(openPR) Herbstliche Handwerkerimpressionen beim
Leonhardimarkt in Wildbad Kreuth
Stimmungsvolle Handwerkerausstellung zeigt bezahlbaren Luxus. Der Verein Faszination Handwerk e. V. ist am Leonhardiwochenende zum zweiten Mal in Wildbad Kreuth.
Kreuth (wrm) - Romantisch ist sie ja schon, die Gegend um Kreuth. Besonders wenn man, den Wald verlassend die kleine Anhöhe erreicht hat und sich das Tal von Wildbad Kreuth vor einem ausbreitet. Von Bergen eingerahmt bildet es die schönste Kulisse für das historische Kurbad, in dem sich früher der europäische Adel gerne erholte. Zum zweiten Mal wird der Leonhardimarkt, eine äußerst ansprechende Handwerker-ausstellung hier ausgerichtet (Freitag, 3. November – Montag, 6. November 2006).
„Es ist schon eine Ausnahme, dass wir diese Veranstaltung zweimal am gleichen Ort durchführen“, erklären Christine Falken, Stephan Steinberger und Rosa Maria Wilfert vom Vorstand des Vereins Faszination Handwerk e. V., „wir haben uns vorgenommen mit jeder Ausstellung einen anderen interessanten Ort zu besuchen, allerdings war die Nachfrage der Besucher in Wildbad Kreuth nach einer Wiederholung unseres Leonhardimarktes dort einfach überwältigend.“
In Kreuth findet am Montag, den 6. November die Leonhardifahrt statt. An diesem Tag wallfahrten die Bauern mit ihren Rössern zum Hl. Leonhard um bei ihm den Segen für die Tiere zu erbitten. Seit einigen Jahrhunderten werden dafür die prächtigen Seidenkleider, genannt Schalk, die an die höfische Tracht des Biedermeier erinnern und der reiche Schmuck für den Hals und die Miederverzierung angezogen. Auch die Männer tragen ihr Festtagsgewand. Sie leben noch mit ihrem Brauchtum, die Bewohner des bayrischen Oberlandes.
Die für die traditionelle Ausstaffierung der Wallfahrtteilnehmer zuständigen Handwerker sind beim Leonhardimarkt in Wildbad Kreuth vertreten. Ein in ganz Oberbayern für feinste Federkielstickereien bekannter, ehemaliger Hoflieferant präsentiert ein über und über verziertes Pferdegeschirr, wie es auch zum Oktoberfest von den Brauereien benützt wird.
Wie die Dirndlschneiderin aus Erfahrung weiß, machen alle ihre Kundinnen in maßgeschneiderter Tracht bei jeder Gelegenheit eine gute Figur. Sowie ein Mann in der vom Säckler handgemachten Lederhose zum feschen Mannsbild wird. Nicht umsonst sagt man der bayrischen Tracht nach, dass sie sehr anziehend macht. Sogar manches Nordlicht ist darin schon gesehen worden.
Leises Wassergeplätscher, gleichmäßige Hammerschläge, das Gleiten eines Schnitzmessers durch Holz oder Horn, raschelnde Stoffe, funkelnde Schmuckstücke, wippende Federn hinter einer gebogenen Hutkrempe, der Geruch von Leder, schimmernde Goldfäden, feine Pinselstriche auf Porzellan. Die Liste der Sinneseindrücke ließe sich bei diesem exklusiven Originalmarkt endlos verlängern.
„Viele neue Aussteller haben sich bei uns beworben. Über die Hälfte war das letzte Mal nicht in Kreuth dabei. Die Bandbreite der Handwerker ist groß. Manche stellen nur exklusiv bei der Faszination Handwerk aus und die Mehrheit führt ihre individuelle Handfertigkeit meisterlich vor“, sagt Steinberger, der sich bemüht, die Teilnehmer passend zu platzieren
Die filigranen Gebilde der Klöpplerin müssen anders präsentiert werden, als die Erzeugnisse des Kerbschnitzers, dessen Beruf vielen Besuchern nicht mehr geläufig ist. Für den Zupfinstrumentenbauer ist es wichtig zu wissen, wie hoch die Luftfeuchtigkeit im Saal ist, damit seine wundervoll klingenden Meisterwerke keinen Schaden nehmen. Die Fotografin braucht gutes Licht um ihre Bilder entsprechend in Szene setzen zu können. Den wenigsten Besuchern ist klar, wie viele Arbeitsgänge ein handgemachtes Messer durchläuft, bevor es verkauft werden kann. Der Messermacher erklärt es gern und der Interessent spürt dabei seine Liebe zum Handwerk.
Es gibt viele Berufe und vor allem ihre Erzeugnisse zu entdecken.
Doch nicht nur die Augen der Besucher sind pausenlos beim Leonhardimarkt beschäftigt, auch die Nase und der Tastsinn sind gefragt. Einige Aussteller verzaubern ihre Kundschaft mit besonderen Gerüchen, die mit historischen Handwerkstraditionen zu tun haben, aber nicht ausschließlich mit Essen in Verbindung gebracht werden sollten.
Mit Sicherheit ist auch für alte Marktgeher noch viel Neues zu entdecken. Sogar das Gehör kommt nicht zu kurz. Die ausstellende Kreisgruppe der Jäger bietet eine Jagdhornbläsertruppe auf, die auch die Jägermesse am Sonntag feierlich mitgestaltet. Natürlich hoffen die Organisatoren auf schönes und warmes Wetter, obwohl eine von Schnee überzuckerte Landschaft, wie beim letzten Mal auch ihre Reize hat.
Leonhardimarkt im Festsaal der Hanns-Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth.
Freitag, 3. November 06, 12.00 – 18.00 Uhr
Samstag, 4. November bis Montag, 6. November 06, 10.00 – 18.00 Uhr
Eintritt 2 Euro, Kinder unter 14 Jahren Eintritt frei.











