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Kunst und Neurowissenschaft auf Augenhöhe

13.11.201713:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Kunst und Neurowissenschaft auf Augenhöhe
Yutaka Makino (privat)
Yutaka Makino (privat)

(openPR) Yutaka Makino, japanischer Künstler aus Berlin, wurde ausgewählt, das interdisziplinäre Kunstprojekt „Auf dem (Bild)schirm: Computational Neuroscience im Blickwinkel der Kunst“ für die Bernstein Konferenz 2018 in Berlin zu realisieren.


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Freiburg, 13. November 2017

Im Juni 2017 lud das Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience Künstler aus aller Welt ein, sich mit aktuellen Forschungsfragen der Computational Neuroscience auseinanderzusetzen und diese künstlerisch umzusetzen. Das Motto der Ausschreibung war “Auf dem (Bild)schirm: Computational Neuroscience im Blickwinkel der Kunst / On Display – An Artistic View on Computational Neuroscience“. Die allgemeine Öffentlichkeit wird das Ergebnis des Projekts wird auf einer „Science and Society Session“ auf der Bernstein Konferenz im September 2018 in Berlin sehen und erleben können.

Im Oktober entschied sich die international besetzte Expertenjury aus Wissenschaft und Kunst für Yutaka Makino, einem japanischen Künstler aus Berlin. Makino ist ein interdisziplinärer Künstler in dessen Arbeiten sich Kunst, Musik, Philosophie, Architektur und nicht zuletzt Naturwissenschaft miteinander verweben. Dass die Entscheidung der Jury auf ihn gefallen ist, freut Makino sehr, denn sie gibt ihm die Möglichkeit „eng mit Forschern des Bernstein Netzwerks Computational Neuroscience zusammen zu arbeiten.“

Makino möchte einen multi-sensorischen experimentellen Aufbau realisieren und sich in diesem Projekt ganz auf Wahrnehmung von Bewegung und räumliche Orientierung fokussieren. Dabei interessiert ihn vor allem der Einfluss des subjektiven Zeitempfindens. Es ändert sich, wenn Personen bei der Ausübung einer Bewegung eine mental anspruchsvolle Aufgabe erfüllen sollen. Für gewöhnlich nehmen sie dann die vergangene Zeit kürzer wahr als die real vergangene Zeit. Für Makino lohnt es sich an dieser Stelle mit künstlerisch-wissenschaftlichen Mitteln weiter zu forschen, um zu ergründen, wie sich diese veränderte Zeitwahrnehmung auf unsere räumliche Wahrnehmung und unsere Orientierung auswirkt. In einem Versuchsaufbau ohne stabile räumliche Orientierungspunkte, schafft die Fluidität der geplanten Installation eine instabile Umgebung für die Besucher und fordert so ständig deren Erfahrungswerte und Erinnerungsmuster heraus.

In den kommenden Monaten möchte Makino mit Thomas Brandt und Stefan Glasauer am Bernstein Zentrum Computational Neuroscience in München zusammenarbeiten: “Ich glaube, dass ich hier enorm von Brandts und Glasauers Forschung und Expertise im Bereich der Bewegungswahrnehmung und der räumlichen Orientierung profitieren kann. Zusammen mit diesen Forschern und ihren Teams, würde ich gerne in ein neues Forschungsthema vorstoßen, das sowohl im wissenschaftlichen wie auch im künstlerischen Kontext bedeutsam ist.“

Der Künstler

Yutaka Makino wurde 1976 in Tochigi in Japan geboren. Er studierte Geowissenschaften, Computermusik und Bildende Kunst in Japan, den Niederlanden und den USA. Seit 2010 lebt und arbeitet er in Berlin. Makino erforscht Wahrnehmungsprozesse mittels experimenteller Setups basierend auf Forschung in Phänomenologie, experimenteller Psychologie, Psychoakustik, den Neurowissenschaften und der Systemtheorie. Seine Darbietungen und Installationen stellen akustisch und visuell konditionierte Erlebniswelten dar, die den Prozess der Wahrnehmung für die Besucher erfahrbar machen und sie dazu anregen über die eigene Wahrnehmung zu reflektieren.

Förderung
Das Projekt wird von der Schering Stiftung und dem Bernstein Computational Neuroscience e.V. gefördert.

Weitere Informationen:
- http://www.yutakamakino.com
- http://www.nncn.de/de/neues/kunstauschreibung?set_language=de
- http://www.scheringstiftung.de/index.php

Quelle: idw

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