(openPR) Hamburg. Der Hafen ist das Tor zur Welt und Umschlagplatz für Güter des globalen Marktes. Doch die Bewegung stockt, wenn die notwendigen Formalitäten nicht zeitnah abgewickelt werden: Ohne die entsprechenden Papiere wird kein Container bewegt. Derzeit schiebt der Zoll eine große Menge an unbearbeiteten Fällen vor sich her. Der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs (SPD) setzt sich für eine automatisierte Abwicklung ein, die dem Hamburger Hafen einen Geschwindigkeitsvorteil verschaffen wird. Unterstützung erhält er dabei aus der Logistikbranche.
Um die zollrechtlichen Notwendigkeiten und die wirtschaftlichen Anforderungen in Einklang zu bringen sowie alle Vorteile der elektronischen Zollabwicklung zu heben, müsse die Zollverwaltung endlich die in anderen europäischen Ländern längst übliche, automatisierte Zollabwicklung im Normalverfahren zeitnah umsetzen. Nur so könne eine dauerhaft verlässliche und zeitnahe Zollabfertigung im Hamburger Hafen sichergestellt werden, so der Unternehmer und Vorsitzende des Verein Hamburger Spediteure e.V. (VHSp), Johan P. Schryver.
Wegen zahlreicher neuer Aufgaben einerseits und unbesetzter Stellen andererseits braucht der Zoll personelle Verstärkung. Aber auch aus Fachkreisen wird darüber hinaus die Automatisierung gefordert, um zukunftsfähig aufgestellt zu sein. Hamburgs Bundestagsabgeordneter Johannes Kahrs (SPD) fordert schon seit langem vom zuständigen Bundesfinanzministerium entsprechende Maßnahmen:
„Verantwortlich für die Zollverwaltung ist CDU-Finanzminister Schäuble. Ich erwarte, dass er hier endlich aktiv wird. Meine Fraktion und ich haben allein im letzten Jahr im Haushaltsausschuss des Bundestages über 500 neue Planstellen sowie Stellenhebungen bei der Zollverwaltung durchsetzen können. Wir haben auch immer klargemacht, dass das Geld für die Automatisierung der Abfertigung bereitgestellt wird. Aber die Konzepte und die Umsetzung, dass muss Schäubles Ministerium machen.“
Bei einem Gespräch zwischen Kahrs und dem Verein Hamburger Spediteure e.V. (VHSp) standen besonders die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens sowie das Optimierungspotenzial der Zollverwaltung im Mittelpunkt der Diskussion. Nun wollen beide gemeinsam Druck machen: Für die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens sind der Zeitfaktor und die Zuverlässigkeit entscheidende Kriterien.
Als moderne Einnahme- und Sicherheitsverwaltung hat der Zoll vielfältige Aufgaben wahrzunehmen. Die eigentliche Kernaufgabe, die Zollabwicklung, ist dabei in der letzten Zeit leider in den Hintergrund getreten, mit der Folge, dass es an den Zoll-Hotspots, wie dem Hamburger Hafen, zu prekären Personalengpässen gekommen ist. Diese haben u.a. dazu geführt, dass sich die Bearbeitungszeiten des Zolls im Hamburger Hafen in den letzten eineinhalb Jahren massiv verschlechtert haben.









