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Innovation und Legitimation in der aktuellen Migrationspolitik

06.10.201713:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) In Kooperation mit dem Arbeitskreis Migrationspolitik der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaften, der Fachgruppe Politik und Soziale Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit, der Fachhochschule Kiel, der Evangelischen Hochschule Freiburg, und der Heinrich Böll Stiftung Schleswig-Holstein fand die Fachtagung „Innovation und Legitimation in der aktuellen Migrationspolitik“ am 5. und 6. Oktober 2017 im Schader-Forum in Darmstadt statt.



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Das Besondere dieser Tagung lag im Dialog zwischen Politikwissenschaft, politischer Praxis und Sozialer Arbeit. „Dieser Dialog bildet gewissermaßen das Fundament für die Beantwortung der Fragen nach der Innovationsfähigkeit und den Legitimationsproblemen unserer Demokratie, denen auf dieser Tagung im Feld der aktuellen Migrationspolitik nachgegangen werden sollte“, betonte Alexander Gemeinhardt, der Vorstandsvorsitzende der Schader-Stiftung, in seiner Begrüßung.

Die Fachtagung war so konzipiert, dass Innovationspotenziale an einer sehr zentralen Fragestellung diskutiert werden sollen, nämlich an der Frage nach Einführung eines Punktesystems zur Regelung von Zuwanderung in liberalen Demokratien für Deutschland im internationalen Vergleich mit dem klassischen Einwanderungsland Kanada und anderen Einwanderungsländern.

„Das Ziel hessischer Integrationspolitik ist die chancengleiche Teilhabe aller Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft“, betonte der hessische Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose, der am Panel „Innovation und Legitimation in der Flüchtlingspolitik im Föderalismus“ teilnahm. „Handlungsleitend ist für uns in Hessen, dass Integrationspolitik alle Menschen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, gleichermaßen erreichen muss. Mit den beiden Aktionsplänen zur Integration von Flüchtlingen und zur Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts folgen wir diesem Grundsatz. Mit den Maßnahmen der Aktionspläne unterstützen wir alle in Hessen lebenden Menschen. Wir fragen nicht danach, woher jemand kommt, sondern unterstützen alle Menschen in unserem Land bestmöglich dabei, wo sie hinwollen“, so Klose weiter.

Es wurden sowohl Vertreterinnen und Vertreter der politischen Praxis wie auch gezielt und systematisch Vertreter und Vertreterinnen der politischen Praxis, Praxiswissenschaft und angewandten Forschung der Sozialen Arbeit als Dialogpartnerinnen und -partner in den Diskurs der Politikwissenschaft einbezogen. Im Schnittbereich aus angewandter Forschung und Fachpraxis fungiert die Soziale Arbeit als Expertin der Lebenswelt von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten.

Die Migrationspolitik, insbesondere die Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungspolitik der Europäischen Union, steht seit den starken Fluchtbewegungen nach Europa unter wachsendem Handlungsdruck. Natascha Zaun von der London School of Economics wies auf die mangelnde Asylhomogenisierung in Europa hin. Diese scheitere an den unterschiedlichen Grundbedingungen und Kapazitäten der einzelnen Staaten. Mehr Gesetze oder verbindlichere Regelungen können das jedoch nicht ändern. Vielmehr ist ein Austausch von Expertise unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kapazitäten notwendig.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projekts Integrationspotenziale in Gesellschaftswissenschaften und Praxis der Schader-Stiftung gefördert durch das Landesprogramm WIR des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie unter: www.schader-stiftung.de/migrationspolitik

Quelle: idw

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