(openPR) In milderen Stadien kann die Fußverformung des Ballenzehs (Hallux valgus) sowie die Großzehengrundgelenksarthrose (Hallux rigidus) zwar konservativ versorgt werden, aufhalten lassen sich die fortschreitenden Erkrankungen jedoch nicht. Besonders wichtig ist eine gründliche Diagnose, so der Orthopäde und Fußchirurg Dr. Ulrich Pfleghar aus Gräfelfing bei München.
„Einen Hallux valgus wie auch andere Fußerkrankungen kann man nicht im Schuh diagnostizieren. Es ist immer notwendig, den Fuß vollständig zu betrachten, ihn in die Hand zu nehmen und eine Tastuntersuchung durchzuführen. Die Deformationen am Fuß bei einem Hallux valgus sind charakteristisch und direkt erkennbar. Es spielen aber auch die Hautveränderungen durch den Druck im Schuh eine Rolle. Bei der Palpation kann zum Beispiel die Beweglichkeit des Großzehengrundgelenkes geprüft werden oder ob das an den Ballen angrenzende Gelenk instabil ist. Außerdem ist ein Röntgenbild meist unerlässlich, beispielsweise für die Winkelgradbestimmung des abgewanderten Zehs.“
In den allermeisten Fällen kann man beim Hallux valgus mit einem chirurgischen Eingriff gelenkerhaltend korrigieren, indem man eine sogenannte Umstellungsosteotomie durchführt. Dafür wird Knochen durchtrennt und in gerichteter Position wieder fixiert, sodass er physiologisch korrekt zusammenwachsen kann.
Dr. Pfleghar bevorzugt die sogenannte „Scarf-Verschiebeosteotomie“, die selbst bei größeren Winkelabweichungen von bis zu 20 Grad anwendbar ist. Der Mittelfußknochen wird hierbei im Bereich des Schaftes z-förmig gesägt und dann repositioniert. Mehr Informationen zum Krankheitsbild und zu den Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei der OrthoPraxis Gräfelfing (http://www.orthopraxis-graefelfing.de/behandlung/operative-therapie/fuss/).















