(openPR) Videobilder einer Herzkather-Behandlung sowie einer Schrittmacher Sondenentfernung werden beim Kardiologen-Kongress in Düsseldorf gezeigt
Bad Berka, 4. Oktober 2011. --- Es kommt nicht häufig vor, dass ein Kamerateam in einem Herzkather-Labor der Zentralklinik Bad Berka seine Ausrüstung aufbaut. Doch in der kommenden Woche wird dies geschehen. Anlässlich der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. werden Videobilder einer Herzkather-Untersuchung live aus den Räumlichkeiten der Klinik nach Düsseldorf übertragen. Der Kongress findet vom 6. bis 8. Oktober 2011 in der rheinischen Metropole statt.
Professor Dr. Christoph Geller, Chefarzt der Abteilung für Rhythmologie und invasive Elektrophysiologie der Klinik für Kardiologie, erläutert das Projekt: „Wir wollen den Teilnehmern der Jahrestagung die heute bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen ganz im Vordergrund stehende Behandlungsform, die so genannte Katheterablation, demonstrieren. In unserer ganz auf die Diagnostik und Behandlung von Herzrhythmusstörungen spezialisierten Abteilung wird diese Therapie seit vielen Jahren auch bei sehr komplexen Formen von Arrhythmien sehr erfolgreich eingesetzt“. Insbesondere die Behandlung von Vorhofflimmern ist durch diese Behandlungsoption revolutioniert worden und hilft vielen Patienten, wieder ein normales Leben zu führen.
Die Katheter-Untersuchung im Labor in Bad Berka wird Oberarzt Dr. (Univ. Messina) Raffa durchführen. Er ist bereits seit 2005 in der Zentralklinik tätig und ebenfalls ein ausgewiesener Spezialist für Patienten mit Rhythmusstörungen ist. Gezeigt wird die Behandlung eines Patienten mit anfallsweise auftretendem Vorhofflimmern. Diese Erkrankung zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. Der zu behandelnde Patient ist über die Aufnahmen aufgeklärt worden und er hat bereitwillig seine Zustimmung zu der Übertragung gegeben, führt Professor Geller zu den Vorbereitungen aus.
Während des Kongresses wird Professor Geller, der in diesem Jahr zum Präsidenten der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie gewählt wurde, die Bilder aus dem Herzkatheter-Labor kommentieren und die Behandlung von Düsseldorf aus erläutern. Zusätzlich wird er während der Tagung zahlreiche Foren und Diskussionen leiten: „Es ist schon eine Ehre für einen Mediziner, als Präsident der Tagung vor einem solch hochkarätig besetzten Publikum von internationalen Experten vorsitzen zu dürfen.“
In einer zweiten Übertragung werden Videoaufnahmen einer Elektrodenentfernung bei einer Patientin mit Schrittmacher aus dem herzchirurgischen Operationssaal gesendet. Diese Operation wurde notwendig, nachdem ein Gefäßverschluss im Bereich einer früher eingesetzten Elektrode aufgetreten war. Bei dem jetzt nach Batterie Erschöpfung erforderlich gewordenen Wechsel des Gerätes musste zusätzlich die bereits implantierte Sonde entfernt und im gleichen Eingriff eine neue Sonde implantiert werden. Dieser Eingriff wird durch Oberarzt Dr. Marco Mierzwa aus der Klinik für Herzchirurgie durchgeführt.
Die Abteilung für Rhythmologie und invasive Elektrophysiologie der zum Verbund der RHÖN-KLINIKUM AG gehörenden Zentralklinik Bad Berka ist eine spezialisierte Abteilung für die Diagnostik und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Es werden sehr komplexe Behandlungen durchgeführt, sowohl mit antiarrhythmischen Medikamenten als auch nicht-medikamentös mittels implantierter Schrittmacher und Defibrillatoren oder der so genannten Ablation, der ‚Verödung’ der für die Entstehung der Rhythmusstörung verantwortlichen Anteile des Herzmuskels.
Hier arbeitet ein international ausgerichtetes Team von kardiologischen Spezialisten, das sich ausschließlich der Behandlung von Herzrhythmusstörungen verschrieben hat. Aufgrund der Erfahrungen auf dem Gebiet der Elektrophysiologie werden zudem angehende Rhythmologen aus mehreren europäischen Ländern ausgebildet, teilweise auch im Rahmen des von der Europäischen Herzrhythmus Assoziation (EHRA) organisierten zweijährigen „Fellowship Elektrophysiologie und Katheterablation“.
„Vor dem Hintergrund der wachsenden Zahl von Patienten mit Herzrhythmusstörungen ist es sinnvoll, auch diese Art der ‚Live-Fortbildung‘ zu nutzen, um die Kollegen über die Therapiemöglichkeiten zu informieren. Wenn wir mit unserer Demonstration dazu beitragen können, hat sich der hohe technische Aufwand auf jeden Fall gelohnt“, führt Professor Christoph Geller abschließend zu dem Engagement der Zentralklinik aus.






