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Das Miteinander lernen

23.08.201712:27 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Das Miteinander lernen
Seit zwei Jahren kommt Jonas regelmäßig in die Frühförderstelle.
Seit zwei Jahren kommt Jonas regelmäßig in die Frühförderstelle.

(openPR) Markdorf – Vom Säugling bis hin zu Kindern, die kurz vor dem Eintritt in die Schule sind – im Schnitt kommen jährlich 235 Kinder zur regelmäßigen Therapie in die Frühförderstelle der Stiftung Liebenau in der Markdorfer Spitalstraße. Hier lernen sie, ihre Fähigkeiten besser und differenzierter zu entwickeln. Nur so können die Folgen früher Entwicklungsprobleme abgewendet oder zumindest gemildert werden.



„Hallo Zebra, da bin ich wieder“, mit diesen Worten saust Jonas in die Ecke des Spielzimmers und zieht das Kuscheltier hervor, das in der Therapiestunde immer an Jonas Seite sein muss. Gemeinsam mit seiner Heilpädagogin Hildegard Stumm lesen sie ein Buch. „Die Ente pustet das Becken“, erzählt Jonas ganz fasziniert seinem Esel die Geschichte, ungeduldig blättert er zur nächsten Seite.

Jonas hatte keine Sprache

Im Herbst wird Jonas fünf Jahre alt und schon bei den ersten Sätzen, die er spricht, wird deutlich, dass seine Sprachentwicklung nicht altersgerecht ist. „Als Jonas mit knapp drei Jahren zu uns kam, sprach er so gut wie gar nicht. Seine Sprache war auf dem Stand eines Einjährigen.“, erinnert sich seine Heilpädagogin noch gut an die ersten Stunden. Doch die Sprache war nicht sein einziges Defizit: „Körperliche Entwicklung und Sozialverhalten waren ebenfalls verzögert. Fremdanforderungen versuchte Jonas zu umgehen. Es fiel ihm ganz schwer, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.“ Anfangs mussten die Eltern bei den Therapiestunden immer mit dabei sein. Es dauerte fast ein Jahr, bis Jonas sich traute, alleine zu bleiben. Etwa zu dem Zeitpunkt begann Jonas in der Frühförderstelle eine zweite Therapie. Mit Hilfe seiner Logopädin gelang es ihm, seine Sprache zu finden.

Jonas übt spielen

Heute darf er der Verkäufer sein und Hildegard Stumm und der Esel kaufen ein. Karotten und Kürbis für eine Suppe. Jonas muss die Tomaten abzählen, die richtigen Farben suchen und das Geld kassieren. Dabei muss er sich organisieren. „Wir üben einen Spielablauf logisch aufzubauen“, erklärt Frau Stumm. „Jonas merkt sich alles unheimlich schnell, aber er braucht Wiederholungen und Sicherheit“. Im Kindergarten wurde es für Jonas schwierig. Die große Gruppe verunsicherte ihn. Natürlich wollte er mit den anderen Kindern spielen. Die verstanden ihn aber oft nicht. Auf der anderen Seite war Jonas nicht in der Lage mit unerwarteten Situationen umzugehen, sich auch auf andere einzulassen. „Mit anderen Kindern Absprachen treffen, abwarten oder Kompromisse eingehen, die Signale der anderen Menschen zu verstehen, damit tut sich Jonas sehr schwer. Ebenso wenn es darum geht, seine eigenen Bedürfnisse zu äußern. Das aber sind grundlegende Fähigkeiten, die wir im menschlichen Miteinander brauchen“, so Hildegard Stumm, die im Spiel solche Konfliktsituationen mit ihm trainiert. Nach den Sommerferien wird Jonas mit einem anderen Kind in eine Therapiegruppe aufgenommen. Es ist der nächste Schritt in seiner gezielten Förderung. Dann steht er vor neuen Herausforderungen.

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Info:

Eltern, die sich Sorgen über die Entwicklung ihres Kindes machen, können sich zu einem ersten Gespräch einfach an die Frühförderstelle wenden. In einem nächsten Schritt wird dann der behandelnde Kinderarzt einbezogen, der eine Entwicklungsdiagnostik in der Frühförderstelle verordnen kann.

Kontakt:
Frühförder- und Beratungsstelle für Eltern und Kind
Telefon +49 7544 71838
E-Mail

Weitere Infos zur Frühförderung in der Stiftung Liebenau finden Sie unter www.netzwerkfamilie.de.
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