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3. März – Tag der 13 Weltbürger

26.02.201809:45 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: 3. März – Tag der 13 Weltbürger
Jean Rostand 1894 - 1977
Jean Rostand 1894 - 1977

(openPR) Am 3. März jeden Jahres erinnern die Mondialisten an die 13 Persönlichkeiten von internationalem Renommee, welche 1966 mit ihrem „Aufruf an die Weltbevölkerung“ der Weltbürger-Bewegung zu neuem Schwung verhalfen.

Die Anfänge der Weltbürger-Bewegung gehen bis in die 20er Jahre zurück, als in den USA und Großbritannien verschiedene Organisationen den Völkerbund unterstützten und für die Schaffung eines föderalen Weltstaates eintraten. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Anfangszeit der Vereinten Nationen, wurde das Thema Weltregierung verstärkt debattiert und gewann an öffentlichem Interesse. In Folge der Aufsehen erregenden Aktionen von Garry Davis, eines ehemaligen US-Airforce-Piloten, und seinen französischen Mitstreitern, kam es 1949 zur Gründung des Weltbürger-Registers in Paris. Es war die Hochzeit der Weltbürger-Bewegung. Innerhalb von zwei Jahren ließen sich 750.000 Menschen aus mehr als 150 Ländern als Weltbürger registrieren.



Zusätzlich riefen französische Weltbürger eine Kampagne ins Leben, welche sie „Mondialisation“ nannten, was soviel wie Globalisierung heißt. Die heute eher negative Besetzung des Begriffs kannte man damals noch nicht. Es ging darum, dass sich Dörfer, Städte und Kreise symbolisch zu Weltterritorien erklärten. Das gemeinsame Bekenntnis lautete: „Ohne uns im geringsten von unserer Bindung, unseren Pflichten und Rechten gegenüber unserer Region und Nation loszusagen, soweit diese mit einer Weltordnung vereinbar sind, erklären wir uns symbolisch zu einem mit der Weltgemeinschaft verbundenen Territorium der Welt.“ In Frankreich gab es über 500 Mitgliedsgemeinden, in Deutschland lediglich vier: Bad Kissingen, Königswinter, Oberwinter und Bad Wimpfen.

Das Strohfeuer der Begeisterung war schnell erloschen. Der Kalte Krieg und die mit dem Koreakrieg begonnene Folge von Stellvertreterkriegen zwischen Ost und West ernüchterten die Menschen. In Deutschland wurde die Bewegung bedeutungslos. Das ging ihr in vielen Ländern so und im Ostblock war sie sowieso als kapitalistische Propaganda verpönt, wenn nicht sogar verboten. Aber das „Registre des Citoyens du Monde“ blieb weiterhin aktiv. Der Schock über die Kubakrise saß noch tief, als am 3. März 1966, auf Initiative des französischen Biologen, Philosophen und Schriftstellers Jean Rostand, 13 Weltbürger von Weltruf die Menschen dazu aufriefen, sich als Weltbürger einzuschreiben.

Text des Aufrufs und Liste der Unterzeichner: http://recim.org/cdm/cit13-ge.htm

Das gab der Bewegung wieder etwas Aufschwung, der sich allerdings im Vergleich zur Nachkriegszeit bescheidener auswirkte. In der öffentlichen Debatte dominierte der Ost-West-Gegensatz. Zudem floss die Energie engagierter Bürger und Politiker in den europäischen Einigungsprozess, der natürlich realistischer erschien als die globale Vision. Heute, ein halbes Jahrhundert später, ist die europäische Einheit noch unvollendet und bekommt bereits Risse. Dies hängt nicht zuletzt mit den sich mehr und mehr auftürmenden globalen Problemen zusammen. Nationalstaaten, selbst die mächtigsten, zeigen sich zunehmend unfähig, mit diesen Problemen richtig umzugehen. Die UNO ist unter den gegebenen Umständen zu schwach, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

Es sind wieder globale Visionen gefragt. Sie werden dringender denn je. Provinzielle Kurzsichtigkeit, Nationalismus und regionaler Separatismus stehen einer hoffnungsvollen Zukunft im Weg und müssen überwunden werden. Es steht nicht weniger als die Lebenstauglichkeit unseres Planeten und damit das Überleben der Menschheit auf dem Spiel. Deshalb gilt nach wie vor der „Aufruf der 13“ an alle Menschen, die eine bessere Welt wollen, sich als Weltbürgerinnen und Weltbürger zu bekennen, registrieren zu lassen und aktiv zu werden.
Nähere Informationen bei der deutschen Vertretung des Weltbürger-Registers:
https://weltbuerger-register.jimdo.com/

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