openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Wir müssen reden!

14.09.201717:21 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Wir müssen reden!

(openPR) Am kommenden Sonntag ist Internationaler Tag der Patientensicherheit; Thema: „Wenn Schweigen gefährlich ist – Kommunikation im Gesundheitswesen“. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist seit vielen Jahren Mitglied im Aktionsbündnis für Patientensicherheit und kämpft aktiv für größtmögliche Sicherheit im Gesundheitssystem. „Wir fordern deshalb anlässlich dieses Tages nicht nur Pflegefachpersonen, sondern die Angehörigen aller Professionen im Gesundheitswesen ausdrücklich auf, ihren Beitrag zu einer echten und sicheren Kommunikation in allen Einrichtungen und Diensten zu leisten. Eine offene, verständliche, kontextbezogene und leistungsfähige Kommunikation auf allen Ebenen und zwischen allen Beteiligten ist das A und O jeder Gesundheitsversorgung, reduziert Fehler, baut Ängste ab, verhindert Missverständnisse und Konflikte, spart Zeit und Kosten und führt am Ende zu den bestmöglichen Outcomes. Daran muss allen gelegen sein“, sagte heute DBfK-Sprecherin Johanna Knüppel in Berlin. „Für gelingende Kommunikation benötigt man fachliche und soziale Kompetenz, sie muss bereits in der Ausbildung vermittelt werden. Gute Kommunikation braucht Augenhöhe und eine Arbeitsplatzkultur, die Hinterfragen nicht nur zulässt, sondern als Chance zur Weiterentwicklung ausdrücklich will“, fordert Knüppel.



Die Kommunikation von Mensch zu Mensch hat leider im deutschen Gesundheitssystem erheblich an Stellenwert eingebüßt. Man optimiert, verkürzt und beschleunigt die Prozesse, rationalisiert, digitalisiert – und vergisst dabei, dass der direkte Dialog mit Patienten und Bewohnern, das gemeinsame Suchen nach guten Lösungen und Therapiekonzepten, das Gespräch auf Augenhöhe, um zu einer informierten gemeinsamen Entscheidung zu gelangen, einfach unverzichtbar sind. Kommunikation wurde nach für nach wegdelegiert: an die Patientenakte bzw. Pflegedokumentation, an Informationsblätter und –broschüren, an digitale Technik. Gespräche und Diskussionen werden auf ein Minimum reduziert, denn im Verständnis von Ökonomen gelten sie als kostspieliger Leerlauf. Die gemeinsame Visite von Ärzten und Pflegefachpersonen fiel dem Zeitdruck zum Opfer, ungestörte Mitarbeiterrunden und Übergabegespräche haben Seltenheitswert. Interprofessionelle Fallbesprechungen, in denen man gemeinsam nach der besten Lösung sucht, kommen allenfalls noch in psychiatrischen Abteilungen vor, organisiert wird per IT und nicht durch Absprachen. Der hilfebedürftige und hilfesuchende Mensch bleibt aber ein vulnerables Individuum, das darauf angewiesen ist, im Krankenhaus oder im Heim keinen vermeidbaren Schaden zu erleiden; seine individuellen Bedürfnisse sind selbstverständlich zu berücksichtigen, er soll im Mittelpunkt stehen. Dafür gibt es hierzulande allerdings noch viel zu tun.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 968806
 156

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Wir müssen reden!“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, Bundesverband e.V.

Bild: Wahre Wertschätzung beschränkt sich nicht auf eine PrämieBild: Wahre Wertschätzung beschränkt sich nicht auf eine Prämie
Wahre Wertschätzung beschränkt sich nicht auf eine Prämie
Seit Wochen war sie im Gespräch, nun haben Bundestag und Bundesrat für beruflich Pflegende eine steuerfreie Belohnung ihrer harten Arbeit unter Corona-Bedingungen beschlossen. „Die jetzt nach längerem und streckenweise unwürdigem Geschacher um ihre Finanzierung bewilligte Prämie ist leider ein Dankeschön mit fadem Beigeschmack“, erklärt Prof. Christel Bienstein, die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK). „Über Wochen konnten die Pflegenden erleben, dass die Prämie zwar vollmundig versprochen, dann aber ein Streit da…
Bild: DBfK-Aktion #PflegeNachCorona – die Neubewertung der PflegeBild: DBfK-Aktion #PflegeNachCorona – die Neubewertung der Pflege
DBfK-Aktion #PflegeNachCorona – die Neubewertung der Pflege
Beruflich Pflegende sind „systemrelevant“ – darüber sind sich Politik und Gesellschaft seit Beginn der Covid-19-Pandemie offenbar einig. Der anfängliche Applaus im Bundestag und auf den Balkonen verklingt jedoch, der angekündigte Pandemie-Bonus wird längst nicht alle professionell Pflegenden erreichen. Von vielen Politikern in Bund und Ländern ist in diesen Wochen der Krise eine Neubewertung des Stellenwerts der Pflegeberufe und die Neujustierung des Gesundheitssystems in Aussicht gestellt worden. Allerdings steht zu befürchten, dass diese Ve…

Das könnte Sie auch interessieren:

Sie lesen gerade: Wir müssen reden!