(openPR) Hamburg, den 23. August 2006 – Web 2.0 - was genau ist das überhaupt? „Web 2.0 ist ein Begriff, unter dem die neuen ‚partizipativen’ Anwendungen des Internets zusammengefasst werden“ erklärt Tim Bosenick, Geschäftsführer der Usability-Beratung SirValUse Consulting.
Tim O'Reilly und Dale Dougherty vom Computer-Fachverlag O'Reilly erfanden den Begriff im Frühjahr 2004. Seitdem hat er sich rasant verbreitet und seine Anwendungen sind ein voller Erfolg.
Ein wesentlicher Bestandteil des Web 2.0-Konzepts ist, dass ein Mehrwert durch die Partizipation der Nutzer entsteht. Oder anders ausgedrückt: Je mehr Menschen mitmachen, umso besser werden die Ergebnisse. Die „Nutzbarmachung der kollektiven Intelligenz“ nennt der Web 2.0-Pionier Tim O'Reilly dieses Phänomen.
Nach dem gleichen Erfolgsrezept funktioniert auch das Online-Lexikon „Wikipedia“ oder „Flickr“ - eine Plattform zum Speichern und Austauschen digitaler Fotos. „Flickr“ bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, Bilder zu speichern und anderen zugänglich zu machen. Lebendig wird die Anwendung jedoch erst durch die Such-, Verknüpfungs- und Kommunikationsdienste. Die Nutzer können thematische Gruppen aus eigenen und fremden Fotos anlegen, Bilder kommentieren und über das Web-Interface Nachrichten austauschen. Flickr-Mitglieder können einzelne Bereiche ihrer Fotos mit Textnotizen versehen. Insgesamt ein Angebot mit äußerst attraktiven Funktionen und großem Potential – wenn man es richtig bedienen kann.
Denn das Web 2.0 bringt mit all seinen neuen Möglichkeiten auch neue Herausforderungen für Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit mit sich. Am Beispiel des Fotoservices „Flickr“ mit seiner Summe an Anwendern und Features wird deutlich, dass diese Vielschichtigkeit auch ein großes Risiko birgt.
„Da die Web 2.0-Anwendungen derzeit noch sehr komplex sind, besteht die Gefahr, dass unerfahrene User ausgegrenzt werden – dies kann nicht im Sinne der Anbieter sein“ so der Usability-Experte Tim Bosenick.
Erfahrungsgemäß ist es umso wichtiger, den Usern die Benutzung zu erleichtern, je komplexer die Anwendungen werden. Eine gute Usability ist demnach für das Web 2.0 noch wichtiger als bisher. Denn ist eine Web 2.0 Anwendung nicht benutzerfreundlich, werden Chancen verschenkt, neue User zu gewinnen und zum regelmäßigen Wiederkehren zu bewegen.
Auch Jakob Nielsen weist darauf hin, dass Web 2.0 nicht automatisch alle Usability-Probleme löst: „What’s the common theme in all these business-killing usability problems? They all involve simple usability principles that have been the same for ten years. None of them involve advanced „Web 2.0“ technology; none would be fixed by implementing any of the fancy stuff that everybody’s talking about.“ (Jakob Nielsens Alertbox March 20, 2006. erschienen in: Growing a Business Website: Fix the Basics First)









