(openPR) Im nordhessischen Neu-Eichenberg befindet sich die Firmenzentrale von The Pauly Group. Das Unternehmen begann in den 80er Jahren als Start-up des Lehrstuhls fur ökologischen Landbau der Universität Kassel / Witzenhausen und ist heute Weltmarktfuhrer fur
Klärschlammvererdungsanlagen. Dabei vertrauen Inhaber Udo Pauly (59) und sein Team von jeher auf die Selbstregulation von Ökosystemen und machen sie durch den Einsatz sanfter Technologien steuerbar.
Laut Statistischem Bundesamt fließen rund 10 Mrd. Liter Abwasser jährlich durch Deutschland, fast die Hälfte davon aus privaten Haushalten. Klospulung, Waschmaschine, Geschirrspuler – es kommt einiges zusammen. Bevor dieser Mix aus Wasser, Schwebeteilchen, Phosphaten und weiteren Nährstoffen zuruck inunsere Flusse und Seen fließt, gelangt er uber 576.000 Kilometer Kanalisation zur Reinigung in eine von uber 9.600 kommunalen Kläranlagen. Bei dieser Reinigung entsteht Klärschlamm, der größtenteils landwirtschaftlich oder in der Verbrennung
verwertet werden muss. Das ist teuer. Um diese Kosten zu senken, hat The Pauly Group das ökotechnische Verfahren der Klärschlammvererdung entwickelt, welches
der Kläranlage nachgeschaltet ist. Mittlerweile gibt es uber 83 solcher Klärschlammvererdungsanlagen. (www.the-pauly-group.de).
Seit Anfang der 90er Jahre konzipiert, plant und realisiert The Pauly Group diese ökologisch nachhaltigen Anlagen, in denen der Klärschlamm durch Wasserentzug
und Massenabbau stark reduziert wird. Und zwar mit Hilfe von Schilfpflanzen, Sonne und Schwerkraft. Die Klärschlammvererdungsanlagen sind auf den ersten Blick
nichts weiter als mehrere nebeneinanderliegende, bis zu 1 Hektar große Felder, in denen Schilfpflanzen mit Hilfe ihrer Wurzeln und Rhizome einerseits den eingelagerten Klärschlamm auf naturliche Weise entwässern und andererseits Mikroorganismen Lebensraum bieten, die auf ganz naturlichem Weg die organischen Stoffe abbauen. Hinter diesem simpel klingenden Prinzip stecken mehr als 35 Jahre Forschung und Entwicklung von Udo Pauly (59) und seinem 87-köpfigen Team, in
dem u.a. Gartenbauingenieure, Landwirte, Chemiker, Umwelttechniker, Geographen, Biologen und Wirtschaftswissenschaftler in Anlehnung an das Prinzip der Selbstregulation von Ökosystemen technische Zusammenhänge ableiten, um naturliche Prozesse in einer Klärschlammvererdungsanlage steuerbar zu machen.
Mittlerweile setzen bundesweit uber 83 Städte und Kommunen auf das Prinzip der Vererdung als wirtschaftliche Alternative zur technischen Klärschlammentwässerung. Neben dem Abbau organischer Substanz durch Mikroorganismen im Schlammkörper und der auf naturliche Weise bestehenden Entwässerung uber ein Drainagesystem in den Schilfbeeten, verdunsten die Blätter der Schilfpflanzen auch uberdurchschnittlich viel Wasser. Auf diese Weise reduziert sich das Klärschlammvolumen um bis zu 95 Prozent. „Unsere Klärschlammvererdungsanlagen sind konventionell arbeitenden Entwässerungsmaschinen in Effektivität und Kosteneffizienz weit uberlegen“, erläutert Udo Pauly. Dass der Schlamm mit Hilfe der Schilfpflanzen zusätzlich
hygienisiert wird und schädliche organische Stoffe abgebaut werden, ist einer von vielen weiteren Vorteilen dieses ökologischen Verfahrens der Pauly Group.
Gegrundet wurde die Unternehmensgruppe, die neben den Klärschlammvererdungsanlagen noch weitere auf ökologische Produkte und Dienstleistungen spezialisierte
Geschäftsbereiche betreibt, 1981 als Start-up des im selben Jahr gegrundeten Lehrstuhls fur Öko-Landbau der Universität Kassel in Witzenhausen. Bis heute besteht ein enger Austausch mit der Universität – fachlich, aber auch in Sachen Rekrutierung von Mitarbeitern.
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