openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Engpässe in den Geburtskliniken – nicht zu Lasten der Schwangeren!

26.10.201715:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Das Problem der Geburtskliniken darf nicht auf dem Rücken der Schwangeren vor und unter der Geburt ausgetragen werden.

---
Berlin, 26. Oktober 2017 – Mit großer Sorge sehen die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG), die Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (BLFG) und der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) die zunehmende Praxis, Frauen vor und gar unter der Geburt in den Geburtskliniken ihrer Wahl oder Perinatalzentren wegen Überlastung und/oder Personalengpässen abzuweisen. In einem Fall führte dies sogar dazu, dass eine Mutter ihr Kind, nach vorheriger Abweisung, auf dem Parkplatz der Klinik zur Welt brachte.



Die Gründe für diese Entwicklung sind bekanntermaßen vielfältig:

- zunehmende Geburtenzahlen,

- Personalengpässe bei Ärzten und Hebammen,

- Schließung kleinerer Abteilungen ohne vorherige Kapazitätssteigerung der großen
Geburtskliniken

- Kapazitätsmangel neonatologischer Intensivstationen – u.a. infolge der fehlenden
Umsetzbarkeit der Forderung nach pflegerischer 1:1 bzw. 1:2 Betreuung von
Frühgeborenen unter 1500 g durch die Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und
Reifgeborene (QFR-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

um nur einige zu nennen.

Lösungen für eine kurzfristige Verbesserung der Situation sind immer noch nicht in Sicht.
Wir sind jedoch der festen Überzeugung, dass Abweisungen unter der Geburt eine inakzeptable Fehlentwicklung in der medizinischen Versorgung darstellen und unbedingt vermieden werden müssen. Diesbezüglich fordern wir die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen dringend auf, in einer konstruktiven Diskussion mit Ärzten, Klinikleitungen und Hebammen zeitnah konzertierte und tragfeste Lösungen für die zukünftige klinische Versorgung werdender Mütter zu erarbeiten.

Das Problem der Geburtskliniken darf nicht auf dem Rücken der Schwangeren vor und unter der Geburt ausgetragen werden.

Die Vorsitzenden der unterzeichnenden Gesellschaften stehen zur Diskussion und Lösungsfindung bereit. Diese lassen sich jedoch nur mithilfe eines breiten politischen Engagements initiieren und realisieren.
Die Sicherheit von Müttern und ihren Kindern muss Vorrang vor allem anderen haben.

© DGGG, BLFG, BVF 2017

Verwendung honorarfrei. Um einen Veröffentlichungshinweis wird gebeten.

Ansprechpartner für die Medien

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie
und Geburtshilfe e.V. (DGGG)

Präsidentin:
Prof. Dr. med. Birgit Seelbach-Göbel
Regensburg

Presse:
Luise Dusatko
Tel. 030 – 514 88 33 33
E-Mail: E-Mail

Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (BLFG)

Vorsitzender:
Prof. Dr. med. Babür Aydeniz
Ingolstadt

Presse:
Luise Dusatko
Tel. 030 – 514 88 33 33
E-Mail: E-Mail

Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF)

Präsident:
Dr. med. Christian Albring
Hannover

Presse:
Dr. med. Susanna Kramarz
Tel. 030 – 3081 49 26
E-Mail: E-Mail

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 976837
 129

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Engpässe in den Geburtskliniken – nicht zu Lasten der Schwangeren!“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.

Leitlinienprogramm Onkologie aktualisiert Brustkrebsleitlinie
Leitlinienprogramm Onkologie aktualisiert Brustkrebsleitlinie
Berlin, 18.12.2017. Das Leitlinienprogramm Onkologie hat eine Aktualisierung der S3-Leitlinie zum Mammakarzinom vorgelegt. Die neue Version entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG). --- Die Leitlinie richtet sich an alle Ärzte und Angehörige von Berufsgruppen, die mit der Versorgung von Brustkrebspatientinnen befasst sind. Erstmalig ist auch die Früherkennung, die bislang in einer eigenen Leitlinie behandelt wurde, in die aktualisierte Fassung…

Das könnte Sie auch interessieren:

pro familia Baden-Württemberg: Bluttest trisomie 21 muss erlaubt werden und als KV-Leistung finanziert werden
pro familia Baden-Württemberg: Bluttest trisomie 21 muss erlaubt werden und als KV-Leistung finanziert werden
… sich um eine nichtinvasive Diagnos-tik ohne Fehlgeburtsrisiko, die bereits ab der 10. Schwangerschaftswoche durchgeführt wer-den kann. Der Test (Kosten:ca.1250 Euro) soll nicht nur den Schwangeren zur Verfügung stehen, die es sich leisten können. Es darf nicht sein, dass alle anderen, bei denen im Rah-men der ersten Ultraschalluntersuchung oder des …
Corona: Einschränkungen der Geburtsbegleitung mit schwerwiegenden Folgen für Familien
Corona: Einschränkungen der Geburtsbegleitung mit schwerwiegenden Folgen für Familien
… nach wie vor mit teils massiven Einschränkungen bei und nach der Geburt ihres Kindes rechnen. Das ergab eine Auswertung des Elternvereins Mother Hood von mehr als 60 Geburtskliniken und  Nachrichten von rund 90 Eltern der vergangenen sechs Monate. “Die Lage in den Kreißsälen ist nach wie vor extrem unübersichtlich und für Familien unzumutbar”, sagt Katharina …
Bild: Klinik-Empfehlungsmarketing: Top-Hebel unentdecktBild: Klinik-Empfehlungsmarketing: Top-Hebel unentdeckt
Klinik-Empfehlungsmarketing: Top-Hebel unentdeckt
… Befragten weit weniger wichtig. Zusammen mit dem Schwangerschafts- und Geburtsportal „Geburt in Hamburg“ veröffentlichte das Picker Institut die Daten der Untersuchung. Damit öffnet sich Geburtskliniken, die einen Fokus auf den Übergang in die Zeit „danach“ legen ein klarer Marktvorteil. Denn das Internet bietet werdenden Eltern zwar ein umfangreiches …
Bild: Hebammen stehen bei schwangeren Frauen höher im Kurs als GynäkologenBild: Hebammen stehen bei schwangeren Frauen höher im Kurs als Gynäkologen
Hebammen stehen bei schwangeren Frauen höher im Kurs als Gynäkologen
… aufmerksam gemacht. Die Seracell AG ist der weltweit günstigste Anbieter für die Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und arbeitet bundesweit mit 650 Geburtskliniken zusammen. Seracell setzt dabei auf modernste und effiziente Labor- und Kryolagertechnik, maßgeschneiderte Logistiklösungen und den Direktvertrieb über das Internet. Die Einlagerung …
Elterninitiative Mother Hood mahnt: Versorgung rund um die Geburt verschlechtert sich
Elterninitiative Mother Hood mahnt: Versorgung rund um die Geburt verschlechtert sich
… hinfahren müssen, sind ein Schritt zurück. Angesichts der besorgniserregenden Entwicklung stellt Mother Hood der Politik die Frage, wie die Zukunft der Betreuung von Schwangeren, Gebärenden und jungen Familien aussehen soll und welche Konzepte für eine sichere Versorgung existieren. „Denn die von Gesundheitsminister Hermann Gröhe durchgesetzten Maßnahmen …
Bild: Wissenslücke zum Thema ‚Stillen‘ schließenBild: Wissenslücke zum Thema ‚Stillen‘ schließen
Wissenslücke zum Thema ‚Stillen‘ schließen
… sehr, dass die Studie beitragen wird, die Beratung werdender Eltern nicht nur in den beiden teilnehmenden Kliniken, sondern auch in anderen Geburtskliniken zu verbessern.“ Alfred Längler und Nicola Bauer (Hebamme, Gesundheitswissenschaftlerin und Professorin für Hebammenwissenschaft an der hsg) leiten die Studie. Weitere beteiligte Wissenschaftlerinnen …
Bild: Neue Geburtshilfe im Marienkrankenhaus: Größer, moderner, schönerBild: Neue Geburtshilfe im Marienkrankenhaus: Größer, moderner, schöner
Neue Geburtshilfe im Marienkrankenhaus: Größer, moderner, schöner
… sorgen für eine sichere Geburt in Wohlfühl-Atmosphäre.“ Deutschlandweit führend Mit über 2.600 Geburten pro Jahr gehört das Marienkrankenhaus Hamburg bereits jetzt zu den führenden Geburtskliniken in ganz Deutschland. Priv. Doz. Dr. med. Holger Maul, Chefarzt der Frauenklinik, Schwerpunkt Geburtshilfe und Perinatalmedizin: „Statt bisher fünf können wir …
Bild: Grippe – Impfung: Jetzt Schwangere vor saisonaler Grippe schützenBild: Grippe – Impfung: Jetzt Schwangere vor saisonaler Grippe schützen
Grippe – Impfung: Jetzt Schwangere vor saisonaler Grippe schützen
Frauenärzte sind gemäß Mutterschaftsrichtlinie für die Durchführung der saisonalen Grippe bei Schwangeren zuständig. Die Abrechnung der Impfung und der Impfleistung erfolgt zu Lasten der Krankenkasse. In einigen Bundesländern benötigen Frauenärzte zur Abrechnung jedoch eine Impfberechtigung, in Form eines Nachweises über die Teilnahme an einem Grundkurs …
Wohneigentums-Förderung: Regionale Unterschiede berücksichtigen
Wohneigentums-Förderung: Regionale Unterschiede berücksichtigen
Wohnungswirtschaft fürchtet als Folge Engpässe bei Mietwohnungen in Bayern München – Der VdW Bayern (Verband bayerischer Wohnungsunternehmen) warnt vor einer Streichung der Eigenheimzulage. Die vom Bundeskabinett beschlossene reformierte Wohneigentumsförderung in Höhe von 25 Prozent der bisherigen Eigenheimzulage käme einem Kahlschlag gleich. Folge wären …
Eltern fordern: Wenn Schwangere keine Wahl mehr haben, müssen alle Kliniken eine gute Versorgung bieten
Eltern fordern: Wenn Schwangere keine Wahl mehr haben, müssen alle Kliniken eine gute Versorgung bieten
… Familien: weniger Wahlmöglichkeiten, mehr Überlastung und weniger Qualität in der Versorgung. Deshalb entpuppt sich bei näherem Hinsehen die Entwicklung hin zu weniger Geburtskliniken zu einem Gesundheitsrisiko für Schwangere, Gebärende, Kinder und Familien. Für die Verschlechterung der Versorgungsqualität sind im Wesentlichen zwei Gründe verantwortlich. Zum …
Sie lesen gerade: Engpässe in den Geburtskliniken – nicht zu Lasten der Schwangeren!