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Gesund essen in der Schule: Es muss lecker, ausgewogen und nährstoffreich sein

08.06.201712:12 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Gesund essen in der Schule: Es muss lecker, ausgewogen und nährstoffreich sein
Kindern sollte das Essen in der Schule unbedingt schmecken.
Kindern sollte das Essen in der Schule unbedingt schmecken.

(openPR) Herdecke, 08. Juni 2017. Bei der Ernährung der Kinder machen Eltern kaum Kompromisse – ausgewogen, gesund und am liebsten Bio soll es sein. Das soll auch bei der Speisenversorgung in der Schule gelten. Rebional ist eine Bio-Großküche aus Herdecke und versorgt zahlreiche Schulen und Kitas mit gesundem, leckerem Essen. Die Wertewelt und der besondere Versorgungsansatz des Unternehmens liefern hilfreiche Ansätze für eine gesunde Ernährung von Schulkindern.



Es gibt mehrere Faktoren, die dazu beitragen, dass ein Kind in der Betreuung rundherum gesund versorgt wird. Es geht um Esskultur, Verantwortung, Selbstverständnis und Wissen. Fröhlicher, gemeinsamer und gesunder Genuss anstelle von Belehrungen und faden Gerichten lassen ein Schul-Kind mit einer guten Einstellung zum Essen aufwachsen.

Die Situation
Es wird immer üblicher, die Kinder ganztags zu betreuen und dieser Trend ändert nicht nur die Lebens- sondern auch die Ernährungsweise der Kinder. Kitas und Schulten tragen somit eine immer größer werdende Verantwortung, da die jungen Lebensjahre wichtig für die Ausprägung eines gesunden und nachhaltigen Lebensstils sind. Das ist Chance und Herausforderung zugleich, denn die Verantwortlichen haben nicht nur die Kinder und Eltern, sondern auch das Budget im Blick, wenn es um Speisenpläne und die Auswahl des Catering-Partners geht. Hier fühlen sich Verantwortliche in Schulen oft überfordert und wünschen sich Unterstützung bei der Planung einer nachhaltigen Verpflegung mit Bio-Produkten. Und dabei geht es nicht nur um die Auswahl der Zutaten: ausgewogene, altersgerechte Mittagessen mit hohem Bio-Anteil als Teil einer bewussten Ernährung und Sensibilisierung für Umwelt und Landwirtschaft.
Basis aller Empfehlungen bildet die allgemeinen Empfehlungen der DGE-Qualitätsstandards für Schul- und Kitaverpflegung. Hier wird eine pflanzenbetonte Speisenplanung empfohlen, die neben Kartoffeln, Vollkorngetreide und reichhaltigem Gemüseangebot, nur pro Woche zwei- bis dreimal Fleisch oder Fisch einbezieht.

Die Esskultur fördern
Gerade im Schulalter sollte dem täglichen Essen Bedeutung und Sinnhaftigkeit beigemessen werden. Es geht nicht nur um die Summe von Nährstoffen, Einsatz von Bio-Produkte oder das Reduzieren von Zucker und Fett. Gesunde Ernährung bedeutet, das Essen zu genießen. "Die Kinder müssen nicht nur satt werden, sie sollen Freude am Essen haben und schon früh einen Zugang zu hochwertigen Lebensmitteln bekommen. Mit einem guten Mittagsangebot erzielt man viele Effekte: gestärkte, leistungsfähige Kinder, entsprechend glückliche Eltern und eine angenehme Atmosphäre", fasst Klaus Richter, Geschäftsführer der Rebional GmbH zusammen.


Wissen macht stolz
"Wenn man als Caterer das Schul-Team ins Boot holt, stehen die Chancen gut, dass auch die Kinder davon profitieren. Eine ausführliche Betriebsbesichtigung, gemeinsames Kochen und Essen, motivieren die MitarbeiterInnen das Erlernte in der eigenen Einrichtung auszuprobieren und Veränderungen anzunehmen", erklärt Oliver Kohl, Dipl.-Oekotrophologe und Mitglied der Unternehmensleitung. Die Umstellung auf fleischreduzierte Bio-Kost birgt Vorurteile, die durch Ausprobieren und selbst Erschmecken leicht behoben werden können.
Ein weiterer Schritt ist es, die Kinder mit spannendem Wissen über Lebensmittel, Gerichte und Kochen einzubinden. Auch hier eignen sich Führungen durch die Großküche. Aber auch ein gemeinschaftlicher Gemüsegarten, Themenwochen zu heimischen Nahrungsmittel und gemeinsame Back- und Kochprojekte fördern das Bewusstsein für die Wertigkeit von Nahrung.

Umsetzung in der eigenen Schule
Damit die Verpflegungsumstellung zum Erfolg wird, sollten sämtliche Beteiligte eingebunden werden. Der Impuls etwas zu verändern, geht zwar oft von ein oder zwei Personen aus, aber der Veränderungsprozess wird von allen getragen: Träger, Leitung, MitarbeiterInnen, Eltern und Kindern. Sich für ein neues Bio-Konzept zu entscheiden, ist nicht immer einfach. Es gibt oft viele unterschiedliche Vorstellungen, Vorurteile und Befindlichkeiten. Am wichtigsten hier: eine gemeinsame Zielsetzung finden und festlegen. Daraus kann dann ein gut durchdachtes Konzept entstehen, welches mit einer realistischen Kalkulation verknüpft wird.
Hilfreiche Fragen bei der Planung sind:
• Soll komplett auf Bio umgestellt werden oder reichen Biogerichte, Biokomponenten oder einzelne Bioprodukte?
• Welche Bio-Produkte sollen eingesetzt werden? Vegetarische Produkte, Fleisch, Wurst, Desserts bis hin zu Getränken?
• Wie viel Prozent des Wareneinsatz soll der Bioanteil ausmachen?

Besonders hilfreich für die Kalkulation: teurere Bioprodukte können über den verringerten Fleischeinsatz und eine sinnvolle Mischkalkulation von günstigeren und teureren Gerichten aufgefangen werden. Regionale Bezugsquellen und das Einbinden von Lieferanten aus der Umgebung verringern Lieferkosten und bieten Spielraum für gute Preisverhandlungen.

Wird die Schule über einen Caterer versorgt, muss mit dem jeweiligen Dienstleister über eine Bio-Umstellung verhandelt werden oder ein neuer Bio-Caterer eingesetzt werden. Versorgt sich die Schule selbst, empfiehlt es sich in kleinen Schritten vorzugehen. Morgens mit Bio-Frühstückscerealien und Bio-Milch beginnen oder mit dem ortsansässigen Biobäcker kooperieren. Typische Einsteigerprodukte für das Mittagessen sind Kartoffeln, saisonales Gemüse, Nudeln und Reis aus biologischem Anbau. Besonders hilfreich: Biokisten im Abo. Mittlerweile hat sich über das gesamte Bundesgebiet ein Flächendeckendes Netz aus Bio-Kisten-Anbietern entwickelt. Der Vorteil hier: saisonale, frische Ware aus der Region kann günstig eingekauft werden.

"Wir haben unsere Kunden ausgiebig befragt und auch die Kinder zu Wort kommen lassen. Die besonderen Wünsche und das konstruktive Feedback haben wir uns sehr zu Herzen genommen. Uns wurde klar, dass es noch mehr Variationen an Rohkost, Gemüsesticks und Nudelgerichten geben muss. Außerdem haben wir einen leckeren Bio-Burger entwickelt und knusprige Vollkornpizza aufgenommen. Bio und Vollwert kann und sollte richtig gut schmecken", fasst Patrick Wiesen, Gastronomie-Betriebsleiter der Herdecker Bio-Küche zusammen.

(Zeichen 6.116)

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