(openPR) Was bedeutet es, in einer stetig alternden Belegschaft zu arbeiten? Wie schafft man es, altersgemischte Teams richtig und souverän zu führen? Wie kann man die so genannten Generationsgräben überbrücken und die Leistungsfähigkeit aller Mitarbeiter erhalten? Dass der Begriff Demografie-Management bundesweit immer mehr an Bedeutung gewinnt, sieht man an den zahllosen Aus- und Weiterbildungsangeboten der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern und anderer Organisationen. Auch Andreas Jochim, ein erfahrener Spezialist in den Human Ressources Fragen und im Change Management, behauptet in diesem Zusammenhang: „Nur wer sich den Herausforderungen des demografischen Wandels stellt, wird künftig zukunftsfähig aufgestellt sein und sich im Wettbewerb behaupten“. Jochim geht sogar einen Schritt weiter und sagt: „Gerade im Mittelstand und besonders im Handwerk kann eine fehlende Strategie schnell zum Bumerang werden, weil der Fachkräftemangel hier voll durchschlägt und nicht selten Aufträge abgelehnt werden müssen, weil die erfahrenen Leute fehlen und junge nur spärlich nachwachsen“.
Glaubt man dem Fachmann aus dem bayerischen Hofstetten, haben die Betriebe ihre Hausaufgaben in den letzten Jahren nur bedingt gemacht. Pauschale Urteile und Vorhaltungen aber helfen – so Jochim – nicht weiter. Wer als Inhaber einer Schreinerei keinen Lehrling bekommt und andererseits seine langjährigen Facharbeiter durch Altersteilzeit bereits mit 60 Jahren verliert, steckt in einem wirklichen Dilemma. „Wir müssen hier frühzeitig das machen, was man in der Industrie als Personalentwicklung bezeichnet“, fordert der Diplom-Wirtschaftsingenieur. Und so wird er nicht müde, seinen Kunden auch manchmal eine neue Unternehmens- und Führungskultur ins Brevier zu schreiben. Wie kann man Arbeitszeitmodelle darstellen, die es einem älteren Mitarbeiter ermöglichen, weiterhin aktiv im Betrieb mitzugestalten und zu arbeiten? Wie können Jung und Alt so harmonieren, dass Digitalisierung und Old Economy gleichwertig gesehen und genutzt werden? Wie kann man eine Über- oder Unterforderung ausschließen?
Demografiewandel: Alle Unternehmer wissen, was sich dahinter verbirgt. Geht ein 60-jähriger Facharbeiter in den vorgezogenen Ruhestand und klinkt sich komplett aus dem Arbeitsleben aus, wird ein immenses Maß an Wissen und Erfahrung, aber auch Kontakte und andere Dinge plötzlich lahmgelegt, auf Null heruntergefahren. Dass das für die Wertschöpfung eines Betriebs gefährlich werden kann, ist allen Verantwortlichen bekannt. Aber spätestens, wenn mehr als einer in den Ruhestand geht, wenn ganze Generationen älterer Mitarbeiter nicht mehr da sind, wird eine Überlebensfrage daraus.











