openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Europäischer Forschungspreis für Informatiker Christian Theobalt: 4-D-Rekonstruktion echter Szenen

06.12.201713:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Christian Theobalt (UdS/ODietze)
Christian Theobalt (UdS/ODietze)

(openPR) Um reale Szenen in virtuelle dreidimensionale Welten zu übertragen, wird heute hoher Aufwand betrieben. Der Saarbrücker Informatik-Professor Christian Theobalt will dies vereinfachen und stark beschleunigen. Mit Hilfe von nur einer Kamera sollen sich Computer künftig selbstständig Rechenverfahren erarbeiten und diese optimieren, um damit Szenen realitätsgetreu räumlich und zeitlich zu erfassen. Dafür erhielt Theobalt jetzt den mit zwei Mio Euro dotierten „ERC Consolidator Grant“ des EU-Forschungsrates. Von seiner Forschung werden nicht nur autonome Systeme und Roboter sowie Anwendungen der virtuellen und erweiterten Realität profitieren, sondern auch Medizin und Ingenieurwissenschaften.



---
Als amerikanische Forscher ein 3D-Druck-Porträt des früheren US-Präsidenten Barack Obama anfertigen wollten, mussten sie eine Vorrichtung bauen, die aus 50 LED-Lichtern und 14 Spezial-Kameras bestand. Zusätzlich montierten sie zehn verschiedene Blitzlichter und entwickelten für die Produktion Lichtscanner, um das Gesicht Obamas in ein digitales Ebenbild zu überführen. Christian Theobalt, Leiter Forschungsgruppe Graphics, Vision & Video am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken und Informatik-Professor an der Universität des Saarlandes, will das in Zukunft mit nur einer Kamera schaffen. „Niemand will für solche 3D-Anwendungen ein Multi-Kamera-System mit sich herumtragen, das ist illusorisch“, erklärt er. In der Forschung habe man in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. „Jedoch bezogen sich diese vor allem auf sehr spezifische Anwendungen, etwa um Gesichtsausdrücke oder Handbewegungen zu erfassen. Dabei wurden auch meist optimale Bedingungen und spezielle Kamerasysteme vorausgesetzt“, führt Theobalt weiter aus.

Um komplexe Szenen mit viel Bewegung aus der realen Welt dreidimensional zu erfassen und auch die zeitliche Komponente als so genannte vierte Dimension hinzuzufügen, reichten die aktuellen Verfahren nicht aus. „Am Beispiel von Alltagsszenen lässt sich das gut beschreiben: In vielen realen Umgebungen bewegen sich Menschen auf komplexe Art und Weise, verdecken sich, interagieren in oft feinster Weise mit vielen Objekten in der Szene. Ähnlich im Straßenverkehr: Auf einer Straßenkreuzung passieren im Sekundentakt Fahrzeuge die Fahrbahn, sie verdecken sich gegenseitig und biegen unvermittelt in verschiedene Richtungen ab. Autonome Roboter, die mit Menschen effizient und sicher kooperieren sollen, sowie autonome Fahrzeuge müssen mit solchen Situation umgehen und sie im Detail rekonstruieren können. 4D Rekonstruktion ist also die Grundlage für deren Wahrnehmungsfähigkeiten, das Problem ist aber sehr komplex“, erläutert Theobalt. Um dies dennoch zu ermöglichen, will der Saarbrücker Informatiker zwei Spezialfelder auf methodisch neue Art und Weise miteinander verbinden. Das sind zum einen so genannte modellbasierte Methoden, die in der Vergangenheit bei spezifischen Szenen, beispielsweise beim Erfassen von Gesichtern, zum Einsatz kamen. Zum anderen setzt Theobalt auf das maschinelle Lernen und dabei insbesondere auf das so genannte Deep Learning. Das auf neuronalen Netzen beruhende Lernverfahren sorgt schon seit einiger Zeit in der Wissenschaft für Furore. Allerdings müssen diese neuronalen Netze auch trainiert werden und dazu in der Trainingsphase überwacht werden. „Das setzt wiederum eine Menge von Trainingsdaten voraus, für welche die korrekte Lösung, also die korrekte 4D Rekonstruktion bekannt ist. Bei komplexen Alltagsszenen ist das jedoch nicht machbar“, so Theobalt.

Daher will er mit seiner Gruppe die Grundlagen erarbeiten, damit in Zukunft Computer selbstständig aus vielen Bilddaten das Modell wählen, auf dem das digitale Abbild in punkto Geometrie, Bewegung sowie Material- und Beleuchtungseigenschaften der sichtbaren Oberfläche beruht. Sie sollen dann auch die Methode bestimmen, mit der sie die Szene rekonstruieren, und diese stets auf Grundlage neuer gefilmten Daten automatisch verbessern. Auf diese Weise müsste man künftig Roboter nicht mehr programmieren, sondern man könnte ihnen die von ihnen zu bewerkstelligenden Vorgänge einfach vorführen. Sie würden beobachten und dadurch lernen. „Jede Anwendung, die auf der Analyse realer Szenen beruht, wird von unseren Ergebnissen profitieren“, so Theobalt, „also nicht nur autonome Systeme und die erweiterte, virtuelle Realität, sondern auch Anwendungen im Sport, in der Biomechanik, in der Medizin, der Mensch-Maschine-Interaktion und in den Ingenieurwissenschaften."

Christian Theobalt wird damit nach seinem ERC Starting Grant im Jahr 2013 bereits zum zweiten Mal vom Europäischen Forschungsrat, kurz ERC, ausgezeichnet. Mit den Fördermitteln der Europäischen Union in Höhe von zwei Millionen Euro wird der Forscher am Max-Planck-Institut für Informatik Stellen für Doktoranden und promovierte Wissenschaftler schaffen. Das ist das Ziel des Europäischen Forschungsrates, der mit seinen Forschungspreisen herausragende Wissenschaftler allein auf Basis der wissenschaftlichen Exzellenz des Antragstellers und der Vorreiterrolle des Forschungsantrags fördert. Sie werden beim Ausbau ihrer Forschungsgruppen unterstützt und können eigene Forschungsvorhaben vorantreiben.

Hintergrund

Christian Theobalt ist Professor für Informatik und Leiter der Forschungsgruppe “Graphics, Vision & Video” am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken. Er ist auch Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes. Von 2007 bis 2009 war er Gastprofessor an der Stanford University. Er erhielt seinen Master of Science in Artificial Intelligence an der University of Edinburgh, sein Diplom in Informatik an der Universität des Saarlandes und wurde am Max-Planck-Institut für Informatik und der Saar-Uni zum Dr.-Ing. promoviert.

In seiner Forschung beschäftigt er sich mit grundlegenden algorithmischen Fragen im Grenzgebiet der Computer Vision, der Computergrafik, der Mensch-Maschine Interaktion und des Maschinellen Lernens. Insbesondere forscht er an: Algorithmen zur 3D Rekonstruktion statischer und dynamischer Szenen, virtueller und erweiterter Realität, markerlosen Motion Capture Verfahren, Computeranimationsmethoden, Methoden zum inversen Rendering (Schätzung von Material und Beleuchtungseigenschaften), maschinellen Lernverfahren zur Unterstützung der 3D/4D Rekonstruktion, neuen Kameras und Sensoren, Methoden der semantischen Videoverarbeitung und Methoden des bildbasierten Renderings.

Für seine Arbeiten wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft im Jahr 2007, dem Eurographics Young Researcher Award im Jahr 2009, und dem Deutschen Mustererkennungspreis im Jahr 2012. Er erhielt zwei ERC Grants der Europäischen Union, einen ERC Starting Grant im Jahr 2013 und jetzt den ERC Consolidator Grant. Das Magazin Capital wählte ihn im Jahr 2015 unter die „Top 40 Innovation Leaders under 40“ in Deutschland. Theobalt ist auch einer der Gründer der The Captury GmbH in Saarbrücken, einem mehrfach ausgezeichneten Spin-off seiner Arbeitsgruppe, das eine neue Methode zur markerlosen Bewegungsmessung verkauft.

Prof. Dr. Christian Theobalt
Max-Planck-Institut für Informatik
Saarland Informatics Campus
Tel.: +49 681 9325 4028
E-Mail: E-Mail

Weitere Informationen:
- https://erc.europa.eu/news/erc-2017-consolidator-grants-results
- https://people.mpi-inf.mpg.de/~theobalt/
- https://gvv.mpi-inf.mpg.de

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 984135
 411

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Europäischer Forschungspreis für Informatiker Christian Theobalt: 4-D-Rekonstruktion echter Szenen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Max-Planck-Institut für Informatik

Bild: Christian Theobalt mit dem Karl Heinz Beckurts-Preis 2017 ausgezeichnet
Christian Theobalt mit dem Karl Heinz Beckurts-Preis 2017 ausgezeichnet
Einer der renommiertesten Preise Deutschlands für Grundlagenforschung mit hohem Praxisbezug geht an Professor Dr. Christian Theobalt. Der Informatiker erhält den Beckurts-Preis 2017 für seine richtungsweisenden Erkenntnisse und Entwicklungen, um menschliche Bewegungen, Posen, Gesten und Gesichtsausdrücke aus Videos effizient zu erfassen und in 3D-Modelle zu übertragen. Seine Methoden zeichnet aus, dass Markierungen an Kleidung oder Körper nicht mehr nötig sind, um Menschen in realen Umgebungen in Echtzeit zu erfassen, teils sogar mit nur eine…
Bild: Neue Direktorin am Max-Planck-Institut für InformatikBild: Neue Direktorin am Max-Planck-Institut für Informatik
Neue Direktorin am Max-Planck-Institut für Informatik
Die Max-Planck-Gesellschaft hat Professor Anja Feldmann zum wissenschaftlichen Mitglied ernannt. Sie wird als Direktorin an das Max-Planck-Institut für Informatik nach Saarbrücken gehen, wo sie Informatik-Grundlagenforschung zu Internet Architecture betreiben wird. --- Im Januar 2018 wird Anja Feldmann ihren Arbeitsplatz von der TU Berlin an das Max-Planck-Institut für Informatik verlegen. Hier wird sie eine neue Arbeitsgruppe aufbauen, mit der sie ihre Forschung zur Leistungsfähigkeit von Computernetzwerksystemen weiterführen und ausbauen m…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Uniserv fördert junge Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie und stiftet ForschungspreisBild: Uniserv fördert junge Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie und stiftet Forschungspreis
Uniserv fördert junge Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie und stiftet Forschungspreis
… Softwareentwicklung – so begründet Dr. Heiko Papenfuß, Teamleiter SaaS Operations & Development Infrastructure bei Uniserv, die Auswahl des diesjährigen Trägers des Uniserv-Forschungspreises ‚Innovationen der Softwareentwicklung: Tools und Prozesse‘, Grischa Liebel. Bereits zum dritten Mal stiftet der größte spezialisierte Anbieter von Data Quality Solutions …
Bild: Wissenschaftler der HarzOptics GmbH mit IHK-Forschungspreis ausgezeichnet
Wissenschaftler der HarzOptics GmbH mit IHK-Forschungspreis ausgezeichnet
Magdeburg, 23.11.2006: Die Auszeichnung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem IHK-Forschungspreis gehört seit der Einrichtung des Preises im Jahr 2002 zu den Höhepunkten der jährlichen Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Magdeburg. Mit dem Preis werden wissenschaftlich hochwertige und zugleich anwendungsorientierte Arbeiten …
Bild: Legierungen aus dem Laserdrucker
Legierungen aus dem Laserdrucker
… auf diesem Gebiet leistete der Empa-Forscher Christoph Kenel, der heute an der Northwestern University (Chicago) arbeitet. Die Empa verleiht ihm den Forschungspreis des Jahres 2017. --- Titan-Aluminium-Legierungen vereinen mehrere im Leichtbau für Luft und Raumfahrt begehrte Eigenschaften: Sie sind leicht, sehr fest und zugleich oxidationsresistent, …
Bild: ExtremeMakeover-Ein deutsch-polnisches Projekt zum Thema Rechtsextremismus.Publikation und Spende zum Abschied
ExtremeMakeover-Ein deutsch-polnisches Projekt zum Thema Rechtsextremismus.Publikation und Spende zum Abschied
… für das immer wieder aktuelle Thema Rechtsextremismus sensibilisieren und zur aktiven Haltung gegen Diskriminierung und Benachteiligung ermutigen. Das Projekt wurde auf Initiative junger europäischer Freiwilliger (David Ek, Justyna Idzi und Iza Witkowska) in der Auslandsgesellschaft NRW e.V. und mit Unterstützung der Sparkasse Dortmund, der Stiftung …
Beraten statt Programmieren - Fast die Hälfte der deutschen Informatiker will in Consulting-Branche wechseln
Beraten statt Programmieren - Fast die Hälfte der deutschen Informatiker will in Consulting-Branche wechseln
Karrieredienst Experteer zeigt Verdienstmöglichkeiten auf: Beste Chancen für IT-Berater / 20 Prozent Gehaltseinbuße im Osten Deutschlands München, 28. Juli 2008. Fast jeder zweite deutsche Informatiker (46 Prozent) möchte in die IT-Consulting-Branche wechseln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Karrieredienstes Experteer unter den mehr als 5.300 …
Bild: Christian Theobalt mit dem Karl Heinz Beckurts-Preis 2017 ausgezeichnet
Christian Theobalt mit dem Karl Heinz Beckurts-Preis 2017 ausgezeichnet
Einer der renommiertesten Preise Deutschlands für Grundlagenforschung mit hohem Praxisbezug geht an Professor Dr. Christian Theobalt. Der Informatiker erhält den Beckurts-Preis 2017 für seine richtungsweisenden Erkenntnisse und Entwicklungen, um menschliche Bewegungen, Posen, Gesten und Gesichtsausdrücke aus Videos effizient zu erfassen und in 3D-Modelle …
Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung lobt erneut den mit 100.000 Euro dotierten Alzheimer-Forschungspreis aus
Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung lobt erneut den mit 100.000 Euro dotierten Alzheimer-Forschungspreis aus
Seit 2006 verleiht die Frankfurter Hans und Ilse Breuer-Stiftung jährlich den mit 100.000 Euro deutschlandweit höchstdotierten Alzheimer-Forschungspreis an Wissenschaftler, die zu entscheidenden Fortschritten in der Alzheimer-Forschung oder ähnlichen Demenzerkrankungen beitragen. Das Preisgeld steht dem Preisträger im Rahmen seiner wissenschaftlichen …
Bild: Initiative gegen Fachkräftemangel: Uniserv stiftet Forschungspreis am Karlsruher Institut für TechnologieBild: Initiative gegen Fachkräftemangel: Uniserv stiftet Forschungspreis am Karlsruher Institut für Technologie
Initiative gegen Fachkräftemangel: Uniserv stiftet Forschungspreis am Karlsruher Institut für Technologie
… werden“, erklärt Professor Dr. Jörn Müller-Quade vom Institut für Kryptographie und Sicherheit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Am 15. Juli 2011 wird der Uniserv Forschungspreis im Rahmen der Veranstaltung „Tag der Informatik“ am KIT vergeben. Uniserv ist der größte spezialisierte Anbieter von Data Quality Solutions in Europa und ist Initiator …
Bild: Ingenieur- und Informatikabsolventen der Hochschule Harz starten ins BerufslebenBild: Ingenieur- und Informatikabsolventen der Hochschule Harz starten ins Berufsleben
Ingenieur- und Informatikabsolventen der Hochschule Harz starten ins Berufsleben
… Schories, einer der ersten Absolventen des zum Sommersemester 2004 neu eingerichteten Master-Studienangebotes „Informatik/Mobile Systeme“, erhielt kürzlich für seine Master-Arbeit auch den Forschungspreis der Industrie- und Handelskammer Magdeburg. „Mit diesem Abschluss der Hochschule Harz, der ihnen in der Welt der Informatiker und Ingenieure zahlreiche …
Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung lobt den mit 100.000 Euro dotierten Alzheimer-Forschungspreis 2014 aus
Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung lobt den mit 100.000 Euro dotierten Alzheimer-Forschungspreis 2014 aus
… seit 2006 wissenschaftliche Leistungen, die zu entscheidenden Fortschritten in der Alzheimer-Forschung oder ähnlichen Demenzerkrankungen beitragen. Zu diesem Zweck wird jährlich der Alzheimer-Forschungspreis verliehen, der mit 100.000 Euro dotiert ist. Der Preis wird an Wissenschaftler im Inland und – sofern die Rückkehr nach Deutschland geplant ist …
Sie lesen gerade: Europäischer Forschungspreis für Informatiker Christian Theobalt: 4-D-Rekonstruktion echter Szenen