(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Teils heftige Schauer und Gewitter sind am Sonntag von Nordwesten über Deutschland hinweg gezogen, wie es von den Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd. prophezeit worden war.
Ursache ist die in größeren Höhen um 5000 Meter aus Nordwesten einfließende kältere Luft, die am Boden durch den weiten Weg über das Meer jedoch erwärmt ist und reichlich Feuchtigkeit aufgenommen hat. Deshalb entsteht ein großer Temperaturunterschied zwischen relativ warmen Bodentemperaturen und niedrigen Temperaturen in der Höhe, sodass eine große Labilität mit heftigen Aufstiegsbewegungen entsteht, da kalte Luft schwerer ist und nach unten drängt. Die Folge ist Aprilwetter. Allerdings kann die gegenüber dem April deutlich wärmere Luft auch viel mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Das Ergebnis bekommen wir mit heftigen Duschen sowie Blitz und Donner zu spüren - und das mancherorts nicht zu knapp.
Für das Auslösen dieser massiven Vorgänge ist - abgesehen von dem bei höheren Temperaturen überproportional steigenden Feuchteangebot - nicht die absolute Temperatur entscheidend, sondern die Differenz zwischen dem Boden und der Höhe, die Luftschichtung und auf die in Gang kommende Temperaturänderung (z.B. Abkühlung in der Höhe oder Erwärmung am Boden, bei dem die jeweils andere Luftschicht am Boden oder in der Höhe nicht mitzieht).
Die wolkenbegeisterten Fotografen unter uns können sich hingegen freuen: Riesige Gewittertürme entstehen und bieten die tollsten Motive für beeindruckende Fotos von den Wolkenungeheuern, den sogenannten Cumulonimbus-Wolken, die für die heftigen Duschen verantwortlich sind.
Dies sind genau die Wolken, die neben Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen an der Gewittervorderseite auch Tornados entstehen lassen können. Die Farbe hat dabei wenig zu sagen, da Wasserdampf grundsätzlich keine Farbe hat. Sie kommt durch Licht-Schattenspiele der Sonne zustande. In der Regel entstehen im fortgeschrittenen Stadium kurz vor einem Gewitter verschiedenartige tiefere Wolkenschichten (z.B. Böenwalze, tiefe Fetzenwolken) durch die herabstürzenden kalten Luftmassen und durch ausfallenden Regen. Sie schieben sich vor die Gewittertürme, verdecken diese und sorgen durch die Überlagerung verschiedener Wolkenschichten und der bis in Höhen um 13 km reichenden Gewitterwolke für diese Verdunklung.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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Herr Florian Hirschmann
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