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Digitalisierung der Pharmalogistik

18.12.201716:48 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Forschungsprojekt der Frankfurt UAS sorgt für mehr Transparenz und Sicherheit in der Pharma Supply Chain

Prof. Dr. Yvonne Ziegler, Professorin für Luftverkehrsmanagement an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), startet mit Unternehmen aus der Pharmaindustrie ein Forschungsprojekt zum Pharma Supply Chain Risiko-Management. Ziel ist es, ein IT-Tool zu entwickeln, das Pharmaherstellern helfen soll, die Pharma Supply Chain risikobasiert zu managen. Die Gesamtausgaben werden mit rund einer Millionen Euro beziffert, die zur Hälfte von den Projektpartnern getragen werden. Das Land Hessen unterstützt das praxisbezogene Forschungsprojekt „Pharma Supply Chain Risk Management in der Luftfracht“ (Projektnummer 555/17-37) im Rahmen der LOEWE 3-Förderrichtlinie mit einem Fördervolumen von knapp 500.000 Euro.



Die deutsche Pharmaindustrie ist mit einem Gesamtumsatz von 39,5 Mrd. Euro im Jahr 2016 einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Mit ihren Produkten trägt sie entscheidend dazu bei, Lebensqualität und -erwartung der Menschen zu erhöhen. Die zunehmende Globalisierung von Produktion und Vertrieb und die sich stets verändernden Rahmenbedingungen stellen jedoch alle Beteiligten der Pharma Supply Chain – der Lieferkette von der Produktion bis zum Endkunden – vor große Herausforderungen.

Die Rechtslage hat sich hier in den letzten Jahren verschärft: Die Verantwortung für die Qualität der Produkte in der Supply Chain wurde durch die Good Distribution Practice (GDP)-Richtlinien der Europäischen Kommission allen an der Prozesskette involvierten Parteien bewusst gemacht. Die Richtlinien fordern ein entsprechendes Qualitätsrisikomanagement von den Pharmaunternehmen ein, mit dem Ziel, mehr Sicherheit und Transparenz entlang der Supply Chain zu erreichen. Sie legen fest, dass die Planung der Transporte für Pharmaprodukte mit dem Bewusstsein für mögliche Risiken vorgenommen werden muss, um diese möglichst zu vermeiden. Als Konsequenz steigt bei Produzierenden, Großhändlern und Logistikdienstleistenden der Wunsch, auf ein zu entwickelndes, intelligentes IT-System zurückgreifen zu können, das unter dem Aspekt erhöhter Sicherheit die Transportkette umfassend visualisiert.

Erstmalig werden daher unter Leitung der Frankfurt UAS die Pharmaunternehmen mit den an der Logistikkette beteiligten Partnerunternehmen kooperierend an einem Tisch sitzen, um ab sofort an einer gemeinsamen Lösung für ein Qualitätsrisikomanagement zu arbeiten. Ihr Projektziel ist die Entwicklung eines webbasierten Risikomanagement-IT-Tools, das den Unternehmen entlang der Pharma Supply Chain bei der Netzwerkgestaltung (strategische Ebene) und im Monitoring von Einzelsendungen (taktische Ebene) hilft. Das Tool wird von der hessischen cynatics Consulting GmbH in Kooperation mit der Frankfurt UAS, der Hochschule RheinMain und der Hochschule Fulda, mit der Bayer AG, der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, der Frigo-Trans GmbH und der GEFCO Forwarding Germany GmbH entwickelt und anschließend zur Marktreife geführt.

„Wir werden die Supply Chain mit ihrem komplexen Netz aus unternehmensinternen und externen Schnittstellen zwischen Herstellern, Lieferanten und Kunden gemeinsam mit unseren Projektpartnern im Rahmen eines ganzheitlichen Supply Chain Risk Managements identifizieren, digitalisieren und dabei Risiken minimieren. Ähnliche Risikomodelle gibt es bisher nur im Finanzsektor. Im Pharmabereich betreten wir hier Neuland“, so Ziegler. „Aktuell existiert kein vergleichbares IT-Tool in der Pharma- bzw. Logistikbranche.“ Mit der entstehenden digitalen Lösung wird der Weg des temperaturgeführten Pharmaproduktes von der Produktion bis zum Kunden nachvollziehbar und langfristig vorausblickend unter den Aspekten Sicherheit, Wachstum und Umsatzsteigerung planbar.

„Das fördert die Sicherheit der pharmazeutischen Produkte und schützt damit den Endverbraucher“, so Ziegler. Das IT-Tool bildet hierfür alle Supply Chain-Rollen und -Instanzen ab. Schlussfolgerungen zu den Risiken in der Supply Chain, etwa bei einem Streik in einem Luftverkehrsunternehmen, bei dem die Fehlerwahrscheinlichkeit für alle weltweiten Stationen dieses Unternehmens steigt, können so gezogen werden. Das Marktpotenzial umfasst alle in Europa an der pharmazeutischen Distribution beteiligten Unternehmen. „Langfristig soll ein Risikomanagement für alle Transportmittel ermöglicht werden, da sich das Tool auch um andere Verkehrsträger erweitern lassen könnte (z.B. See-, Schienen- und Straßentransport). „Im Zeitalter der Digitalisierung und von ,Industrie 4.0‘ wird so die Supply Chain sowohl in Hinsicht auf Sicherheit als auch Ökonomie optimiert“, betont Ziegler.

Der im Laufe des Projekts entwickelte Prototyp des IT-Tools soll aIs IT-Dienstleistung in ein eigenständiges neues Unternehmen am Standort Hessen überführt werden.

Informationen zu den Forschungsprojekten am Fachbereich Wirtschaft und Recht unter www.frankfurt-university.de/?359

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