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Riechend die Stadt erkunden

07.12.201714:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Riechend die Stadt erkunden
HNEE-Studierende diskutieren im Rahmen der Blockwoche sie mögliche Standorte, wo die Sensoren angebracht werden könnten. (© HNEE 2017)
HNEE-Studierende diskutieren im Rahmen der Blockwoche sie mögliche Standorte, wo die Sensoren angebracht werden könnten. (© HNEE 2017)

(openPR) Wirtschaftsstudierende der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) entdecken die brandenburgische Stadt auf neuen Wegen. Zugleich ergründen sie Möglichkeiten, wie man das Thema Umweltmanagement in der Innenstadt für alle Bürger*innen sichtbar machen kann.



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Es riecht nach frischem Brot, nach Lavendel, nach alten Gemäuern, nach Abgasen – die Geruchskulisse in Eberswalde ist so vielseitig wie in anderen Städten auch, doch sichtbar, ist das bislang für Bürger*innen und Tourist*innen noch nicht. Das soll sich nun ändern, finden Studierende der HNEE, die am Fachbereich Nach-haltige Wirtschaft das Modul Umweltmanagement1 belegen und das hochschuleigene Umweltmanagement aus eigenem Erleben kennen. „Mit einer interaktiven Karte wollen wir auf spielerische Art und Weise zum 'Nachriechen' anregen“, erklärt der Studierende Philip Gleibs. Im Selbstversuch hat das die Gruppe bereits ausprobiert und die Daten in einer digitalen Karte eingepflegt. „Mehr Geruchsquellen können es aber gern noch werden“, lädt sein Kommilitone Pascal Herfort Bürger*innen von Eberswalde zum Mitmachen ein. Das Projekt namens „Smells like…“ (Englisch: Riecht nach…“) ist ein Teil des Moduls, dessen Ziel es ist, das Thema Umweltmanagement auf lokaler Ebene erlebbar zu machen. „Denkbar ist, dass auf diesem Wege Geruchspfade in Eberswalde entstehen und langfristig die interaktive Karte für den lokalen Tourismus interessant sein könnten“, sagt HNEE-Lehrbeauftragter Dr. Thoralf Buller, der das Modul betreut.

Ein Nebeneffekt der Recherche zu „Smells like…“ führte zugleich zu einem weiteren Praxisversuch, an dem die Studierenden im Rahmen der momentan stattfindenden Blockwoche arbeiten. „Besonders nahe dem Stadtcampus stellten wir fest, dass der Geruch von Abgasen sehr deutlich wahrnehmbar ist“, berichtet Jan Hingst, der ebenfalls zur studentischen Gruppe gehört. So entstand die Idee, eine Feinstaubmessung anzuregen, die auch für lokal ansässige Unternehmen interessant werden könnte. „Emissionen zu messen, ist kein Hexenwerk. Im Selbstversuch wollen wir das auf dem Stadtcampus mit Geräten, die wir selbst zusammenbauen, testen. Langfristig könnte so ein Modellaufbau auch von Firmen in Eberswalde genutzt werden, um Daten in ihrem Umfeld zu erheben“, erklärt Thoralf Buller. Er sieht in den praxisnahen Beispielen den Auftakt zu echter, ernsthafter Forschung, wobei die Studierenden den Moment des Wunderns erleben, empirisch arbeiten und Lust dazu entwickeln können. „Ein pragmatischer Ansatz ist immer der richtige, erst recht wie dieser mit relativ geringem Aufwand. Und wichtig zur Sensibilisierung für das Thema Umwelt. Wir wollen einen Output bringen, der der Gesellschaft und ihrer Weiterentwicklung nutzt“, fügt der Lehrbeauftragte hinzu. Für ihn und die Gruppe sei klar, dass Umweltmanagement ein wesentlicher Unterstützungsprozess der verantwortlichen Organisationen ist. Wenn es zudem noch gelänge, Verantwortung im Schulterschluss mit Bürger*innen zu leben, werde die Akzeptanz hierfür viel größer ausfallen, ist sich Thoralf Buller sicher.

Quelle: idw

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