierung, zwischen Verpackungsplätzen und Versandzone herrschen nun kürzeste Durchlaufzeiten bis in die späten Abendstunden.

Mit dem pünktlich zum 25-jährigen Firmenjubiläum eröffneten 30-Mio-Investment hat die KOMSA AG nicht nur ihre Logistikkapazitäten für weiteres Wachstum ausgebaut, sondern auch ihre hohe IT-Kompetenz unter Beweis gestellt. Dank einer durchgängigen Integration von ERP, Middleware, Lagerverwaltung und Lagerautomation wird heute jeder Artikel, sobald er das Lager erreicht hat, incl. Geometriedaten, Seriennummer und Lagerfach vom IT-System geführt. Nicht umsonst gilt KOMSA mit heute gut 1.800 Mitarbeitern und über 1 Mrd. Euro Umsatz als einer der führenden Distributoren für Produkte und Lösungen in der digitalen Welt.


Ergänzende Informationen:

LogiMAT 2018: LogistikPlan präsentiert moderne Handelslager-Konzepte

Vom 13. bis zum 15. März 2018 wird Stuttgart wieder zum Zentrum der Logistik-Branche: Auf der LogiMAT 2018, der weltweit führendenden Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement, treffen internationale Aussteller auf Entscheider aus Industrie und Handel.

Getreu dem Messe-Motto „Intralogistik aus erster Hand: Digital – Vernetzt – Innovativ“ präsentiert sich die LogistikPlan GmbH in Stuttgart mit dem Schwerpunkt-Thema „Moderne Konzepte für die Handelslogistik“.


Vom Logistikzentrum zum Produktivitätszentrum: Logistik vor und nach dem Klick

Der Schlüssel für moderne Online-Händler fängt schon im Logistikzentrum an, wie LogistikPlan-Chef Stefan Gärtner erläutert: „Versandlager sind mehr als Lieferpunkte oder Verteilflächen für Waren. Auf Basis von fundierten Prozessanalysen, Wachstums- und Effizienzkonzepten helfen wir unseren Kunden, die Lagerlogistik so optimieren, dass das Logistikzentrum zum Produktivitätszentrum des Unternehmens wird.“

Welche Wege zur Optimierung von Handelslägern erfolgversprechend sind, präsentiert LogistikPlan im Fachvortrag „Automatisierung in der Lagerlogistik – Moderne Konzepte für Handel und E-Commerce“ im Rahmen des Forum Innovation auf der LogiMAT (Dienstag, 13.03.2018, 13:00 Uhr, Forum T, Halle 6).


Eintritts- und Seminar-Gutscheine für Voranmelder

Die LogistikPlan GmbH präsentiert sich auf der LogiMAT 2018 in einem Gemeinschaftsstand mit der Dresden Informatik GmbH (www.dresden-informatik.de) auf Stand D06 in Halle 8. Eine Voranmeldung lohnt sich für Messebesucher gleich mehrfach: Jeder Interessent, der vorab einen Gesprächstermin mit LogistikPlan vereinbart, kann vor Ort mit Logistikexperten persönlich ins Gespräch kommen, erhält einen Eintrittsgutschein für die LogiMat 2018 sowie einen Gutschein für ein LogistikPlan-Seminar im Wert von 100,00 €. Die Terminvereinbarung funktioniert über www.logistikplan.de, per E-Mail an E-Mail oder einfach per Telefon 0351-87742-30.

Stefan Gärtner, Geschäftsführer LogistikPlan GmbH

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