openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Fraunhofer IWS bringt neue Beschichtungsansätze zur EMO mit

15.09.201721:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) (Hannover/Dresden, 15.09.2017) Zwei neue Ansätze zur Beschichtung von Werkzeugen präsentiert das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS auf der EMO 2017. Im Gepäck haben die Dresdner Wissenschaftler die diamantähnliche Kohlenstoffbeschichtung »Diamor®« und einen neuen Ansatz zur Herstellung harter Verschleißschutzschichten mit einer Dicke von mehr als 100 Mikrometern.



---
Das Fraunhofer IWS Dresden nimmt auch im Jahr 2017 an der Leitmesse für Metallbearbeitung EMO teil. An ihrem Stand informieren Wissenschaftler des Instituts über zwei Möglichkeiten der Veredelung von Werkzeugoberflächen. Dazu gehört die Beschichtung mit diamantähnlichem Kohlenstoff (ta-C) »Diamor®«. Aufgrund ihrer reibmindernden Wirkung eignet sie sich sowohl für eine Vielzahl geschmierter als auch nicht geschmierter Anwendungen. Die besondere Haftfestigkeit der bis zu 15 Mikrometer dicken Schichten erlaubt die Beschichtung einer Vielzahl von Komponenten und Werkzeugen. Das Fraunhofer IWS setzt für den Beschichtungsprozess die speziell entwickelte Laser-Arc-Technik ein und nutzt einen Plasmafilter, um glatte und homogene Schichten zu erzeugen. »Diamor®«-Schichten erreichen Härten von bis zu 80 Gigapascal (das entspricht etwa 80 Prozent der Härte von Diamant als härtestem bekanntem Material). Im Ergebnis steigt der Widerstand gegen Verschleiß – zum Beispiel bei Zerspanungswerkzeugen – und gleichzeitig sinkt die Reibung mit dem zu spanenden Material. Die harte und glatte Kohlenstoffoberfläche reduziert die Anhaftung des Gegenwerkstoffs und eignet sich deshalb besonders für die Aluminiumzerspanung. Aufgrund der Eigenschaftskombination aus hoher Abrasionsbeständigkeit, geringer Reibung und Anhaftungsneigung empfiehlt sich die ta-C-Beschichtung besonders für das Zerspanen von Verbundmaterialien.

Dicke Schichten für höhere Belastung

Verschleißmindernde Eigenschaften stellt das Fraunhofer IWS auch in Form eines neuen Ansatzes für die Herstellung von dicken PVD-Beschichtungen vor. Galten Werte von drei bis fünf Mikrometern in den vergangenen Jahrzehnten als obere Grenze der Dicke für eine Vielzahl von Anwendungen der Zerspanung, der Umform- und der Kunststofftechnik, so gelang es den Dresdner Wissenschaftlern nun, harte Verschleißschutzschichten mit Stärken von 100 Mikrometern und mehr zu produzieren. Dies gelingt durch einen nanolagigen Aufbau, der über die gesamte Schichtdicke eine homogene Eigenschaftsverteilung aufweist. Der neuartige Schichttyp bietet einen substanziell verbesserten Schutz im Vergleich zu den herkömmlichen dünnen Schichten. Insbesondere für die Werkzeugherstellung eröffnen sich somit vielversprechende Perspektiven, da dicker beschichtete Oberflächen höherer Belastung widerstehen. Der Ansatz des Fraunhofer IWS ermöglicht zusätzlich neue Wege der Nachbehandlung, zum Beispiel für die Strukturierung, Politur oder das Schärfen von Schneidkanten.

Besuchen Sie uns auf der EMO in Hannover vom 18.–23. September 2017 in Halle 4, Stand F02. Neben den genannten Beschichtungsverfahren stellt das Fraunhofer IWS auch die Themen Laserstrahlhärten und Laserwalzplattieren vor.

Ansprechpartner
Leiter Geschäftsfeld PVD- und Nanotechnologie: Prof. Dr. Andreas Leson |
Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS |
Winterbergstraße 28 | 01277 Dresden | www.iws.fraunhofer.de |
Telefon +49 351 83391-3317 | E-Mail

Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Ralf Jäckel | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS |
Winterbergstraße 28 | 01277 Dresden | www.iws.fraunhofer.de |
Telefon +49 351 83391-3444 | E-Mail

Weitere Informationen:
- https://www.iws.fraunhofer.de/de/presseundmedien/presseinformationen/2017/presseinformation_2017-17.html

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 969087
 862

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Fraunhofer IWS bringt neue Beschichtungsansätze zur EMO mit“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Bild: »FLUX-LMDR« will Energieeffizienz von Transformatoren erhöhenBild: »FLUX-LMDR« will Energieeffizienz von Transformatoren erhöhen
»FLUX-LMDR« will Energieeffizienz von Transformatoren erhöhen
(Neumarkt/Dresden, 15.12.2017) Der Startschuss für das Projekt »Technologie zur Steigerung der Energieeffizienz bei Verteilungstransformatoren« (FLUX-LMDR) ist am 30. November 2017 gefallen. Unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden untersucht ein Verbund aus fünf Partnern aus Wissenschaft und Industrie in den kommenden drei Jahren die Laserbehandlung von Trafoblech. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hatte den Projektantrag Ende Oktober bewilligt. Das Fraunhofer IWS übernimmt die te…
Bild: Kleine Strukturen – große WirkungBild: Kleine Strukturen – große Wirkung
Kleine Strukturen – große Wirkung
Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt (Dresden/Dahlewitz, 20.11.2017) Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem Luftfahrtforschungsprogramm (LuFo) eine effiziente Turbineneinlaufbeschichtung für Flugzeugtriebwerke entwickelt. Mit Hilfe eines hochpräzisen Lasers werden winzige Strukturen aus Metall erzeugt, die für eine außergewöhnliche Haftfestigkeit sorgen. Die Einlaufschicht hält bei Sta…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Mit Lichtgeschwindigkeit zur E-MobilityBild: Mit Lichtgeschwindigkeit zur E-Mobility
Mit Lichtgeschwindigkeit zur E-Mobility
Laserremoteschneiden unterstützt Entwicklung neuer Batteriewerkstoffe (Dresden, 03.11.2017) Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS setzt mit dem Laserschneiden von Batteriematerialien Standards hinsichtlich Schnittgeschwindigkeit, Fertigungstoleranzen und Flexibilität. Anlässlich des sechsten Lithium-Schwefel-Batterie-Workshops …
Bild: »MuReA« sorgt für schnelle und großflächige LasereinsätzeBild: »MuReA« sorgt für schnelle und großflächige Lasereinsätze
»MuReA« sorgt für schnelle und großflächige Lasereinsätze
Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS entwickelte ein neuartiges Remote-Anlagen-Konzept (MuReA) für eine schnelle und flexible Laserbearbeitung. Dafür werden Laser-Remote-Systeme, Spindelantriebe und leistungsfähige Strahlquellen miteinander kombiniert. Im Ergebnis ermöglicht die neuartige Laseranlage das großflächige, flexible …
Bild: “MuReA“ provides quick and large-scale laser applicationsBild: “MuReA“ provides quick and large-scale laser applications
“MuReA“ provides quick and large-scale laser applications
The Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS developed the novel remote system concept (MuReA) for quick, flexible and efficient laser processing tasks. IWS scientists combined laser remote systems, spindle drives and high performance beam sources with each other. As a result, this novel laser system enables large-scale, flexible and …
Bild: Kleine Strukturen – große WirkungBild: Kleine Strukturen – große Wirkung
Kleine Strukturen – große Wirkung
Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt (Dresden/Dahlewitz, 20.11.2017) Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem Luftfahrtforschungsprogramm (LuFo) eine effiziente Turbineneinlaufbeschichtung für Flugzeugtriebwerke …
Bild: Supereffizient – Hydraulikkolbenstangen mit Hochleistungslaseranlage beschichtenBild: Supereffizient – Hydraulikkolbenstangen mit Hochleistungslaseranlage beschichten
Supereffizient – Hydraulikkolbenstangen mit Hochleistungslaseranlage beschichten
Über eine erhöhte Leistungsfähigkeit im Laserstrahl-Auftragschweißen verfügt ab sofort Bosch Rexroth am niederländischen Standort Boxtel. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden optimierte gemeinsam mit dem Hersteller von Antriebs- und Steuerungstechnik einen industriellen Fertigungsprozess. Dazu rüsteten die Wissenschaftler …
Bild: »FLUX-LMDR« will Energieeffizienz von Transformatoren erhöhenBild: »FLUX-LMDR« will Energieeffizienz von Transformatoren erhöhen
»FLUX-LMDR« will Energieeffizienz von Transformatoren erhöhen
… Der Startschuss für das Projekt »Technologie zur Steigerung der Energieeffizienz bei Verteilungstransformatoren« (FLUX-LMDR) ist am 30. November 2017 gefallen. Unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden untersucht ein Verbund aus fünf Partnern aus Wissenschaft und Industrie in den kommenden drei Jahren die …
Bild: Lasagni awarded with Materials Science and Technology Prize 2017Bild: Lasagni awarded with Materials Science and Technology Prize 2017
Lasagni awarded with Materials Science and Technology Prize 2017
Prof. Andrés Lasagni from the Institute of Manufacturing Engineering at the “Technische Universität Dresden” and head of the “Center for Advanced Micro-Photonics (CAMP)” at the Fraunhofer IWS received the Materials Science and Technology Prize 2017. Every two years the Federation of European Materials Societies (FEMS) awards the prize to young European …
Bild: Lasagni mit Materials Science and Technology Preis 2017 ausgezeichnetBild: Lasagni mit Materials Science and Technology Preis 2017 ausgezeichnet
Lasagni mit Materials Science and Technology Preis 2017 ausgezeichnet
Prof. Andrés Lasagni vom Institut für Fertigungstechnik der TU Dresden und Leiter des »Center for Advanced Micro-Photonics (CAMP)« am Fraunhofer IWS erhielt den Materials Science and Technology Preis 2017. Alle zwei Jahre vergibt die Federation of European Materials Societies (FEMS) die Auszeichnung an junge europäische Materialwissenschaftler, die mit …
Bild: Sichere und effektive Energiespeicher der Zukunft: Lithium-Schwefel-TechnologieBild: Sichere und effektive Energiespeicher der Zukunft: Lithium-Schwefel-Technologie
Sichere und effektive Energiespeicher der Zukunft: Lithium-Schwefel-Technologie
Im Mai 2017 ist das von der Fraunhofer-Gesellschaft geförderte Verbundprojekt LiScell erfolgreich beendet worden. Erforscht wurde die Lithium-Schwefel-Technologie, die mit geringen Materialkosten und hoher Energiedichte eine attraktive Energiespeicherlösung für die Mobilität der Zukunft sein könnte. --- Die effiziente Speicherung elektrischer Energie …
Sie lesen gerade: Fraunhofer IWS bringt neue Beschichtungsansätze zur EMO mit