(openPR) Wie sieht eine Zukunft aus, vor der die Menschen durch die Zeit in unsere Gegenwart fliehen? Wie leben diese Menschen in hundert Jahren? Was sind ihre Werte? Um was streiten sie, wie bekriegen sie sich und auf welche Weise finden sie zusammen? Die installative Science-Fiction Performance 2121 wagt im Juni 2017 den Blick in diese Zukunft und zeichnet den wechselhaften Weg dorthin.
MS SCHRITTMACHER und das SAARLÄNDISCHE STAATSTHEATER sind– gemeinsam mit Attac, medico international und dem Chaos Computer Club, Journalisten und Wissenschaftlern – in ihrem zweijährigen Rechercheprojekt QUO VADIS, BELLUM? der Frage nachgegangen, wie ein Krieg in hundert Jahren aussehen könnte. Als ersten Zwischenschritt analysierte die im letzten November in Berlin uraufgeführte Performance HEIMATFRONT – Das Desaster lässt grüßen den Status Quo des Krieges, die heutige Katastrophe.
In 2121 wird nun das Publikum im Garellyhaus zum Besucher einer Flüchtlingsunterkunft für unsere Nachkommen aus der Zukunft. Ausgestattet mit den wichtigsten Informationen über die Zeitflüchtlinge bewegen sich die Zuschauer*innen frei in der Unterkunft und machen sich ein Bild von unseren Nachkommen, ihrer Situation, ihren Anliegen, Problemen und ihrer Herkunftszeit.
Fantastisch, trashig, berührend und ernsthaft erzählen Schauspieler*innen und Tänzer*innen mit Sprache und Bewegung von einer fernen, anderen Welt, die uns trotzdem angeht. Begehbare Bilder wechseln mit Spielszenen und Videosequenzen und offenbaren im hautnahen Kontakt zum Publikum die intime Geschichte einer möglichen Zukunft. Der hundertjährige Weg dorthin ist dabei genauso Thema wie die aktuellen Konflikte der futuristischen Bewohner und die Bedrohungen in ihrer Welt. Und wie reagieren wir auf Zeitreisende aus der Zukunft, die unsere Urenkel sein können?
Frei in ihren Entscheidungen wählen die Zuschauer*innen selbst, mit welchen Aspekten einer aus den Fugen geratenen Nachwelt sie sich wie intensiv auseinandersetzen wollen. Ein Science Fiction, der im Kopf der Zuschauer*innen entsteht und auf diese Weise auch die Frage nach unserem Handeln heute stellt.
Mit: : Ali Berber, Alexandra Christian, Vanessa Czapla, Christian Higer, Roman Konieczny, Charlotte Krenz, Jorge Morro, Saskia Petzold, Robert Prinzler, Antje Rose, Nicky Vanoppen, Mitgliedern der Jugendtanzgruppe des SST iMove und der Statisterie des SST
Konzept, Choreographie, Regie Martin Stiefermann Konzept, Text, Dramaturgie Hartmut Schrewe Ausstattung Anike Sedello Musik Albrecht Ziepert Videodesign Erato Tzavara Dramaturgie SST Ursula Thinnes Produktionsleitung Helena Tsiflidis Regieassistenz /Abendspielleitung Gesa Oetting Bühnenbildassistenz Nicole Martini Inspizienz Andreas Klußmann Kommunikation k3 berlin
Produziert von MS Schrittmacher. Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes. Koproduziert von Saarländisches Staatstheater. Unterstützt von USUS und Quattropolis
Uraufführung:
10. Juni 2017, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen:
13./14./16./17./21./23./29. Juni und 1./2. Juli 2017
Ort:
Garelly-Haus Saarbrücken
Eisenbahnstr. 14
66117 Saarbrücken
Tickets:
19 €/ ermäßigt 9,50 €
Reservierung:
www.staatstheater.saarland
oder 0681 3092486
Informationen:
www.msschrittmacher.de
Blog:
https://quovadisbellum.com












