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Verarbeitung von Biokunststoffen – eine Bilanz

20.11.201712:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Verarbeitung von Biokunststoffen – eine Bilanz
Dr. Froese, BMEL, Abschlussveranstaltung
Dr. Froese, BMEL, Abschlussveranstaltung "Verarbeitung von Biokunststoffen" (IfBB)

(openPR) (Hannover, 20.11.2017) Ministerium und Projektträger diskutierten gemeinsam mit Materialherstellern, Distributoren und den Verbundpartnern die umfangreichen Projektergebnisse. Fünf Jahre „Verarbeitung von Biokunststoffen“, immer mit dem Blick auf die Fragestellungen aus der Praxis, haben umfassende Daten hervorgebracht. Diese sind in öffentlichen Datenbanken zusammengeführt und stehen Verarbeitern kostenlos zur Verfügung.



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„Damit wurde die Grundlage geschaffen, um auch zukünftig verarbeitungsrelevante Daten zu erfassen und der Branche durch einen gezielten Technologietransfer anzubieten“, so Dr. Hans-Jürgen Froese vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in seinem Grußwort. Es ist das erste Projekt dieser Art, das das BMEL über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), gefördert hat. Die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung stand dabei im Mittelpunkt, begleitet durch einen umfangreichen Transfer der Projektergebnisse des Verbundes in die Praxis. „Diese Anforderung war es letztlich auch, die unter den Verbundpartnern zu der Idee einer Datenbank führte“, so Prof. Hans-Josef Endres vom IfBB der Hochschule Hannover und Projektleiter des Verbundes in seinem eröffnenden Übersichtsvortrag. „Es war uns wichtig, die Daten anwenderfreundlich und übersichtlich, strukturiert, schnell zugänglich und verständlich aufzubereiten und den Nutzer an gleicher Stelle zu den richtigen Ansprechpartnern, den Kompetenznetzwerkpartnern, zu verlinken. Mittlerweile wurden die Daten in das Material Data Center und damit in eine der international bekanntesten Kunststoffdatenbank überführt.

Bei der Abschlussveranstaltung, die sich gezielt auch an die Materialhersteller richtete, ging es aber um mehr, als um ein kollektives Schulterklopfen aller Beteiligten untereinander. In Tandem-Vorträgen der wissenschaftlichen Projektpartner mit jeweils einem durch sie unterstützten KMU wurden die Lücken aufgezeigt, die es Firmen teilweise unmöglich machen, einerseits ohne Unterstützung den richtigen biobasierten Kunststoff zu finden und diesen andererseits dann auch erfolgreich zu verarbeiten. Mit Unterstützung der einzelnen Projektpartner konnten die Anfangshürden erfolgreich überwunden und die entsprechenden Biokunststoffprodukte realisiert werden.

Dr. Erwin Baur von der Firma M-Base Engineering + Software und Betreiber des Material Data Centers verdeutlichte in seinem Vorschlag zur Fortführung der Datenerfassung und –bereitstellung dann auch, wie wichtig es heutzutage als Materialhersteller ist, seine Kunden auch mit Daten zur Verarbeitung der neuartigen Biokunststoffe zu versorgen. „Es reicht eben nicht mehr nur zwei Zahlen, die Firmentelefonnummer und den Preis, an Produkthersteller weiterzugeben. Wenn wir den Markt für biobasierte Kunststoffe tatsächlich merklich vergrößern und weiterhin ihren Weg bereiten wollen, kann dies langfristig nur gemeinsam mit den Werkstoffherstellern gelingen.“ Was für konventionelle Kunststoffe gang und gäbe ist, muss sich auch für Biokunststoffe etablieren: „Beinah alle Daten von konventionellen Kunststoffen werden von den Produzenten gerne und in hoher Qualität sowie Quantität bereitgestellt!“, so Baur.
Diese Aussagen wurden insgesamt von den Teilnehmern befürwortet: Noch sind die Biokunststoffe eine „Spezialität“, weshalb meist noch ein hoher Schulungs- und
Beratungsbedarf sowie oftmals eine intensivere technische Betreuung der Kunden notwendig sind, ansonsten steigt das Frustrationspotenzial bei allen Anwendern von Biokunststoffen, wie Verarbeitern, Distributoren und Designern.

Umso wichtiger ist dem BMEL nach fünf Förderjahren zu garantieren, dass die Ergebnisse fortbestehen, aktualisiert und erweitert werden. „Nur so kommen wir dem Ziel der Bundesregierung, die Bioökonomie auszubauen, einen weiteren Schritt näher“, fasst Froese zusammen, wobei aus seiner Sicht die Verbraucher unbedingt mitgenommen werden müssen. Ihre Ängste und Fragen bedürfen einer klaren und verständlichen Kommunikation, die durch Sachinformationen wie Ökobilanzierungen oder Lebenszyklusanalysen zu begleiten ist.

Es wird also weitergehen unter: www.materialdatacenter.de und www.biokuststoffe-verarbeiten.de! Gern unterstützen die Verbundpartner Sie auch nach dem Projektende bei allen Fragen zur Verarbeitung und Nutzung von Biokunststoffen. Die Kontakte finden Sie auf der Projektseite unter: www.verarbeitungsprojekt.ifbb-hannover.de

Kontakt und Ansprechpartner:
Für weitere Fragen steht Ihnen Nuse Lack vom Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover unter Telefon 0511-9296-2278 oder per E-Mail: E-Mail gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen:
- http://www.verarbeitungsprojekt.ifbb-hannover.de
- http://www.ifbb-hannover.de
- http://www.materialdatacenter.de
- http://www.biokuststoffe-verarbeiten.de

Quelle: idw

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