(openPR) Frühkartoffelimporte verstopfen derzeit die Regalplätze im LEH. Der beginnt den Einsatz von deutschen Frühkartoffeln zu verschieben. Die vom Verbraucher gewünschte Regionalität und Nachhaltigkeit der Erzeugung von Nahrungsmitteln bleiben auf der Strecke.
Festschaligen Speisefrühkartoffeln aus dem Südwesten Deutschlands stehen ab sofort umfangreicher für den Verkauf über den LEH bereit. Der Absatz erfüllt bisher aber nicht die Erwartungen. Er wird durch die drängenden und günstigen Importe beispielsweise aus Spanien begrenzt. Das könnte so bleiben, wenn einige Discounter nicht wie ursprünglich avisiert ab dem Ende dieser Woche bundesweit mit dem Verkauf von Frühkartoffeln aus der Pfalz beginnen, sondern erst eine Woche oder sogar zwei Wochen später.
Das Verhalten des LEHS kommt dem Verbraucherwunsch nach regional erzeugter Ware nicht nach. Darauf machen Erzeugervertreter ihre Abnehmer und die Öffentlichkeit aufmerksam.
Der Handel treibt die hiesige Landwirtschaft zudem in einen ruinösen Wettbewerb mit den Importen. Am Bedarf vorbei produzierte Überschüsse aus dem Mittelmeerraum sollen die Benchmark für die Preisgestaltung in Deutschland werden. Dazu der Vorsitzende der Bundesvereinigung Erzeugergemeinschaften Kartoffeln, Alois Keutmann: „Landwirtschaft soll ökologisch nachhaltig sein. Das geht nur, wenn sie auch ökonomisch nachhaltig ist. Darauf muss die Branche jetzt Rücksicht nehmen. Wir stellen uns dem Wettbewerb, wollen von diesem aber nicht per Federstreich des LEHs von vorne herein ausgeschlossen werden“. Er fordert den Lebensmitteleinzelhandel deshalb auf, den Verbrauchern sofort umfangreicher Frühkartoffeln aus Deutschland anzubieten.






