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NewSpace-Startup „Part-Time Scientists“ errichtet mit Vodafone LTE-Netz auf dem Mond

20.03.201709:53 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: NewSpace-Startup „Part-Time Scientists“ errichtet mit Vodafone LTE-Netz auf dem Mond
Robert Böhme und Hannes Ametsreiter, im Hintergrund: ALINA. © Vodafone
Robert Böhme und Hannes Ametsreiter, im Hintergrund: ALINA. © Vodafone

(openPR) Berlin, 20.03.2017. Das Berliner NewSpace-Startup Part-Time Scientists (PTS) arbeitet bei seiner für 2018 geplanten „Mission to the Moon“ mit dem Kommunikationskonzern Vodafone zusammen, um auf dem Erdtrabanten die Kommunikation via LTE zu ermöglichen. Für die Mission wird der von den Part-Time Scientists konstruierte Lander „ALINA“ zum Einsatz kommen: Das „Autonomous Landing and Navigation Module“ ist der erste kommerzielle Lander auf dem Markt und fasst eine Nutzlast von 100 kg. Mit sich führt ALINA zwei „Audi lunar quattro“ (ALQ). Die beiden Rover haben auf dem Mond unter anderem die Aufgabe, die Umgebung zu erkunden und Bilder und Videos in HD-Qualität zur Erde zu übertragen. Auch dabei wird die LTE-Technik von Vodafone wertvolle Dienste leisten. „Mit der Technologiepartnerschaft für das Vodafone-LTE-Netz auf dem Mond machen wir einen großen Schritt hin zu einer Raumfahrt, die auf kommerzieller Infrastruktur beruht“, so Robert Böhme, Chef der Part-Time Scientists.



Für die Kommunikation auf dem Mond hatten die „Teilzeitwissenschaftler“ zunächst die Funkstandards von ESA und NASA ins Auge gefasst, aber schließlich fiel die Entscheidung gegen proprietäre Lösungen aus – zugunsten von günstigeren Standardlösungen. Hier wurden WLAN, ZigBee oder Bluetooth in Betracht gezogen, doch sprachen Faktoren wie zu geringe Bandbreite und Reichweite oder mögliche Funkschatten dagegen. Mit LTE bzw. LTE-V wird nun eine energieeffiziente Kommunikation mit den hohen Übertragungsraten gewährleistet, wie sie etwa für HD-Videostreaming erforderlich sind. Über LTE-V können die beiden ALQ Bilder und Videos übertragen, Temperatur- und Zustandsdaten senden oder Telekommandos zur Steuerung empfangen. Die energieintensive Kommunikation zur Erde wird voraussichtlich komplett von ALINA übernommen, die dank ihrer größeren Solarpanels und der Tatsache, dass sie auf dem Mond lediglich „parken“ wird, leistungsstärker ist. So kann man sich den Lander als „Antennenmast“ und die beiden Rover als „Smartphones“ vorstellen.

Das klingt unkompliziert, jedoch müssen die Part-Time Scientists auch dafür sorgen, dass die „irdische“ Technik wirklich weltraumtauglich ist. „Wir haben auf dem Mond verschiedene Dinge zu berücksichtigen“, erklärt Karsten Becker, Head of Electronics bei PTS. „Strahlung, Vibrationen und die enormen Temperaturschwankungen sind einige der Parameter, die sich auf die Funkmodule auswirken. Wir werden in den kommenden Monaten die entsprechenden Module auswählen und sie in der Wüste von Katar testen.“ Im Rahmen der CeBIT wurde die Kooperation bei einer Pressekonferenz und einem anschließenden Gespräch mit Robert Böhme und Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter am Sonntag der Öffentlichkeit vorgestellt. ALINA und die beiden Audi lunar quattro werden noch bis Freitag im Vodafone-eigenen Pavillon 32 zu sehen sein. Berliner haben am 1. April – ja, wirklich – Gelegenheit dazu, sich Lander und Rover anzusehen: Von 10 bis 18 Uhr ist dann Tag der offenen Tür am neuen Firmensitz der Part-Time Scientists in der Märkischen Allee 82a, 12681 Berlin.

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