(openPR) Unter dem Motto, den Stimmlosen wieder eine Stimme geben und ein würdiges Gedenken für die Opfer der NS-Schreckensherrschaft schaffen, nahm Jan Zobel am 22. Februar für die Tierschutzpartei Hamburg, an der Verlegung eines Stolpersteins für Esther Neukorn in der Hamburger Innenstadt teil.
In Hamburg gibt es mittlerweile 5.170 Stolpersteine, sie erinnern an die Schicksale der Opfer der NS-Schreckensherrschaft. Stolpersteine sind kleine Betonwürfel im Format 10 x 10 x 10 cm, die auf ihrer Oberseite mit einer Messingplatte versehen sind, auf der die Lebensdaten eines Opfers eingraviert werden.
Nun hat die Hamburger Landeszentrale für politische Bildung eine App für die Gedenksteine entwickelt. Unter dem Schlagwort „Stolpersteine Hamburg“ lässt sie sich kostenfrei herunterladen und zeigt unter anderem Kurzbiografien der NS-Opfer und eine mobile Karte mit Standorten der Steine.
In der Beschreibung im Appstore heißt es dazu:
“Die auf den Stolpersteinen genannten Lebensdaten von NS-Opfern und Kurzbiographien können mit dieser App abgerufen werden. Diverse Suchfunktionalitäten wählen bestimmte Stolpersteine aus den über 5.000 Stolpersteinen in Hamburg aus.
Die App wird in Kooperation der Landeszentrale für politische Bildung und der "Geschichtswerkstätten Hamburg e.V." bereitgestellt.
- Suchen nach Stolpersteinen in Hamburg.
- Patenschaften für Stolpersteine übernehmen.
- Beschreibung des Projektes.
- Stolperstein-Suche nach Name, Straße, PLZ, Umkreis und Stadtteil.
- Anzeige weiterer Stolpersteine in einer Straße.
- Einzelanzeige mit Namen, Adresse, Geburtsdaten, Deportationsdaten und Todesdatum.
- Kartenansicht der Suchergebnisse.
- Biografie des NS-Opfers (falls vorhanden).
- Foto des NS-Opfers (falls vorhanden).
- Möglichkeit der Navigation zum ausgewählten Stolperstein mittels Google Maps.”
Die Tierschutzpartei begrüßt die Einführung dieser Stolperstein App außerordentlich. “Die Stolpersteine bringen die Erinnerung an die NS-Opfer zurück an den Ort, an dem sie gelebt haben. Gerade für junge Menschen muss die Geschichte erlebbar gemacht werden; dafür ist eine Smartphone App sehr gut geeignet. Nur durch Erinnerung und Aufklärung können wir verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt und Faschismus wieder salonfähig wird” so Jan Zobel.
Zobel war in seiner Jugend (1994-1996) selber Mitglied der NPD und hat im Jahre 2005 im Berliner “Edition Ost” Verlag ein Aufklärungsbuch über die rechte Szene insgesamt und die NPD im Speziellen geschrieben. Seit seinem Ausstieg vor 16 Jahren tritt er in Schulen und in Jugendeinrichtungen auf, um über die rechte Szene aufzuklären. Er leitet den Landesarbeitskreis “gegen rechts” in der Tierschutzpartei.
Die Stolperstein App finden Sie hier:
Android:
http://play.google.com/store/apps/details?id=com.phimobile.hamburg.stolpersteine
iOS:
http://itunes.apple.com/de/app/stolpersteine/id368489026?mt=8











