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Über 10.000 Quadratmeter auf vier Etagen für Ressourceneffizienz-Forschung

28.07.201715:23 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Über 10.000 Quadratmeter auf vier Etagen für Ressourceneffizienz-Forschung
24.07.2107: Nur zehn Monate nach der Grundsteinlegung konnte die Universität Augsburg das Richtfest feiern!
24.07.2107: Nur zehn Monate nach der Grundsteinlegung konnte die Universität Augsburg das Richtfest feiern!

(openPR) Nur 16 Monate nach dem Beginn der Aushubarbeiten und nur zehn Monate nach der feierlichen Grundsteinlegung konnte heute die ursprünglich für Ende des Jahres prognostizierte Fertigstellung des Materials Resource Management-Rohbaus der Universität Augsburg gefeiert werden. Dementsprechend optimistisch gab sich beim heutigen Richtfest Staatssekretär Gerhard Eck vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr mit Blick auf die jetzt bereits für Ende 2018 geplante Gesamtfertigstellung und Übergabe. Im Süden des Universitätscampus unmittelbar an der Grenze zum Augsburg Innovationspark gelegen, wird dieses ambitionierte Forschungs- und Lehrgebäude partiell auch von MRM-affinen Professuren der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Augsburg mitgenutzt werden.



Den mit dem neuen Gebäude verbundenen Vernetzungs- und Kooperationsanspruch, der rein räumlich bereits durch die unmittelbare MRM-Nachbarschaft zu den Forschungsgebäuden der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie zum Technologiezentrum Augsburg (TZA) zum Ausdruck kommt, hoben sowohl die Präsidentin der Universität Augsburg als auch der Präsident der HAW Augsburg hervor:

Freistaat setzt auf den Wissenschaftsstandort Augsburg/Schwaben
Mit ihrem dynamischen Wachstum auch im Bereich der Naturwissenschaften, der Technik und der Informatik leiste die Universität Augsburg einen wichtigen Beitrag zum Technologiestandort Schwaben, sagte Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel. Mit den beeindruckenden 43,2 Millionen Euro, die der Freistaat in den MRM-Neubau investiere, mache er „deutlich, dass er auf den Wissenschaftsstandort Augsburg/Schwaben setzt, um Materialien und Technologien der Zukunft zu erforschen und zu entwickeln“. Die gute Zusammenarbeit mit der Hochschule Augsburg in diesem Kontext könne „als beispielhaft gelten für die strategische Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Bayern.“

Erfolgreiche Forschung benötigt Interdisziplinarität und Kooperation
HAW-Präsident Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair gab sich überzeugt, dass Angewandte Forschung der Zukunft nicht in separat abgeschlossenen Einheiten funktionieren könne. „Erfolgreiche Forschung“, sagte er, „benötigt Interdisziplinarität und Kooperation in vielfacher Hinsicht. Das MRM Gebäude ist ein weiterer, wichtiger Schritt für eine noch stärkere Zusammenarbeit aller Beteiligten im Großraum Bayerisch-Schwaben, insbesondere auf dem Feld des Materials Resource Management.“

Ressourceneffizienz und Digitalisierung von Produktionsprozessen
Dieses innovative Wissenschaftsgebiet richtet seinen Blick auf die Erforschung und Entwicklung rohstoff- und energiesparender Materialien und Technologien. Ressourcen-Effizienz gilt angesichts der wachsenden Weltbevölkerung in Verbindung mit immer knapper und teurer werdender natürlicher Rohstoffe als eine zentrale Zukunftsherausforderung – inhaltlich eng verbunden mit der Digitalisierung von Entwicklungs- und Produktionsprozessen. Auf diesen Gebieten hat sich die Universität Augsburg in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf erarbeitet, dessen konsequente Weiterentwicklung im jetzt entstehenden Gebäude optimale Bedingungen vorfinden wird.

Bei den beiden universitären Kompetenzfeldern, die Ende 2018 in das neue Gebäude einziehen werden, handelt es sich konkret um „Materialien & Ressourcen“ sowie „Produktion & Software“ mit ihren Forschungsschwerpunkten „Materials Engineering“ sowie „Ressourcenstrategie und -management“ bzw. „Software & Systems Engineering“, „Mechatronik“, „Regelungstechnik“, „Produktionsinformatik“ und „Organic Computing“.
Forschungs- und Kooperationsbereiche und Lehrinfrastruktur

Insgesamt werden auf vier Geschossen über 11.000 Quadratmeter für Forschung und Lehre zur Verfügung stehen. Durch Kommunikationsflächen auf engen Austausch angelegt, bilden die beiden universitären Forschungsbereiche und der von den HAW-Professuren genutzte Kooperationsbereich drei funktional und thematisch separate Einheiten mit Laboren, Projekträumen, Büros und zwei Versuchshallen. Als vierte Einheit kommt eine Lehrinfrastruktur hinzu, die neben Seminar-und Übungsräumen einen 120 Plätze bietenden Hörsaal für die technisch-ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge der Universität Augsburg bietet.

Nachhaltiges Wirtschaften durch Forschung und Lehre befördern
Bei diesen Studiengängen handelt es sich um die seit 2011/12 angebotenen und stark nachgefragten interdisziplinären Bachelor- und Masterprogramme Wirtschaftsingenieurwesen und Ingenieurinformatik. Sie basieren auf den ausgewiesenen Forschungskompetenzen, über die die Universität Augsburg in den Disziplinen Physik/Materialwissenschaften, Ressourcenstrategie und Ressourcenmanagement sowie Angewandte Informatik und Wirtschaftsinformatik verfügt. Am Institut für Materials Resource Management (MRM) werden innovative Strategien für eine effiziente Nutzung von Ressourcen, Materialien und Produkten entwickelt. Die Institute für Informatik und für Software & Systems Engineering (ISSE) widmen sich der Digitalisierung von Entwicklungs- & Produktionsprozessen. Übergeordnet ist das Ziel, durch die gemeinsamen Forschungen und Entwicklungen nachhaltiges Wirtschaften zu befördern.

Für Nachhaltigkeitsforschung nachhaltig gebaut
Dass das Thema Nachhaltigkeit nicht nur Forschung und Lehre im neuen Gebäude überwölben wird, sondern auch Richtschnur bei der Konzeptionierung und Realisierung des Gebäudes selbst Richtschnur war und ist, betonte Staatssekretär Eck: „Auch bei diesem Neubau haben wir in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz viel getan. So kühlen wir das Gebäude mit Kühlwasser über eine Brunnenwasseranlage. Die Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen generieren Strom. Wärmerückgewinnungsanlagen in der Lüftung und eine moderne, zeitgesteuerte Beleuchtungstechnik sind für uns bereits Standard.“

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