(openPR) Erpressung. Fast jede zweite Firma in Europa wird einmal bedroht. Meist kommen die Täter aus den eigenen Reihen. Von Madeleine Stäubli-Roduner.
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Plötzlich knallte es in der Küchenabteilung. Die gewaltige Schwallwelle breitete sich durch das ganze Möbelhaus aus und traf so stark auf zwei Kunden, dass sie ein Gehörtrauma erlitten. Die ganze Ikea-Filiale Dresden musste aufwendig repariert werden. Es war ein weiterer einer ganzen Serie von Anschlägen auf den schwedischen Giganten. Am 14. September sprach der Konzern erstmals von einem Erpresserversuch. Auch vor der Schweizer Filiale patrouillieren seither Wachleute. «Wir schreiben das Thema Sicherheit gro? sagt Sprecherin Virgina Bertschinger. «Unternehmen werden viel häufiger erpresst als alle denken», kommentiert Frank Heyde, Geschäftsführer der international operierenden Wirtschaftsdetektei ManagerSOS in Frankfurt. «40 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Europa haben irgendwann einmal mit einem Erpressungsfall zu tun», weiß der ehemalige Elitesoldat und Spezialagent. Doch davon würden nur 8 bis 10 % der Polizei gemeldet, eine noch geringere Anzahl gelangen an die Öffentlichkeit. Das hat einen guten Grund. «Die Schäden durch Erpressung sind kleiner als die Rufmordschädigung» sagt Heyde. Daher sei kein Konzern daran interessiert, mit Erpressungsfällen an die Öffentlichkeit zu gelangen. Jede Meldung rufe Spekulationen ins Leben, «heraus kommen ganz andere Geschichten». Daher sagten sich die Firmen: «Lieber zahlen und den Mund halten.» Dies mache sie jedoch erst recht erpressbar.
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Quelle: Handelszeitung Nr. 40, 06. Oktober 2011. Autorin: Madeleine Stäubli-Roduner.
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Detektei und Wirtschaftsdetektei ManagerSOS
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