(openPR) Künstlerischer Beitrag von Dominik Rinnhofer zur 11. Langen Kunstnacht in Schwäbisch Hall
Projektionen auf den Kocher und die umliegenden Fassaden am Sulfer Steg, 74523 Schwäbisch Hall, Eintritt frei
Unter dem Motto „Nachtkunst“ lädt das städtische Kulturbüro am Samstag, den 14. Oktober 2017, bereits zum elften Mal zur Langen Kunstnacht in die Altstadt von Schwäbisch Hall ein. Zahlreiche bekannte Institutionen und außergewöhnliche Räumlichkeiten stehen an diesem Abend für alle Kunstinteressierten zwischen 18 und 24 Uhr offen. Ein besonderes Highlight der Kunstnacht stellt die Projektion des österreichischen Künstlers Dominik Rinnhofer auf den heimischen Fluss, den Kocher, dar. Sein „Kristallfluss“ beleuchtet auf poetische Weise die Geschichte Schwäbisch Halls als Salzsieder-Stadt. Dominik Rinnhofer war bereits von April bis Juni 2017 mit seiner Einzelausstellung „Watertracks“ im Kunstverein Schwäbisch Hall vertreten, in der er sich mit der Bedeutung von Trinkwasser, dessen Zugänglichkeit und sozialer Komponente für den Menschen auseinandersetzte.
In „Kristallfluss – Salzkristalle und Wasser“ zeichnet Dominik Rinnhofer nun die Geschichte Schwäbisch Halls mit seiner Salzsiede-Vergangenheit nach. Über Hunderte von Jahren wurde das Salz dort aus einer unterirdischen Solequelle gewonnen. Im Rahmen der Kunstnacht führt der Künstler in einer Art alchemistischen Vorgang auf symbolische Weise dem Wasser das Salz wieder zu. Videos von vorab selbst hergestellten Kristallen und kristallinen Strukturen werden auf den Kocher projiziert. Durch das bewegte Wasser des Flusses werden diese Kristalle 'aufgelöst' und auf die Fassade der historischen Stadtmauer zurückgeworfen. Die Illumination der Gebäudefassaden betont die Bedeutung des Salzes für die Stadt Schwäbisch Hall.
In dem Wechselspiel zwischen Licht, Wasser und Reflexion wird mit der Immaterialität des Lichts die Materialität des Wassers zunächst aufgehoben. Kristalle schweben über dem Wasser, lösen sich dann in Strudeln auf. Die Widerspiegelung an der Fassade führt die einzelnen Komponenten nun wieder zu einer Materialität zusammen. Wie im Zusammenspiel von Materie und Antimaterie wird das ursprüngliche Gleichgewicht wiederhergestellt. Die Videoinstallation verdeutlicht, dass nur durch den Erhalt einer energetischen Stabilität der Fortbestand von Ressourcen nachhaltig gesichert werden kann. Mit „Kristallfluss“ setzt sich das Thema Wasser als (erschöpfliche) Ressource und dessen natürlich-biologische wie sozial-ökonomische Bedeutung im Werk von Dominik Rinnhofer fort.
ZUR PERSON
Der österreichische Medienkünstler Dominik Rinnhofer (* 1977 in Dornbirn) arbeitet material- und spartenübergreifend von Land-Art über Video, digitale Werke, interaktive Lichtobjekte, Projektionen sowie Rauminszenierungen. Als Geschäftsführer und Creative Director der PXNG.LI GmbH zeichnet er für diverse Bühnenbilder und Theaterarbeiten sowie angewandte Medienkunst für Ausstellungen und Museen verantwortlich.
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http://www.pong.li/presse_download/Pressefotos_Videosequenz_Kristallfluss_Dominik_Rinnhofer.zip












