(openPR) Heute erhielten 26 der insgesamt 29 teilnehmenden Erzieher_innen aus staatlichen Grundschulen das Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme an einem zweijährigen, berufsbegleitenden Weiterbildungskurs zur eigenständigen Planung und Durchführung systembezogener Fördermaßnahmen im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts. Mit dem Kurs unterstützt das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) den Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, entsprechend ausgelegt waren die inhaltlichen Schwerpunkte des Kurses. Die Bandbreite reichte vom Grundlagenwissen zu den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten über besondere Kommunikationserfordernisse bis hin zu Veränderungen im beruflichen Selbstverständnis der täglichen Erziehungsarbeit in den Grundschulen unter der Prämisse inklusiven Lernens. Weiterer Bestandteil der Qualifizierung war der Nachweis eines Praxisanteils.
Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Lehrgang ist zudem eine Voraussetzung für die Erhöhung des Beschäftigungsumfangs der Erzieher_innen, der dann auch im Gemeinsamen Unterricht geleistet werden muss. Der nächste Weiterbildungslehrgang dieses Zuschnitts ist bereits genehmigt.
ThILLM Direktor, Dr. Andreas Jantowski, betonte im Zusammenhang mit der Zertifaktsübergabe, dass das Institut seit dem Schuljahr 2003/04, indem die ersten Schüler_innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Lernen und in der geistigen Entwicklung in die staatlichen Grundschulen eingeschult wurden, auch mit einer Ausweitung der Fortbildung auf die damit verbundenen Bedarfe der Schulen reagiert hat. Immer noch ist die Planung, Gestaltung und Reflexion lernzieldifferenzierten Unterrichts ein Schwerpunktthema der Fortbildung in allen Schularten.
Derzeit laufen bedarfsorientiert weitere sechs Basiskurse zur Inklusion für alle Schularten zu verschiedenen Schwerpunkten. Zudem startet am 31. Januar 2018 ein Qualifizierungslehrgang pädagogische Diagnostik.










