(openPR) Die Initiative OpenSCHUFA möchte gemeinsam mit
Verbrauchern den Scoring-Algorithmus der SCHUFA knacken und so ein streng
gehütetes Geschäftsgeheimnis lüften. Wie stehen die zweitgrößte Auskunftei
Deutschlands und ein FinTech dazu, das sich mit digitalen Bonitätsprüfungen
beschäftigt? Creditreform Boniversum und bonify beziehen Stellung.
“Kreditscoring legt das Fundament für ein funktionierendes Wirtschaftssystem in
Deutschland, trägt zum Wirtschaftswachstum bei und reduziert Risiken für Verbraucher
sowie Unternehmen. Die Bonitätsprüfung dient nicht nur Banken, Versicherungen, OnlineShops
etc. zur Risikobewertung, sondern schützt Verbraucher gleichzeitig vor
Überschuldung”, so Ralf Zirbes, CEO der Auskunftei Creditreform Boniversum.
Was in der Praxis verloren geht, ist die Verbraucherfreundlichkeit in der Umsetzung. Ein
Großteil der Verbraucher kennt ihre Bonität und ihren Bonitätsscore und vor allem deren
Auswirkungen im täglichen Geschäftsleben, wie zum Beispiel beim Kauf auf Rechnung,
nicht.
Mit der Initiative OpenSCHUFA, die Verbraucher auffordert, SCHUFA Auskünfte
einzuschicken und zur Auswertung zur Verfügung zu stellen, erlangt das Thema Scoring
momentan große Aufmerksamkeit. Ziel der Initiative ist es, in Kooperation mit
Datenexperten den Algorithmus des SCHUFA Scores zu knacken und offenzulegen, welche
Daten in welcher Gewichtung in die Berechnung einfließen.
In Kooperation mit Creditreform Boniversum widmet sich die Bonitätsplattform bonify
schon seit Juni 2015 der Demokratisierung von Bonitätsinformationen. Verbraucher
erhalten bei bonify kostenlosen Online-Zugang zu ihren Bonitätsinformationen, können
Falscheinträge sofort einmelden bzw. korrigieren lassen und bekommen weiterführend
Hinweise, wie die eigene Bonität positiv beeinflusst werden kann. Von der hohen
Transparenz und Richtigkeit der Daten kann jeder Verbraucher profitieren.
„Uns ist der Bedarf der Verbraucher nach mehr Transparenz in Bezug auf
Bonitätsinformationen und den digitalen Zugang zu den eigenen Daten schon lange
bewusst. Daher begrüßen wir die öffentliche Thematisierung und das Bedürfnis nach
Transparenz. Wir wollen und müssen auf Risiken hinweisen, die bestehen, wenn
Bonitätsdaten in falsche Hände gelangen.” , so Dr. Gamal Moukabary, CEO von bonify.
Somit positionieren sich Boniversum und bonify positiv gegenüber Transparenz und
arbeiten bereits selbst seit Jahren gemeinsam an der Demokratisierung von
Bonitätsinformationen. Die Thematisierung muss noch einen Schritt weitergehen. Welchen
Vorteil hätten die Verbraucher, wenn der Algorithmus bekannt wäre? Was können
Verbraucher in der Praxis damit anfangen?
Wichtiger als die Bekanntgabe einer Formel ist das generelle Bewusstsein und eine offene
Kommunikation zum Thema Bonität. Die Einflussfaktoren für das Scoringverfahren sind
lange bekannt, ausschließlich die Berechnungsformel unterliegt dem Geschäftsgeheimnis.
Weiterhin sollte die umfassende finanzielle Situation (z.B. Einkommen, Ausgaben,
Rücklastschriften, Ersparnisse) bei der Bewertung der Kredit- und Zahlungsfähigkeit
einbezogen werden. All das gewährleisten Boniversum und bonify in ihrer
Zusammenarbeit bereits.










