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Roter Teppich für SAP-Experten - DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2017

13.07.201712:01 UhrIT, New Media & Software
Bild: Roter Teppich für SAP-Experten - DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2017
Gewünschte Berufsabschlüsse von SAP-Beratern und SAP Entwicklern(Quelle: DEKRA Akademie)
Gewünschte Berufsabschlüsse von SAP-Beratern und SAP Entwicklern(Quelle: DEKRA Akademie)

(openPR) - Ideale SAP-Berater sind kommunikationsstark, SAP-Entwickler teamfähig
- Studium nicht alleinige Eintrittskarte in den Beruf
- Berufserfahrung hat hohen Stellenwert

Mehr als 350.000 Unternehmen weltweit steuern und überwachen ihre Prozesse mit SAP-Software. Wer als Berater, Entwickler oder auch Anwender die Software bedienen kann, hat beste Chancen am Arbeitsmarkt. Doch die Anforderungen an die fachlichen und persönlichen Kompetenzen sind hoch: SAP-Berater und SAP-Entwickler müssen sich spezialisieren, fundierte SAP-Fachkenntnisse und idealerweise einschlägige Berufserfahrung mitbringen.



Im Rahmen des DEKRA Arbeitsmarkt-Reports 2017 wurden 323 Stellenangebote für SAP-Fachkräfte vertiefend untersucht. Ein besonderer Fokus lag dabei auf SAP-Beratern und SAP-Entwicklern (61 bzw. 26,3 %).

Die Software des Anbieters aus Walldorf liefert in vielen Unternehmen Daten, die die Grundlage für strategische Entscheidungen bilden. Unternehmen greifen oft auf spezialisierte IT-Beratungshäuser zurück, wenn sie die Lösung einführen oder anpassen. Dementsprechend ist bei gut jeder dritten Stelle für SAP-Berater und bei jeder fünften für SAP-Entwickler in der Stichprobe ein IT-Unternehmen bzw. ein IT-Beratungshaus der zukünftige Arbeitgeber von Bewerbern.

Prozesse und Technologie gleichermaßen im Blick

Berater sind eher auf die Prozesse fokussiert, die die Software steuern soll, Entwickler hingegen auf die technischen Lösungen. Die Analyse zeigt jedoch: Die Aufgaben der zwei Spezialisierungen überschneiden sich teilweise. Sowohl die Jobprofile von SAP-Beratern als auch SAP-Entwicklern beinhalten am häufigsten Programmierungs-, Entwicklungs- und Implementierungsaufgaben (78,7 bzw. 96,5 %). Auf SAP-Entwickler warten weitere klassische Entwicklertätigkeiten, die anfallen, wenn ein System geplant, getestet und eingeführt wird. Dabei spielen Planung und Dokumentation eine besonders wichtige Rolle.

Bei SAP-Beratern haben prozessorientierte Aufgaben ein größeres Gewicht, da mit einer SAP-Einführung nicht nur technische, sondern vor allem auch erhebliche organisatorische Veränderungen einhergehen: Jedes zweite Inserat benennt Inhouse-Beratung als einen Bereich, für den Berater in ihrer neuen Position verantwortlich sind. Ebenso liegt ihr Fokus darauf, Kunden zu betreuen sowie Anwender zu schulen, die später das System nutzen. Im Vorfeld einer Implementierung ana-lysieren vor allem SAP-Berater die Geschäftsprozesse, um Systeme und Module optimal auswählen und anpassen zu können.

Spezialisierung ist erforderlich

Aufgrund der Produktvielfalt von SAP müssen sich SAP-Experten auf eine Branche und bestimmte Lösungen spezialisieren. Arbeitgeber suchen am häufigsten Mitarbeiter, die sich mit den Modulen im Bereich SAP Logistik auskennen. Andere setzen Kenntnisse in SAP Financial voraus. Für Entwickler ist die Programmiersprache ABAP eine zentrale Voraussetzung: Zwei von drei Anforderungsprofilen sprechen sie explizit an. Da SAP-Berater ebenfalls Hand anlegen und Komponenten den Kundenbedürfnissen anpassen, sollten sie teilweise ebenfalls ABAP beherrschen (27,4 %). Aktuell ist die Entwicklungsplattform SAP HANA stark im Kommen, die unter anderem Business-Analytics- oder Cloud-Anwendungen ermöglicht. Für mehr als jede fünfte Stelle sowohl für Berater als auch Entwickler werden entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen benötigt. Bewerber, die diese Zukunftstechnologien beherrschen, sind gut aufgestellt, da immer mehr Unter-nehmen ihre Einführung planen.

Studium nicht per se die Eintrittskarte

Ein Hochschulabschluss, entweder in Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Betriebswirtschaft, ist zwar eine sehr gute Voraussetzung, aber erst in Verbindung mit Praxiserfahrung öffnen sich Bewerbern alle Türen. Welche Relevanz sie hat, verdeutlicht unter anderem die Tatsache, dass Arbeitgeber vergleichsweise oft alternativ auch eine Berufsausbildung akzeptieren. Außerdem ist für mehr als jede zweite Berater- und Entwickler-Stelle Berufspraxis erforderlich (55,8 % bzw.
52,9 %). SAP-Entwickler auf Jobsuche haben in jedem fünften Fall sogar nur eine Chance, wenn sie schon seit Langem auf diesem Gebiet arbeiten.

Soft Skills machen den Unterschied

Fundierte Fachkenntnisse sind Voraussetzung für SAP-Spezialisten. Doch erst in Kombination mit bestimmten Soft Skills werden sie zu exzellenten Beratern und Entwicklern: Kommunikationsstärke ist eine entscheidende Eigenschaft von SAP-Beratern, auf die mehr als jeder zweite Arbeitgeber besonderen Wert legt (55,3 %). Diese benötigen sie, um interne oder externe Kunden von Lösungen zu über-zeugen, Zweifler an Bord zu holen oder zu erklären, warum bestimmte Dinge nicht umsetzbar sind. Außerdem werden eine analytische und konzeptionelle Denkweise (34,0 %) sowie eine hohe Dienstleistungsorientierung (33,0 %) vorausgesetzt. Bei SAP-Entwicklern hingegen steht die Teamfähigkeit ganz oben auf der Wunschliste von Personalern (49,4 %). Aber auch sie müssen kommunikativ sein, da in Projekten unterschiedlichste Mitarbeiter und externe Dienstleister involviert sind. Neben einer analytischen und konzeptionellen Denkweise legen Arbeitgeber bei jeder fünften Position für Entwickler Wert darauf, dass sie selbstständig und verantwortungsbewusst arbeiten.

„Die Tätigkeit von SAP-Spezialisten ist anspruchsvoll. Wer Berufserfahrung mitbringt, ist bei der Jobsuche im Vorteil, kann sich aber noch weniger als in der Vergangenheit darauf ausruhen“, fasst Dr. Peter Littig, Bildungspolitischer Berater der DEKRA Akademie zusammen. „Themen wie Cloud oder Business Analytics, die ganz neue technische und strategische Fragestellungen mit sich bringen, nehmen erst jetzt in der Breite richtig Fahrt auf.“

Inhalte des DEKRA Arbeitsmarkt-Reports 2017:
Im Erhebungszeitraum vom 20. bis 26. Februar wurden Stellenanzeigen in elf deutschen Tageszeitungen, zwei Online-Jobbörsen und zwei sozialen Netzwerken ausgewertet. Der Report beinhaltet
- einen Überblick über die Entwicklung der Berufe und Tätigkeitsfelder
- eine vertiefende Analyse der Tätigkeit von KEP-Fahrern und -Zustellern
- eine vertiefende Analyse der Tätigkeit von SAP-Fachkräften
- einen Exkurs zum Thema „Hygienemanagement“
- als Jubiläums-Special zehn Expertenkommentare zur Zukunft der Arbeit

Der DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2017 kann kostenfrei per E-Mail unter
E-Mail angefordert werden und steht als Blätterkatalog unter https://www.dekra-akademie.de/de/dekra-arbeitsmarkt-report-2017 zur Verfügung.

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