openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Soziale Medien in Krisensituationen

20.10.201709:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Soziale Medien in Krisensituationen
Viele Menschen befürchten, dass sie in Krisensituationen falsche Gerüchte und unzuverlässige Informationen in den Sozialen Medien finden. (Quelle: siehe Infografik)
Viele Menschen befürchten, dass sie in Krisensituationen falsche Gerüchte und unzuverlässige Informationen in den Sozialen Medien finden. (Quelle: siehe Infografik)

(openPR) Wie nutzen BürgerInnen Soziale Medien und Apps in Notsituationen? Die Universität Siegen stellt ihre Ergebnisse aus der ersten deutschlandweit repräsentativen Studie zum Thema vor.

---
Helfer bei Hochwassergefahr mobilisieren oder bei einem Terroranschlag Freunden auf Facebook mitteilen, dass es einem gut geht – immer mehr Menschen nutzen Soziale Medien in Krisensituationen, bei Katastrophen und in anderen Notsituationen. Eine Forschergruppe der Universität Siegen, der Technischen Universität Darmstadt und des „Tavistock Institutes“ in London hat in der ersten deutschlandweit repräsentativen Studie untersucht, wie und wozu Menschen Soziale Medien in Krisensituationen nutzen und auf welche Probleme sie dabei stoßen.



Die meisten der 1.069 Befragten nutzen Soziale Medien in Notsituationen, um Informationen zu suchen und zu teilen. Die größten Hindernisse seien falsche Gerüchte (für Dreiviertel der Befragten) und unglaubwürdige Informationen. „Viele Menschen sind skeptisch und möchten Sozialen Medien in Gefahrenlagen nicht vollständig vertrauen. Da zahlreiche Inhalte dort nach ausschließlichem Lesen der Überschrift bereits geteilt werden, ist gewisse Vorsicht und Abwägung, was man glaubt und was man teilt, auch sinnvoll“, sagt Prof. Dr. Christian Reuter, Leiter der Studie.

Außerdem haben viele der Befragten Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, und fürchten, dass Soziale Medien im Notfall nicht richtig funktionieren könnten. Viele Menschen nehmen Soziale Medien im Vergleich zu anderen Kanälen als schneller wahr. Trotzdem nutzen die Befragten mit zunehmendem Alter aufgrund ihrer Bedenken oft andere Kanäle, zum Beispiel Nachrichtensendungen im Fernsehen oder im Radio. Facebook wird von mehr als der Hälfte der Befragten täglich genutzt. Twitter hingegen deutlich seltener. Bis zu 70% gaben in der Umfrage an, diesen Dienst nie zu nutzen.

Smartphone-Apps für Notsituationen werden gerade mal von 16% genutzt, vor allem von männlichen und jüngeren Nutzern. „Weit verbreitet sind Unwetter-Apps. Spezielle Warn-Apps, wie die in Darmstadt-Dieburg genutzte App KATWARN oder die in Siegen-Wittgenstein verbreitete App NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz, werden derzeit nur von etwa einem Zehntel der Bevölkerung genutzt. Dabei könnten in Schadenslagen relevante Informationen dort sehr einfach empfangen werden – und das nicht nur bei großen Lagen, wie dem Amoklauf in München, sondern auch bei vielen kleineren Schadenslagen, wie Evakuierungen bei Bombenfund“, so Prof. Dr. Christian Reuter.

Knapp 70% der befragten TeilnehmerInnen in der Umfrage erwarten, dass die Rettungsdienste die Sozialen Medien überwachen und ungefähr die Hälfte von ihnen wünscht sich sogar, innerhalb einer Stunde über diesen Weg eine Antwort zu erhalten. Vor allem jüngere Nutzer glauben jedoch, dass die Rettungsdienste zu beschäftigt sind, um Soziale Medien ständig im Auge zu behalten. Einfache Systeme, die dies ermöglichen, wurden im Projekt erforscht.

Forscher der Uni Siegen, TU Darmstadt und des Tavistock Institutes in London führten die Befragung und Analyse im Rahmen des EU-Projekts EmerGent und der Nachwuchsforschergruppe KontiKat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch.

Kontakt:
Prof. Dr. Christian Reuter und Marc-André Kaufhold
Universität Siegen und TU Darmstadt
Kontakt und detaillierte Studienergebnisse: www.peasec.de

Weitere Informationen:
- http://www.peasec.de

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 975418
 409

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Soziale Medien in Krisensituationen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Universität Siegen

Bild: Inklusion: Wie läuft es in den Kitas?Bild: Inklusion: Wie läuft es in den Kitas?
Inklusion: Wie läuft es in den Kitas?
An der Universität Siegen ist gerade die Rheinland-Kita-Studie zum Thema „Inklusion in Kitas“ gestartet. Es handelt sich um die bisher größte Untersuchung dieser Art in Deutschland. --- Sind die Kitas im Rheinland auf die Inklusion gut vorbereitet? Wie sieht die personelle, materielle und bauliche Situation in den Kitas aus? Sind ausreichend Plätze für Kinder mit und ohne Behinderung vorhanden? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich ein Forscherteam rund um Prof. Dr. Rüdiger Kißgen vom Lehrstuhl für Entwicklungswissenschaft und För…
Bild: Risiko-Radar für UnternehmenBild: Risiko-Radar für Unternehmen
Risiko-Radar für Unternehmen
Die Wirtschaftswissenschaftler Prof. Arnd Wiedemann und Prof. Volker Stein von der Universität Siegen erforschen, wie Unternehmen sich fit für Risiken im Zusammenhang mit Digitalisierung machen können. --- Hacker fangen Sicherheits-TANs von Bankkunden ab und räumen Konten leer. Ein Erpressungstrojaner legt Behörden und den Zugverkehr in ganz Deutschland lahm. Eine Entwicklungsabteilung hält nicht mehr mit den technologischen Kundenanforderungen Schritt. „Die Digitalisierung bietet großartige Chancen, aber gleichzeitig läuft in vielen Unterne…

Das könnte Sie auch interessieren:

Behörden sollten bei Hochwasser-Katastrophen Social Media nutzen
Behörden sollten bei Hochwasser-Katastrophen Social Media nutzen
… Katastrophenfällen wie der aktuellen Hochwasser-Situation bieten Soziale Netzwerke Krisenstäben und Behörden die Möglichkeit schnell und effizient viele Menschen zu erreichen. Gerade in Krisensituationen kann es nötig sein, Betroffenen Gefahren und Risiken schnell zu kommunizieren. Im Zeitalter von Smartphones und Tablets können Informationen, die sich …
Das Handbuch der Selbstversorgung - Überlebenstipps für Krisensituationen
Das Handbuch der Selbstversorgung - Überlebenstipps für Krisensituationen
… Ende der Welt, wie wir sie kennen. Die Autoren des Werks „Das Handbuch der Selbstversorgung – Überleben in der Krise“ gehen der Entwicklung solcher Krisensituationen auf den Grund und geben Tipps für eine unabhängige Lebensweise. Das Nachrichtenportal news.de gewährt einen Einblick in das Buch. In den Medien (http://www.news.de/medien/364371200/) sind …
Bild: Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter für einen sensiblen Umgang im Mitmach-Netz schulen – und davon profitierenBild: Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter für einen sensiblen Umgang im Mitmach-Netz schulen – und davon profitieren
Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter für einen sensiblen Umgang im Mitmach-Netz schulen – und davon profitieren
… eingedämmt. „Denn ein reines Verbot der sozialen Netzwerke bringt Unternehmen gar nichts. Eher nehmen sie sich die Chance ein positives Image aufzubauen oder in Krisensituationen mit Kritikern in den öffentlichen Dialog zu treten“, sagt Svenja Teichmann, Partnerin von Cubic Consulting. Letztendlich kann das Internet für Unternehmen ebenso bedrohlich …
Erstes Seminar „Krisen-PR (IST)“ in Düsseldorf erfolgreich gestartet
Erstes Seminar „Krisen-PR (IST)“ in Düsseldorf erfolgreich gestartet
Sechs Teilnehmer haben beim IST-Studieninstitut für Kommunikation einen Tag lang openKrisenabläufe analysiert und Verhaltensweisen in Krisensituationen erarbeitet. (Düsseldorf, 30.6.2009) Unter dem Titel „Krisen vermeiden, Krisen meistern“ hat das IST-Studieninstitut für Kommunikation das eintägige Seminar seit diesem Jahr im Programm. In der Krise sind …
Bild: Social Media für Energie, Verkehr, Wasser und AbfallBild: Social Media für Energie, Verkehr, Wasser und Abfall
Social Media für Energie, Verkehr, Wasser und Abfall
… Netze als Kundenbindungsinstrument effektiv nutzen und Ihre Erfolge messen können. Darüber hinaus werden Sie lernen, wie Sie am besten in Krisensituationen die Möglichkeiten von Social Media ausschöpfen und so andere Kommunikationswege entlasten können. Führende Marketing- und Kommunikationsexperten aus folgenden Organisationen: • RWE • Stadtwerke München • Wiener …
Bild: Neues Semincentive zum Thema KrisenmanagementBild: Neues Semincentive zum Thema Krisenmanagement
Neues Semincentive zum Thema Krisenmanagement
… man auf Krisen schlecht vorbereitet. Notfallpläne liegen vielleicht bei einigen Entscheidern vor, aber die sind schnell überlastet, wenn alles und alle auf sie einstürmen. "In Krisensituationen muss schnell und besonnen gehandelt werden - und das kann man üben.", erklärt Bernd Frank, Trainer und Mitinhaber der Semincentives. "Erst wenn jeder weiß, was …
Bild: Effiziente Transportlösungen in den Mittleren Osten Bild: Effiziente Transportlösungen in den Mittleren Osten
Effiziente Transportlösungen in den Mittleren Osten
Hamburg, März 2026 - Die Welt befindet sich in einem ständigen Wandel, gerade in Krisensituationen, wie jenen, die wir derzeit erleben, zeigt sich, wie dringlich stets optimierte und verlässliche Transport- und Logistiklösungen sind. Stravex Transport- und Handelsgesellschaft mbH tritt nun den Beweis an, dass dies auch in herausfordernden Krisenzeiten …
Bild: Notfälle im Tierheim: FFTIN Tierheimsponsoring zeigt, wie Futtermittel in Krisen schnell Unterstützung bietenBild: Notfälle im Tierheim: FFTIN Tierheimsponsoring zeigt, wie Futtermittel in Krisen schnell Unterstützung bieten
Notfälle im Tierheim: FFTIN Tierheimsponsoring zeigt, wie Futtermittel in Krisen schnell Unterstützung bieten
… Versorgungsengpässe oder Naturkatastrophen können innerhalb kurzer Zeit zu Futterknappheit führen. FFTIN Tierheimsponsoring kennt die Herausforderungen, vor denen Tierheime in Krisensituationen stehen, und bietet gezielte Unterstützung durch Futtermittellieferungen. Doch wie kann Tierheimsponsoring seriös betrieben werden, wenn schnelles Handeln gefragt …
Bild: Soziale Medien – Dialog mit der ZielgruppeBild: Soziale Medien – Dialog mit der Zielgruppe
Soziale Medien – Dialog mit der Zielgruppe
Soziale Medien sind prädestiniert für das Marketing und die Verbreitung von Unternehmensinformationen speziell für ausgewählte Zielgruppen wie Kunden oder Stellensuchende. Nie zuvor konnten Unternehmen so einfach Reaktionen, Meinungen und Feedback von außen erhalten. Wer Soziale Medien professionell für sein Business nutzen will, ist gut beraten, sich …
Bild: ZusammenStark.FM - erster Radiosender der sich ausschliesslich um soziale ProjekteBild: ZusammenStark.FM - erster Radiosender der sich ausschliesslich um soziale Projekte
ZusammenStark.FM - erster Radiosender der sich ausschliesslich um soziale Projekte
… benachteilligte Der erste deutschlandweite Radiosender widmet sich Menschen in Not, sozialen Projekten, der Unterstützung der Musik- und Kulturbranche, sowie sozialen Einrichtungen. Gerade in Krisensituationen zeichnet sich Deutschland durch Solidarisierung aus und stellt gemeinsame Projekte auf die Beine, in denen Menschen wieder näher zusammenrücken. In Zeiten …
Sie lesen gerade: Soziale Medien in Krisensituationen