openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Start des neuen EU-Projekts „FISMEP“

01.12.201715:10 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Start des neuen EU-Projekts „FISMEP“

(openPR) Der Energiesektor steht vor einem hohen Bedarf an Flexibilität – nicht nur im Zuge der Automatisierung und Digitalisierung, sondern auch auf Grund der Integration von erneuerbaren und dezentralen Energien sowie dem Zusammenschluss von elekektrischen und thermischen Domänen. Im EU-Projekt „FISMEP“ (FIWARE for Smart Energy Platform) wird deshalb eine cloudbasierte, serviceorientierte Open-Source-Softwareplattform (auch FIWARE genannt) entwickelt, die eine effiziente, nachhaltige und automatisierte Energieversorgung von Einzelgebäuden bis hin zu Kommunen ermöglicht.



Das Konzept der sogenannten „Smart Energy Platform“ wurde bereits in dem vorherigen EU-Projekt „FINESCE“ (Future INtErnet Smart Utility Services) entwickelt. FISMEP greift auf die Ergebnisse von FINESCE zurück und entwickelt die Platform weiter. Unter der Koordination der RWTH Aachen arbeiten insgesamt sieben Partner aus der deutschen, rumänischen und schwedischen Forschung und Industrie gemeinsam an einer Smart-Energy-Lösung, die neue und interoperable Möglichkeiten im Bereich des Verteilernetzmanagements eröffnet: Neben einem modernen Energiesystem, das sich am Konzept der „Smart City“ orientiert, soll das Open-Source-Prinzip eine Anbindung externer Akteure wie beispielsweise Produzenten und Konsumenten ermöglichen. Dadurch können innovative Energiedienstleistungen und Geschäftsideen schnell und einfach in die Plattform integriert und flexibel über diese bereitgestellt werden.

FISMEP verfolgt einen interdisziplinären Forschungsansatz, der die Fachbereiche Energie, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie Sozialwissenschaft inkludiert. Um die ökologischen Vorteile der Plattform im Hinblick auf das Energiesystem zu zeigen und das Wissen aus den drei Fachgebieten optimal zu nutzen, werden drei Feldtests in Schweden, Rumänien und Deutschland durchgeführt. Hier werden konkrete Anwendungsfälle der FISMEP-Plattform demonstriert, bei denen insbesondere die Kriterien Energieeffizienz, Leistung und nutzerspezifische Anpassung im Fokus stehen.

Chalmers University of Technology leitet den Feldtest Schweden in Zusammenarbeit mit dem Institute for Energy Efficient Buildings and Indoor Climate (EBC) der RWTH Aachen, E.ON Sverige AB und der Stadt Malmö. E.ON hat bereits zuvor die Smart-Grid-Plattform „CESO“ (Customer Energy and System Optimiza-tion) entwickelt, während Chalmers momentan an der Entwicklung von „ERO“ (Energy Organizer) arbeitet. Beide Plattformen werden an zwei Testorten eingesetzt: im Living Lab auf dem Chalmers Campus und in Hyllie, einem eigens errichteten Smart-City-Szenario und Bezirk in Malmö. An beiden Testorten werden eine Reihe von Haushalten mit der CESO-Plattform und ERO verbunden, woraufhin nutzerbasierte Analysen hinsichtlich Energieverbraucherverhalten und Nutzererfahrungen sowie Komfortüberwachung durchgeführt werden. Die Ergebnisse des Feldtests sind vor allem für die serviceorientierte Adaptation der Platt-form ausschlaggebend.

Der Feldtest Rumänien wird von der University Politehnica of Bucharest geleitet, in Kooperation mit dem Industriepartner EnergoBit. Im Rahmen des Feldtests wird ein fortschrittliches Überwachungssystem von Verteilernetzen entwickelt. Dadurch soll vor allem gezeigt werden, dass die FISMEP-Plattform in der Lage ist, brauchbare Informationen über die Energieverteilung und Spannungsqualität zu integrieren. Die Ergebnisse in diesem Feldtest sind beispielsweise entscheidend für die Umsetzung eines elektrischen Energiemarkts durch die Plattform, der in unterschiedlichen Span-nungsstufen arbeiten kann.

Den Feldtest Deutschland leitet das Institute for Automation of Complex Power Systems (ACS) der RWTH Aachen, in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungscampus Flexible Elektrische Netze (FEN). Hier wird zunächst an der Automatisierung des MVDC Forschungsnetz gearbeitet. Dieses Mittelspannungsverteilnetz (MV), das ausschließlich auf Gleichstrom (DC) basiert, wird im Rahmen des Forschungscampus FEN entwickelt. Im Anschluss wird diese Automatisierung des Forschungsnetzes in der FISMEP-Cloud-Plattform virtualisiert und schließlich auf dem RWTH Campus zur Demonstration und Evaluation in den Testbetrieb gehen.

Ein weiteres wichtiges Ziel im Projekt FISMEP ist die Kommunukation aller Projektaktivitäten und –ergebnisse an die Industrie und Forschung. Eine Maßnahme dafür ist unter anderem die Projektwebseite, die während der gesamten Projektlaufzeit regelmäßig aktualisiert wird und somit alle relevanten Neuigkeiten und Informationen für die breite Öffentlichkeit zugängig macht. Darüber hinaus wird die Dissemination durch die ERA-Net Smart Grids Plus (ERA-Net SG+) Knowledge Community gewährleistet. Das übergeordnete Ziel ist es, Stakeholder auf internationaler Ebene zu gewinnen und vor allem eine breite Nutzung der Ergebnisse durch KMUs zu erzielen, die von den Open-Source-Lösungen profitieren werden.

Das EU-Projekt FISMEP wird im Rahmen der Initiative ERA-Net Smart Grids Plus und mit Unterstützung des Innovationsprogramms Horizon 2020 der Europäischen Union mit einer Gesamtsumme von rund 2,9 Millionen Euro gefördert. Auf deutscher Seite wird die Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. FISMEP startete am 1. Dezember 2017 mit einer Gesamtlaufzeit von drei Jahren.

Projekt-Webseite: www.fismep.eu

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 983362
 1224

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Start des neuen EU-Projekts „FISMEP““ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Forschungscampus Flexible Elektrische Netze (FEN)

Diskussionsforum Stromnetze
Diskussionsforum Stromnetze
Elektromobilität: Welche Rolle spielen unsere Stromnetze dabei? Wenn wir uns Gedanken zur Energiewende machen, dann denken wir meist an den Ausbau der erneuerbaren Energien und weniger an die Stromnetze. Mit der Zunahme des Stroms aus erneuerbaren Energien ist untrennbar die Frage nach der passenden Netzinfrastruktur verknüpft, denn Sonne und Wind führen zu einer schwankenden Stromeinspeisung in die Netze. Hinzu kommt der Ausbau der Elektromobilität, auf den unser Stromnetz ebenfalls vorbereitet sein muss. Der Forschungscampus FEN (Flexible…
Normung für Gleichspannungsnetze schreitet voran
Normung für Gleichspannungsnetze schreitet voran
Ende November trafen sich am Forschungscampus FEN Vertreter von Unternehmen aus der Elektrobranche, um gemeinsam mit FEN Standards und Normen für Gleichspannungsnetze und -komponenten zu identifizieren und zu entwickeln. Neben zahlreichen anderen Anwendungsbereichen betrachteten die Experten vor allem die Anwendung von Gleichspannungsnetzen in Bürogebäuden, Privathäusern und in energetisch optimierten Siedlungen sowie in kleineren und mittleren Unternehmen. Bisher existieren Normen und Standards in vollem Umfang nur für das derzeitige Wechs…

Das könnte Sie auch interessieren:

EU-Studie: Europäische Start-ups brauchen mehr Wagniskapital – auch aus Pensionskassen und Staatsfonds
EU-Studie: Europäische Start-ups brauchen mehr Wagniskapital – auch aus Pensionskassen und Staatsfonds
… einheitlich regulieren, Pensionsfonds als Investoren gewinnen und Staatsfonds von außerhalb der EU den Einstieg erleichtern – diese Schritte empfiehlt der neueste Forschungsbericht des „StepUp Startups“ Konsortiums, an dem das IRS beteiligt ist.Trotz positiver Entwicklung steht in der EU heute sehr viel weniger Kapital für Gründung und vor allem Wachstum …
Datenwolken mindern Risiko für Jungunternehmen
Datenwolken mindern Risiko für Jungunternehmen
Das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützte innovative Projekt BCI fördert die Ansiedlung von Start-Ups Cloud Computing ist derzeit in aller Munde. Denn die Datenwolken sind der zukunftsweisende Trend der IT-Branche. Die Grundidee ist einfach wie genial: Anbieter stellen Computer, Server und Software zur Verfügung, auf die …
Bild: KATANA Accelerator: 1,2 Millionen Euro für innovative Ideen in der Agrar- und ErnährungswirtschaftBild: KATANA Accelerator: 1,2 Millionen Euro für innovative Ideen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft
KATANA Accelerator: 1,2 Millionen Euro für innovative Ideen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft
Das von der EU geförderte Acceleratoren-Programm KATANA vergibt Fördermittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro an Entrepreneure, Start-ups und KMU. Ziel des Projekts ist die Unterstützung innovativer Ideen und Applikationen für den Bereich AgriFood. Die Bewerbung ist von 1. Dezember 2016 bis 28. Februar 2017 möglich. Stuttgart, 1. Dezember 2016. Ab dem …
Bild: Kleine Sensation - Nordkoreanische Wissenschaftler beginnen Ausbildung zum Ökolandbau in WitzenhausenBild: Kleine Sensation - Nordkoreanische Wissenschaftler beginnen Ausbildung zum Ökolandbau in Witzenhausen
Kleine Sensation - Nordkoreanische Wissenschaftler beginnen Ausbildung zum Ökolandbau in Witzenhausen
… Nordkorea jetzt die Gelegenheit erhielten, eine zweijährige Ausbildung zum Thema „Ernährungssicherheit im Ökolandbau“ in Witzenhausen zu beginnen. Die Ausbildung ist Teil eines EU-Projekts und wird von der Gesellschaft für Nachhaltige Entwicklung (GNE) durchgeführt. Die Gruppe startete mit der Besichtigung von Ökobetrieben, deren Ausrichtung von der …
Bild: Caruso Carsharing: Mit Elektroautos sechsmal um die WeltBild: Caruso Carsharing: Mit Elektroautos sechsmal um die Welt
Caruso Carsharing: Mit Elektroautos sechsmal um die Welt
Halbzeit des EU-Projekts eBRIDGE: Carsharing mit Elektroautos besteht Praxistest Bregenz, 25. November 2014 – Erfolgreiche Halbzeitbilanz des EU-Projekts eBRIDGE: Mehr als 10.000 Fahrten mit Elektroautos unternahmen die Kunden des österreichischen Anbieters Caruso Carsharing in den vergangenen eineinhalb Jahren. Sie legten dabei mehr als 250.000 Kilometer …
Bild: Governikus als Basis von CERTISERVBild: Governikus als Basis von CERTISERV
Governikus als Basis von CERTISERV
Start des Projekts zur Verbesserung europaweiter E-Government-Anwendungen Die Middleware Governikus der bremen online services GmbH & Co. KG (bos) kommt als zentrale Sicherheitsanwendung im europäischen Projekt CERTISERV zum Einsatz. Ziel des bereits im März 2005 gestarteten Projekts ist die Bereitstellung sicherer E-Government-Dienstleistungen …
Erneuerbare Energien in der Fernwärme als Weg zu klimaneutralen Städten
Erneuerbare Energien in der Fernwärme als Weg zu klimaneutralen Städten
Start des EU-Projekts RES-DHC mit 15 Partnern aus 8 Ländern: Das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, „Horizont 2020“, fördert Wege zur Lösung gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen wie des Klimawandels. Das gerade gestartete Projekt „RES-DHC“, kurz für Renewable Energy Sources in the District Heating and Cooling (Fördernummer: 952873), …
Bild: #EUOpen4Business - Kampagne informiert über EU-Unterstützungsleistungen für mittelständische WirtschaftBild: #EUOpen4Business - Kampagne informiert über EU-Unterstützungsleistungen für mittelständische Wirtschaft
#EUOpen4Business - Kampagne informiert über EU-Unterstützungsleistungen für mittelständische Wirtschaft
… die #EUOpen4Business-Kampagne unter anderem mit einer großen Plakat- und Anzeigenaktion darauf ab, die auf EU-Ebene bereitgestellten Förderprogramme und Netzwerke für KMU, Start-Ups und Scale-Ups (schnell wachsende Unternehmen) noch bekannter zu machen. Darauf zu sehen sind Unternehmer*innen, die unterschiedliche Angebote des Netzwerks erfolgreich nutzen …
Digitale Gründerinitiative Oberpfalz ist Teil des Interreg Projekts „DanubePeerChains“
Digitale Gründerinitiative Oberpfalz ist Teil des Interreg Projekts „DanubePeerChains“
… regionalen Arbeitsmärkte treffen“, erklärt Dr. Veronika Fetzer, Projektleiterin der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz. Fehlende digitale Kompetenzen bedrohen innovative KMUs und Start-ups gleichermaßen, da sie die Chancen auf Skalierung und Internationalisierung einschränken. Gleichzeitig herrscht in weniger entwickelten Ländern dringender und für …
Bild: EnergyNest erhält EU-Förderung im Zuge von Horizont 2020Bild: EnergyNest erhält EU-Förderung im Zuge von Horizont 2020
EnergyNest erhält EU-Förderung im Zuge von Horizont 2020
… Förderung der Europäischen Union im Zuge des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020. Die Unterstützung der EU zeigt deutlich, dass diese im norwegischen Start-up EnergyNest ein hochinnovatives Unternehmen sieht, welches mit seiner neuen Technologie einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz leisten wird. „Damit spielt …
Sie lesen gerade: Start des neuen EU-Projekts „FISMEP“