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EU-Studie: Europäische Start-ups brauchen mehr Wagniskapital – auch aus Pensionskassen und Staatsfonds

25.11.202510:00 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Investitionen EU-weit einheitlich regulieren, Pensionsfonds als Investoren gewinnen und Staatsfonds von außerhalb der EU den Einstieg erleichtern – diese Schritte empfiehlt der neueste Forschungsbericht des „StepUp Startups“ Konsortiums, an dem das IRS beteiligt ist.

Trotz positiver Entwicklung steht in der EU heute sehr viel weniger Kapital für Gründung und vor allem Wachstum von Start-ups zur Verfügung als etwa in den USA und China, heißt es in dem Bericht. So werden in der EU rund 10 Prozent des weltweiten Wagniskapitals investiert, in den USA 50. Auch gibt es in Europa keine wagniskapitalfinanzierten Technologieunternehmen, die mit Google, Amazon oder Alibaba vergleichbar sind. Europäische Start-ups sind momentan sehr stark von amerikanischen Investoren abhängig, besonders für große Finanzierungsrunden über 50 Millionen Euro.

Laut Bericht liegt ein Grund darin, dass der Markt für Unternehmensfinanzierung in der EU uneinheitlich reguliert ist. Zum anderen stehe zu wenig Kapital zur Verfügung, das in Wagniskapitalfonds fließt. Spezialisierte Anbieter von Wagniskapital (auf Englisch Venture Capital oder VC) werben Geld von Großanlegern wie Versicherungen und privaten Pensionskassen ein, bündeln es in Fonds und stellen es ausgewählten Start-ups während Gründungs- und Wachstumsphasen zur Verfügung. Für einen wettbewerbsfähigen Technologiesektor gilt Wagniskapital als unverzichtbar.

Der Bericht hebt zwei potenzielle Quellen von neuem Investitionskapital hervor: Zum einen verwalten Pensionsfonds – in Deutschland: private und betriebliche Rentenversicherungen – große Geldsummen. In den USA und einigen EU-Ländern wie den Niederlanden ist es für Pensionsfonds bereits üblich, in Wagniskapital zu investieren. „Wagniskapital ist langfristig profitabel, und Pensionsfonds haben den nötigen langen Atem, um erfolgreich zu investieren“, sagt IRS-Forscher Andreas Kuebart, der den Bericht federführend erarbeitet hat.

Zum anderen sollte die EU laut Bericht internationale Staatsfonds verstärkt ansprechen und ihnen das Investment in europäische Wagniskapitalfonds erleichtern. Besonders Staaten mit Öleinnahmen wie Saudi-Arabien verfügen über große Staatsfonds, die global investieren. „Für die technologische Souveränität Europas ist es gut, wenn internationale Investoren sich an europäischen Wagniskapitalfonds beteiligen“, so Andreas Kuebart. „Die Alternative ist, dass Investoren direkt in europäische Technologiefirmen investieren. Dabei üben sie mehr Kontrolle aus, als wenn sie den Umweg über Wagniskapital nehmen.“

Der Forschungsbericht „Untapped Opportunities for European Venture Capital. Pension funds and Sovereign Wealth funds“ wurde gemeinsam von zwölf Autorinnen und Autoren von fünf europäischen Forschungs- und Beratungseinrichtungen erarbeitet. Den Auftrag gab die EU-Generaldirektion für Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien im Rahmen des Projekts „StepUp Startups“.

Der Bericht ist abrufbar unter: https://ec.europa.eu/newsroom/dae/redirection/document/121531

Dr. Andreas Kuebart ist Finanzgeograph und forscht am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) unter anderem zu Start-up-Ökosystemen. Das IRS untersucht die Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Veränderungen und der Transformation von Räumen. Es berät Akteure aus Politik und Zivilgesellschaft, um die zukunftsfähige Entwicklung von Dörfern, Städten und Regionen zu fördern und sozialräumliche Ungleichheit zu lindern.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Andreas Kuebart
E-Mail

Originalpublikation:
StepUp Start-ups (2025): Untapped Opportunities for European Venture Capital. Pension funds and Sovereign Wealth funds

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